"Zeichnerischer Dialog"

In Gengenbach entstanden 29 Kunstwerke

Autor: 
Erich Fakler
Lesezeit 2 Minuten
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18. August 2019

(Bild 1/2) Kooperative Werkproduktion beim »zeichnerischen Dialog«: Am Samstag arbeiteten im Gengenbacher Familien- und Seniorenbüro gemeinsam und schufen 29 Kunstwerke (von links): Stefanie Putzke (Mühlenbach), Titus Grab (Wiesbaden), Heike Sackmann (Winnenden), Yolande Richter (Gaienhofen/Bodensee) und Barbara Ihme (Berghaupten). ©Erich Fakler

Vier Künstlerinnen und ein Künstler aus fünf weit entfernten Orten vom Bodensee bis in den Taunus trafen sich am Samstag im Gemeinschaftsraum des Familien- und Seniorenbüros zu einem »zeichnerischen Dialog«. Die Produkte der Kreativarbeit sind derzeit in einer Ausstellung zu sehen.
 

Eine geradezu intime Atmosphäre des »zeichnerischen Dialogs«, der zum ersten Mal in Gengenbach stattgefunden hatte, verlieh der Vernissage Harfenistin Sann Liedtke aus Herbolzheim. Die in ihrer eigenen Kunstsprache vorgetragenen Lieder regten die Fantasie ebenso an wie die abstrakten oder figürlichen Zeichnungen der spontanen Künstlerschar.

Ideengeberin für den künstlerischen Samstag war Heike Sackmann aus Winnenden (Remstal). Sie hat an der Freien Kunstschule in Stuttgart studiert und kam durch andere Kunstprojekte mit Titus Grab (Bildhauer und Kunsttherapeut) aus Wiesbaden sowie der in Berghaupten lebenden Künstlerin Barbara Ihme in Kontakt. Letztere war es auch, die das Live-Zeichnen in Gengenbach organisierte.

Heike Sackmann hatte mit den zwei Künstlern ein sogenanntes Mail-Art-Projekt durchgeführt. Hierbei schickten sich die Künstler angefangene Zeichnungen zu. Diese wurden dann reihum bis zum letzten Teilnehmer bearbeitet. Die Reife der Gestaltungsanfänge war jedem Teilnehmer freigestellt.

Durchs OT aufmerksam geworden

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Am Samstag wurde das gleiche Prinzip praktiziert. Doch jetzt saß man sich leibhaftig gegenüber, konnte sich austauschen und nachfragen. Die soeben die Mittlere Reife absolvierte Waldorfschülerin Yolanda Richter aus Gaienhofen am Bodensee sowie Stefanie Putzke (Mühlenbach) gehörten ebenfalls zum Samstagskreis. Allerdings waren die beiden Frauen erst durch den Aufruf in der Zeitung zu diesem Treffen gekommen.

Und Stefanie Putzke verriet, dass es am Samstagmorgen zunächst einer gewissen Eingewöhnungszeit bedurfte, bis das atmosphärische Eis geschmolzen, ein Austausch in Gang gesetzt und sogar herzlich gelacht wurde. Heike Sackmann verzichtete auf jegliche Moderation oder Themenvorgabe.

»Kreative Energie«

Titus Grab, der eigentlich mehr plastisches Arbeiten gewohnt ist, konnte es kaum fassen, welche kreative Energie die Zusammenarbeit freisetzte. Die Werke wirkten wie aus einem Guss. Kaum zu glauben, dass fünf Leute nacheinander daran arbeiteten, auf die Vorlagen eingingen und eigene Ideen dazu entwickelten. Titus Grab sagte, er habe Sachen gemacht, die er eigentlich gar nicht wollte.

Insgesamt waren die fünf Kunstakteure ungeheuer produktiv. 29 Werke können sich sehen lassen und Besucher der Einrichtung können sie auch weiterhin betrachten. Die Organisatorin Barbara Ihme hofft, dass die Gänge des Familien- und Seniorenbüros noch lange für solche und ähnliche Kunstausstellungen zur Verfügung stehen.

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