Offenburg

Jackpot im Ländle: Fast 3 Millionen Euro an Tipper aus Offenburg

Autor: 
Bettina Kühne
Lesezeit 3 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
20. November 2020
Mehr zum Thema

©STAATLICHE TOTO-LOTTO GMBH

Die Glückssträhne im Südwesten hält an. Ein Mann aus Offenburg profitierte davon, dass bei der Mittwochsziehung (18. November) in der Zusatzlotterie Spiel 77 der Jackpot garantiert geleert wurde. Da kein Treffer im ersten Rang verzeichnet wurde, kann sich der Badener über exakt 2.855.030,50 Euro in der zweiten Gewinnklasse freuen. 

Um fast 3 Millionen Euro reicher ist ein Glückspilz, der im Stadtgebiet Offenburg am Spiel 77 teilgenommen hat. Das teilt Lotto Baden-Württemberg mit. „Eine sehr seltene, glückliche Konstellation“, präzisierte Dorothee Lang-Mandel, Abteilungsleiterin Unternehmenskommunikation von Toto-Lotto Baden-Württemberg in Stuttgart, hat die Person zum mehrfachen Millionär gemacht – für einen Tippschein für 2,50 Euro. Zum einen musste bei der 13. Ziehung der Jackpot ausgespielt werden. Zum anderen blieb aber die erste Gewinnklasse unbesetzt. Wegen der Zwangsausspielung fällt das Geld nun den drei Gewinnern der zweiten Gewinnklasse zu – einer davon eben ein Spieler, der in Offenburg getippt hat.

Wer sich nun mit dem Gewinnschein zu einer Lottoannahmestelle aufmacht – welche, ist egal – ist dort erst einmal mit einem Warnhinweis konfrontiert. „Höchstgewinn“ wird beim Auslesen des Gewinnscheins angezeigt. Dann kann der Spieler – vielleicht auch die Spielerin – ein Formular ausfüllen, um den Gewinn zu erhalten. „Aber man kann sich auch direkt an uns wenden“, sagt Pressesprecherin Lang-Mandel.

Die Gewinner von höheren Summen lädt sie dann nach Stuttgart ein. Dort gibt es Tipps für den Umgang mit dem neuen Reichtum. Erst müssen die Glückspilze ihre neue Situation in Ruhe realisieren – und auf dem Teppich bleiben. Davon, sich gleich mal einen roten Flitzer vor die Tür zu stellen, rät das Lotto-Team dringend ab. „Zudem sollte man so wenigen wie möglich vom Gewinn erzählen – auch nicht innerhalb der Familie“, so Lang-Mandel. Empfohlen wird auch, ein Konto in einer größeren Stadt zu eröffnen, auf das die Gewinnsumme dann diskret überwiesen wird. Dass Gewinner ihr Geld in bar mitnehmen, „kommt eigentlich nie vor“.

Drei Millionen Euro verschaffen finanzielle Freiheit. Man kann damit das Haus rascher abbezahlen, früher in Rente gehen oder sich einige Extras gönnen. Seinen Job aufzugeben dagegen wäre unklug.

Oftmals hätten die Gewinner, „ein Querschnitt der Bevölkerung“, gar keinen konkreten Pläne. Einer bekannte, keine Wünsche zu haben. Nach einigem Überlegen entschied er dann, sich einen neuen Drucker zu gönnen. Für Lang-Mandel steht fest: „Wer gut mit Geld umgehen kann, schafft das auch weiterhin.“

- Anzeige -

Den letzten Großgewinn in Offenburg hatte es im Juni gegeben. Seinerzeit freute sich ein Eurojackpot-Tipper über 141.000 Euro aus der europäischen Lotterie, heißt es.

  • Lottogewinne verjähren jeweils drei Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem gespielt wurde. Wacker sagte weiter: „Nicht abgeholte Großgewinne haben im Südwesten Seltenheitswert.“ Das komme nur alle paar Jahre vor.

