Offenburg - Windschläg

In Windschläg geht ein Jubiläumsjahr zu Ende

Norbert Knapp
Lesezeit 3 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
17. Dezember 2016

(Bild 1/2) Nochmals wunderbaren Chorgesang bot der Männergesangverein Windschläg. Zum Abschluss des Jubiläumsjahrs wurden Spenden für die Tour der Hoffnung gesammelt. ©Norbert Knapp

Zum Abschluss seines 150-jährigen Jubiläums bot der Männergesangverein in Windschläg mit seinem Benefizkonzert in der St.-Pankratius-Kirche zugunsten der »Tour der Hoffnung« einen weiteren Höhepunkt. Nochmals begeisterten die Sänger die Freunde des Chorgesangs mit festlicher Musik.
 

In der vollbesetzten Kirche begannen die Sänger ihr Programm mit dem Lied »Weihnachten bin ich zu Haus« des Komponisten Werner Twardy. Weiter ging es mit dem Titel »Auf, Gläubige Seelen«, ein in vielen Sprachen bekanntes Weihnachtslied. Danach folgte mit »Panis angelicus« die feierliche Hymne aus dem Jahr 1264 in einer Komposition von César Franck. Xaver Glatt stellte hier ein weiteres Mal sein Können als Solist unter Beweis.

Die innige, feierliche orthodoxe Liturgie präsentierten die Sänger mit dem in russischer Sprache gesungenen Vaterunser. Die orthodoxe Kirche kennt für die Musik im Gottesdienst keine Instrumente, sondern nur die menschliche Stimme. Der Chor ließ in diesem glanzvollen Vortrag auch keine Instrumente vermissen.Mit »Kumbaya, my Lord« und einem Solo von Hubert Joggerst beschlossen die Sänger den ersten Teile ihres Konzertes.

Saxophon-Quartett
Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt des Saxophon-Quartetts des Musikvereins. Dieser Verein war ursprünglich Bestandteil des Männergesangvereins und hatte sich erst im Jahr 1951 verselbständigt. 
Der Vorsitzende des Männergesangvereins, Reinhold Goos, hatte schon zu Beginn der Festveranstaltungen den Musikverein beim Jubiläumsabend zu Gast. Es lag Goos am Herzen, den Musikverein auch zum Abschluss des Jubiläumsjahrs dabei zu haben. Mit dem Quartett in der Besetzung Heinz Jockers (Bariton), Ralf Kretschmann (Sopran), Stephan Ockenfuß (Tenor) und Stefanie Knapp (Alt) hatte der Veranstalter wunderbare klassische Musik im Programm. 
Die im 19. Jahrhundert erfundenen Saxophone waren für diese Musik gedacht, was das Quartett eindrucksvoll  bewies. Für den ersten Satz des F-Dur-Quartetts von Joseph Haydn und das Quartett in G-Dur von Rossini, jeweils für Saxophone umgeschrieben, erhielten die vier Musiker großen Beifall.

- Anzeige -

Mit »Stille Nacht in Palästina« von Matthias Brettschneider und »Holy Night« war wiederum die ganze Bandbreite des Chorgesangs in festlicher, weihnachtlicher Stimmung zu hören. »Des Deutschen Seemanns Weihnachten«, ein Lied aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, spiegelte eindrucksvoll die Sehnsucht nach Geborgenheit wider. 
Leonard Cohens »Halleluja«, in einem Arrangement von Dirigent Viktor Asberger, und »Glory Halleluja« beendeten den wunderbaren Vortrag des Chors. Eingeforderte Zugaben folgten.

Jo Schraeder, der mit dem Männergesangverein freundschaftlich verbundene Mentor, Motor und Spendensammler der »Tour der Hoffnung«, gab einen Rückblick auf die Tätigkeit der Organisation im ablaufenden Jahr. 

»Der Chor der Ortenau«
Den Sängern und dem Windschläger Publikum stellte er hervorragende Zeugnisse aus: »Der Windschläger Chor ist nicht nur ein Chor der Ortenau, sondern der Chor der Ortenau«, sagte er. Ebenso würdigte er die Leistungen der Saxophonspieler und vor allem die Großzügigkeit des Windschläger Publikums, das ihn in den zurückliegenden Jahren bei seiner Arbeit nachhaltig unterstützt habe.

