Mal leicht, mal dramatisch, mal träumerisch

Jugendsinfonieorchester präsentierte sein Jahreskonzert

Autor: 
Regina Heilig
Lesezeit 3 Minuten
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16. September 2019
Das etwa 70-köpfige Jugendsinfonieorchester hat am Sonntagabend sein Jahreskonzert in der Oberrheinhalle gegeben. Die Stücke waren dabei sehr verschieden.

Das etwa 70-köpfige Jugendsinfonieorchester hat am Sonntagabend sein Jahreskonzert in der Oberrheinhalle gegeben. Die Stücke waren dabei sehr verschieden. ©Ulrich Marx

Mit einem mehrere Jahrhunderte und viele Länder durchstreifenden Konzert begeisterte das Jugendsinfonieorchester der Stadt Offenburg am Sonntag in der Oberrheinhalle. Dabei standen vier Solisten besonders im Mittelpunkt.

Mit einem Auszug aus dem 1749 im Londoner Covent Garden uraufgeführten Oratorium »Salomon« von Georg Friedrich Händel machte das Jugendsinfonieorchester am Sonntag dem Anfang: »Die Ankunft der Königin von Saba«, barock und prächtig im vollen Klang des vielköpfigen Ensembles. Händels Zeitgenosse Antonio Vivaldi gibt in seinem Konzert für Fagott und Orchester a-Moll dem selten als Solo gehörten Holzblasinstrument die Hauptrolle. Vor allem beim zweiten Allegro überraschte Simon Krawczyk mit der Leichtigkeit, die dem Fagott mit seiner eher dunklen Grundfarbe zu entlocken ist. 

Fantasievoll und zeitweilig sehr dramatisch dann das »Morceau de Concert für Horn und Orchester« von Camille Saint-Saëns, bei dem Solistin Hannah Beck brillierte. Zu Lebzeiten weit berühmter als sein heute viel bekannterer Zeitgenosse Edvard Grieg, vertritt Johann Svendsen die norwegische Romantik. Ganz verhalten der Anfang, mit klagenden Naturtönen und sanftem Pizzicato, steigern sich zwei Teile aus der »Norwegischen Rhapsodie« zum vollen und mächtigen Klang im Finale. 

Da das Offenburger Jugendsinfonieorchester regelmäßig in Pietra Ligure gastiert, sind italienische Komponisten stets im Programm. Von Ottorino Respighi habe er »die Suite mit der größten Besetzung« ausgewählt, scherzte Orchesterleiter Rolf Schilli – schließlich kann sein Orchester wirklich mit einer großen Anzahl Musikerinnen und Musiker und natürlich auch Instrumentengruppen punkten. Die »alten Tänze und Arien« aus der Suite für großes Orchester Nr. 2 boten vielfältige Möglichkeiten, sich zu präsentieren, quasi kleine feine Mini-Soli und Duos, wie etwa das von Harfe und Klarinette. Sehr interessant war dabei auch der Klang des Glockenspiels. 

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Anspruchsvolle Passagen

Eine kleinere Besetzung begleitete nach der Pause den Gitarristen Michael Merlin bei mehreren Auszügen aus dem »Concerto pour Guitare« des brasilianischen Komponisten Heitor Villa-Lobos und umrahmte lange und anspruchsvolle Solo-Passagen. Auch der bekannte »Libertango« von Astor Piazolla stammt aus Südamerika und stellt einen Meilenstein auf dem Weg zum »Tango Nouvo« dar. Hier hatte Rolf Schilli zur Blasorchester-Besetzung die Streicherstimmen dazugeschrieben – und es klang so, als sei das Stück gerade für sie gemacht. 

Mit der zarten, träumerischen Romanze f-Moll von Antonin Dvorak, bei der Konzertmeisterin Amy Huber ein fantastisches Geigensolo ablieferte,  und der patriotischen Tondichtung »Finlandia« von Jean Sibelius endete das Konzert noch nicht ganz – zwei klangvolle Filmmusiken als Zugabe nach begeistertem Applaus krönten einen Abend voll Musik.

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