Mehr zum Thema

Weitere Artikel aus der Kategorie: Ortenau

Die 14 Jahre alte Janina aus Schwaibach ist an Mukoviszidose erkrankt. Ihre Eltern Markus und Sabine Braun und Bruder Domenik (17) gehen offen mit der Krankheit um und achten darauf, dass das Familienleben durch sie nicht zu sehr eingeschränkt wird.
vor 6 Stunden
Spendenaktion Leser helfen
Die Gengenbacher Familie Braun spricht offen über die Mukoviszidose-Erkrankung von Tochter Janina. Die 14-Jährige backt gerne und muss in ihrem Alltag darauf achten, dass sie genug Nahrung zu sich nimmt. Sie leidet an Diabetes.
In Offenburg soll der Aufbau des Zentralen Impfzentrums am Mittwoch starten.
vor 9 Stunden
Zentrales Impfzentrum in Offenburg
Am Mittwoch will die Feuerwehr Offenburg mit dem Aufbau des Zentralen Impfzentrums beginnen. Gesucht wird noch Personal, um bis zu 1500 Menschen pro Tag impfen zu können.
vor 10 Stunden
Aktuelle Werte für die Ortenau
Wie entwickeln sich die Corona-Infektionszahlen im Ortenaukreis? Unsere Übersicht gibt den aktuellen Stand mit Zahlen vom Land und den Kommunen.
vor 12 Stunden
Kein Wintersaison-Start
Eigentlich hätte der Europa-Park am 1. Dezember in die klassische Wintersaison starten sollen – doch wegen Corona muss vorerst alles stillstehen. 3500 Mitarbieter und damit fast die gesamte Belegschaft mussten zum Dezember in Kurzarbeit geschickt werden.
vor 15 Stunden
Interaktive Karte
Das „winterliche Offenburg“ gibt es in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie mit einem dezentralen Weihnachtsmarkt – das bedeutet längere Wege von einem Stand zum anderen. Unsere interaktive Karte zeigt auf einen Blick, wo Sie was in der Innenstadt finden.
vor 16 Stunden
Offenburg
Das Amtsgericht Offenburg hat zwei Sozialbetrüger zu Bewährungsstrafen verurteilt. Das Paar hatte monatelang Arbeitslosengeld bekommen, obwohl es zugleich mit einem nicht angemeldeten Gewerbe rund 100.000 Euro Einnahmen erzielte. 
vor 17 Stunden
#iloveortenau
Unsere neue Serie stellt Menschen aus der Ortenau vor – sechs Fragen, sechs Antworten. Diesmal: Der Rentner Raimund Kulick (66) wohnt im hessischen Haiger, hat aber einen engen Bezug zur Ortenau.
vor 19 Stunden
Ein Segen für die JVA
Jedes Jahr werden Häftlinge im Rahmen der Weihnhachtsamnestie entlassen. Die Mittelbadische Presse hat nachgefragt, wie viele Insassen die JVA Offenburg vorzeitig verlassen durften. 
vor 20 Stunden
Interview mit Hochschul-Professorin
Die Umsätze von Online-Shops in Deutschland kannten in den vergangenen Jahren nur eine Richtung: nach oben. Professorin Simone Braun von der Hochschule Offenburg erläutert im Interview, welche Chancen sie für regionale Einzelhändler in der Digitalisierung sieht.
vor 22 Stunden
Zusenhofen
94 Landwirte aus dem Südwesten ließen am Samstag in Zusenhofen in einer großen Gemeinschaftsaktion einen Adventskranz mit einem Durchmesser von 150 Metern aufleuchten. Was steckte hinter der Aktion?
Am 1. Dezember 1970 gründete Egon Ernst das Unternehmen Ernst Umformtechnik, inzwischen gibt es neben dem Stammsitz in Zusenhofen noch drei andere Standorte in Frankreich, den USA und China.
vor 23 Stunden
50 Jahre Ernst Umformtechnik
Am 1. Dezember 1970 wurde das Unternehmen Ernst Umformtechnik in Oberkirch Zusenhofen gegründet. Der Automobilzulieferer sieht sich für den Wandel der Branche gut gerüstet.
30.11.2020
Hohberg - Niederschopfheim
Auf der Verbindungsstraße zwischen Niederschopfheim und Ichenheim hat sich am Montagvormittag ein schwerer Unfall mit drei beteiligten Fahrzeugen ereignet. Mehrere Menschen wurden verletzt.