Rundum zufrieden zog auch Vereinsvorsitzender Reinhold Goos eine Bilanz des Jubiläumsjahrs. Anhaltender Applaus für seine lobenden Worte an Dirigent Viktor Asberger, die Sänger, Moderator Heinz Schaufler, das Publikum und an die vielen Helfer waren ein würdiges Dankeschön für eine großartige, vielseitige und vor allem musikalisch auf höchstem Niveau zu Ende gehende Veranstaltungsreihe.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Offenburg

Bei der Schlüsselübergabe (von links): Franz Haas, Manuel ­Rauber, Bürgermeister Oliver Martini und Stadtbrandmeister Peter Schwinn.
01.10.2022
Feuerwehr Offenburg
Die Offenburger Feuerwehr freut sich über vier nagelneue Manschaftstransportwagen im Wert von 250.000 Euro, die am Mittwoch übergeben wurden.
Der neue Schutterwälder Kalender 2023 ist mit Bildern des Künstlers Albert Ritter (1921 bis 1989) gestaltet worden.
01.10.2022
Alte Gebäude in Szene gesetzt
Der Historische Verein Schutterwald hat mit der Kalendermanufaktur aus dem niedersächsischen Verden wieder einen Kalender herausgebracht. Die Bilder stammen erneut von Albert Ritter.
Der kleine Julian wurde in einem Eimer gebadet, dann wurde die Treppe geputzt.
01.10.2022
Der Schutterwälder an sich
Andere Zeiten, andere Sitten: OT-Kolumnist Otmar Hansert vermutet, dass man heutzutage bei den Damen mit einer Photovoltaikanlage mehr Eindruck schinden kann als mit einem aufgemotzten Auto.
Eva Marschand kann nach ihrer Krebserkrankung wieder lachen. Mit Hilfe eines Kinderbuchserklärte sie ihren kleinen Kindern, dass „Mama krank ist“.
01.10.2022
Brustkrebs besiegt
Mit 34 bekam Eva Marschand aus Gengenbach die Diagnose Brustkrebs. Nach erfolgreicher Therapie möchte sie anderen Frauen Mut machen – und hat neue Ziele im Leben. Sie rät jeder Frau, zur Vorsorge zu gehen. Das kann ein Leben retten.
Die Bahn möchte diesen Bahnübergang auf freiem Feld bei Unterentersbach schließen. Doch dagegen wehrt sich der Ortschaftsrat.
01.10.2022
Bahnübergang soll geschlossen werden
Das Thema der Schließung des Bahnübergangs bei Unterentersbach östlich des Bahnhofs Biberach auf freiem Feld diskutierte das Gremium eine Stunde lang. Ergebnis: Der Übergang soll bleiben. Zu gravierend sind aus Sicht dieses Gremiums die Nachteile.
Flotte Fahrt im Anzug: Verleger Franz Burda (rechts) mit seinem Druckerkollegen Franz Huber 1956 in der Holzachterbahn.
01.10.2022
Offenburger Stadtgeflüster
Offenburger Stadtgeflüster: OT-Redakteurin Sandra Biegert macht sich in dieser Woche Gedanken über die Festel-Wut der Offenburger und unmöglich anmutende Wortzusammensetzungen.
„Nirgends in der Stadt passiert so viel Kriminalität wie hier“: Ein Offenburger prangert mit seinem Instagram-Kanal die Zustände am Offenburger Bahnhof an.
01.10.2022
"Krass für eine Kleinstadt"
Haarsträubendes erlebt ein Offenburger täglich am Bahnhof. Auf seinem Instagramkanal mit 11.400 Followern zeigt er verstörende Videos. Er will damit warnen und fordert von der Polizei mehr Präsenz.
Den Reben zugeneigt ist auf dem Burda-Anwesen in Fessenbach ein weiteres Bauprojekt geplant. Das Bild stammt von der Einweihung des „Senatorre“.
01.10.2022
Weiteres Bauwerk im Rebort
Mit dem im Volksmund "Münsterspitz" genannten Bauwerk "Senatorre" hat der Offenburger Verleger in den Fessenbacher Reben bereits eine viel frequentierte Attraktion geschaffen. Jetzt plant er auf seinem Anwesen in Fessenbach ein weiteres Projekt. Darum geht es.
Pholovoltaik--Anlagen auf öffentlichen Gebäuden wie der Abtsberghalle waren ein Aspekt in der Energiespar-Diskussion des Zeller Ortschaftsrats. Doch diese müsste vor allem energetisch saniert werden, doch das könne noch Jahre dauern, befürchtet Zell-Weierbachs Ortsvorsteher Willi Wunsch.
01.10.2022
Ortschaftsrat Zell-Weierbacher
Offenburgs Ortsteil Zell-Weierbach steht wie viele Ortschaften vor der Frage, wo Energie eingespart werden kann. Der Ortschaftsrat sieht wenig direkte Möglichkeiten und appellierte deshalb an die Stadtverwaltung, bessere Diskussiongrundlagen zu schaffen.
Gengenbachs Bürgermeister Thorsten Erny überreichte zum 25-jährigen Jubiläum der Seniorenresidenz Kinzigtal ­Rafael, Michaela und Jürgen Quadbeck einen „Gengfisch“, ein Kunstwerk von Otmar Alt.
01.10.2022
Bilanz nach dem Tag der offenen Tür
Die Seniorenresidenz Kinzigtal hat beim Tag der offenen Tür auf dem Gengenbacher Abtsberg vor allem eines festgestellt: hohen Beratungsbedarf bei Angehörigen und potenziellen Bewohnern. Meist geht es um die Frage: Kann ich das bezahlen und was ist die beste Betreuung?
Die Offenburgerin Kiana Taiari bei der Aufführung ihres Lieblingstricks mit einem Zauberwürfel. Ein Fingerschnipsen von ihr, und die Farben sind sortiert.
30.09.2022
Sie zaubert für ihr Leben gern
Ehrgeizig arbeitet sie auf die Weltmeisterschaft hin: Die Offenburgerin Kiana Taiari (20) ist begeisterte Zauberkünstlerin. Die Kloster-Abiturientin hofft, ihr Hobby zum Beruf machen zu können.
Laudator Herbert Oesterle zeigt die Druckplatten für Farb-Holzschnitte von Walter Eberhardt.
30.09.2022
Bis 5. Januar
Ob im sakralen Raum oder an den Wänden im ersten Obergeschoss des Ortenberger Rathauses: Die derzeit zu sehenden Farb-Holzschnitte des einst in Gengenbach lebenden und in Herbolzheim schaffenden Künstlers Walter Eberhardt zeigen ihre Wirkung und Ausstrahlungskraft.

