„Vision Demokratie – kreativ in Corona-Zeiten“
Dossier: 

Junge Theaterakademie Offenburg zeigt sieben Kurzfilme

Autor: 
Regina Heilig
Lesezeit 3 Minuten
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18. Juni 2021
Die Junge Theaterakademie zeigt sieben Kurzfilme; hintere Reihe (von links): David Walz, Walter Glunk, Zaid Ghasib, Paul Barone, Carmen Lötsch, Marco Fischer, Katerina Ankerhold; vordere Reihe (von links): Leja Ghané, Katharina Lux, Pío Espósito, Romea Makaro.

Die Junge Theaterakademie zeigt sieben Kurzfilme; hintere Reihe (von links): David Walz, Walter Glunk, Zaid Ghasib, Paul Barone, Carmen Lötsch, Marco Fischer, Katerina Ankerhold; vordere Reihe (von links): Leja Ghané, Katharina Lux, Pío Espósito, Romea Makaro. ©Regina Heilig

Unter dem Titel „Vision Demokratie – kreativ in Corona-Zeiten“ zeigt die Junge Theaterakademie Offenburg am Freitag, 25. Juni, sieben Kurzfilme. In einer Pressekonferenz gab es einen Vorgeschmack.

Im Rahmen eines moderierten Filmabends präsentiert die Junge Theaterakademie Offenburg unter dem Titel „Vision Demokratie – kreativ in Corona-Zeiten“ am Freitag, 25. Juni, um 17 und um 19.30 Uhr in der Reithalle sieben Kurzfilme, die unmittelbar vor oder während der Corona-Pandemie entstanden sind.

Projektträger des cineastischen Gesamtkunstwerks sind Stadt und Volkshochschule Offenburg. Sponsoren sind die Regionalstiftung der Sparkasse Offenburg Ortenau mit einer Summe von 12 500 Euro sowie die Offenburger Bürgerstiftung mit 1000 Euro.

Neben den bewährten Partnern Grimmelshausen-Gymnasium, Erich-Kästner-Realschule und Haus- und Landwirtschaftliche Schulen Offenburg waren die Georg-Monsch-Schule (Projektleitung Stephanie Scherer) und das Haus Fichtenhalde neu im Boot der Jungen Theaterakademie.

Herausforderungen muss man annehmen, sagte Paul Barone. „Wir zeigen hier neue Ideen, auf die man ohne die äußeren Einschränkungen durch die Corona-Maßnahmen gar nicht gekommen wäre“, freute sich der Leiter der Jungen Theaterakademie Offenburg in der Pressekonferenz am Donnerstag. „Wir wollten zeigen, dass man auch in Corona-Zeiten kreativ sein kann“, umschrieb Katharina Lux, 15 Jahre alt und Schülerin am Grimmelshausen-Gymnasium, ihre Motivation zur Mitarbeit an der „Corona-Doku“.

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Pädagogische Chance eröffnet

Ihre gleichaltrige Mitschülerin Leja Ghané stellte dar, wie Videos zu Hause gedreht wurden, welche die Regie dann zusammenführte. Regisseur Zaid Ghasib betonte, dass insbesondere die Eigenarbeit zu Hause „neben der künstlerischen auch eine pädagogische Chance eröffnet“ habe, da alle Beteiligten sich so auch mit den technischen Aspekten des Filmens auseinandersetzen mussten.

Grimmels-Schüler David Walz (16): „Ich kam durch das grenzüberschreitende Filmprojekt ‚Sexisme non‘ zum Filmen, aus dem sich dann die Idee entwickelte, das thematisch ähnlich gelagerte Projekt gegen Diskriminierung ‚Schule ohne Rassismus‘ anzugehen. Es war uns wichtig, dies professionell aufzuziehen, und unter diesem Aspekt ist es natürlich toll, an der Seite eines Profis wie Zaid mitarbeiten und lernen zu dürfen.“

Das Thema des Kurzfilms „Richard und Rosa“, in dem es um eine eigentlich unmögliche Liebe in der NS-Zeit geht, war ursprünglich für ein Theaterstück vorgesehen, wie Paul Barone verraten hat. Von Regisseur Zaid Ghasib in „eine magische Welt“ versetzt, wird der Bezug zur Gegenwart sichtbar. Denn: Auch wenn der politische Hintergrund und die Zwänge nicht vergleichbar seien, eröffne die „Erfahrung erzwungener Distanz“ durchaus Parallelen.

„Es ist wunderschön, wenn man spielen und darüber hinaus eigene Ideen einbringen darf“, schwärmte Romea Makaro (12) von der Erich-Kästner-Realschule von der Mitarbeit an „Zeitreise Corona“, während ihr Mitschüler Pío Espósito darauf bestand, „nicht jetzt schon zu viel vom Inhalt zu verraten!“. Nur so viel: „Es geht um das, was uns wichtig ist und durch eine schwere Zeit hilft.“

Info

Weitere Stimmen

„Das Thema Demokratie gehört zu den ureigenen Feldern der Volkshochschulen seit ihrer Gründung“, erklärte Walter Glunk das Engagement der VHS Offenburg, und Kulturamtsleiterin Carmen Lötsch bezeichnete das Projekt „als eine Möglichkeit, auf dem Weg zur Freiheitsstadt Offenburg die jungen Leute mitzunehmen“. Auch die neue Leiterin des „Salmen“, Katerina Ankerhold, sieht Raum, den Kurzfilmen der Jungen Theaterakademie in der Erinnerungsstätte künftig einen Anknüpfungspunkt zu bieten. „Dieses Projekt ist ein lebendiger Beitrag zur Freiheitsstadt Offenburg und ein nachhaltiger Baustein der demokratischen Bildung“, begründete Marco Fischer von der Regionalstiftung der Sparkasse Offenburg Ortenau den großzügigen Förderbetrag.

Info

Eintritt ist frei

Der Eintritt ist frei. Die voraussichtliche Kapazität pro Vorstellung ist auf 130 Plätze begrenzt. Es wird deshalb dringend geraten, sich unter info@junge-theaterakademie-offenburg.de anzumelden. Es gilt die Regel „geimpft, getestet oder genesen“ für den Einlass. Akzeptiert werden auch Tests einer Offenburger Schule, die nicht mehr als 60 Stunden zurückliegen.

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