Das könnte Sie auch interessieren

- Anzeige -
  • Im neu eingerichteten Küchenstudio können die Kunden 40 Musterküchen in Augenschein nehmen.
    30.09.2022
    4. bis 15. Oktober: Küchen-Service-Wochen bei Möbel Seifert
    Fünf Etagen, 5000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, Qualität zu fairem Preis und immer wieder Sonderaktionen – das ist Möbel Seifert in Achern. Aktuell rücken die Küchen in den Fokus. Im neu eingerichteten Studio gibt es ab 4. Oktober Sonderkonditionen beim Küchenkauf.
  • Claudio Labianca lädt zum verkaufsoffenen Sonntag, 9. Oktober, in Offenburg zum Streifzug durch die modernisierten Räume in der Zährigerstraße ein. 
    30.09.2022
    Geschäfts- und Ausstellungsräume rundum modernisiert
    Das Klavierhaus Labianca in der Zährigerstraße in Offenburg präsentiert sich am verkaufsoffenen Sonntag, 9. Oktober, in neuem Glanz. Verkaufs- und Ausstellungsflächen wurden nach 17 Jahren von Grund auf modernisiert und neu strukturiert – es hat sich sichtbar gelohnt!
  • Das E5-Team vor dem Studio in der Offenburger Okenstraße 65. 
    30.09.2022
    Wendepunkt: Für mehr Effektivität und Wohlbefinden im Leben
    Egal ob Rückenprobleme oder einfach mehr körperliche Fitness – wer rasche Erfolge erzielen möchte, für den bietet sich das EMS-Training im Studio von Simone Metz in der Okenstraße 65 in Offenburg an.
  • Modern, sicher, barrierefrei und zentrumsnah in Achern wohnen.
    30.09.2022
    Attraktives Konzept: AcherApartments – Wohnungen fürs Alter
    Wir werden immer älter, bleiben dabei meist fit und gesund. Neue Wohnformen für die Generation 65plus sind gefragt. Und genau hier wird in Achern eine Lücke gefüllt. "Unser Konzept ist einzigartig in der Region", so Diplom Ingenieur und Architekt Michael Wilhelm.