Offenburg

Baumhaus eingeweiht: Käfersberg hat neue Attraktion

Volker Gegg
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16. Juli 2018

Das Baumhaus mit der etwas anderen Optik wurde am Freitag auf dem Gelände des Landschulheims Käfersberg in Ortenberg eingeweiht. ©Ulrich Marx

Das als Schutzhütte dienende Baumhaus auf dem Gelände des Landschulheims Käfersberg wurde am Freitag offiziell eingeweiht. Das Offenburger Architekturbüro Partner AG initiierte und realisierte das außergewöhnliche Bauvorhaben, in das am Ende über 70 000 Euro investiert wurden. 

»Wir hatten am Anfang keine Ahnung, wie sehr uns das auf die Füße fallen wird«, startete Michael Stoz, Architekt und Geschäftsführer des Offenburger Architekturbüros Parner AG, am Freitagnachmittag auf dem Gelände des Landschulheims Käfersberg vor rund 80 geladenen Gästen seine Einweihungsrede. Die Idee, die aus einem Schülerwettbewerb stammte, konnte nun sechs Jahre nach dem Wettbewerb seiner Bestimmung übergeben werden. Die damalige Ortenberger Abiturientin Lisa Axmann gewann mit ihrem Entwurf »Lampion« den Wettbewerb zur Gestaltung eines Baumhauses. »Und der Zufall will es, dass Lisa heute nicht mit dabei sein kann, weil sie in Konstanz ihre Bachelor-Arbeit für ihr Achitektur-Studium abgeben muss«, informierte Stoz weiter. 

Ein besonderes Ei

Wie das Cockpit einer Boing hängt das Gebilde am Spielhang des Geländes. »Es ist ein besonderes Ei geworden«, findet Ortenbergs Bürgermeister Markus Vollmer. Auch Offenburgs Kultur- und Finanzbürgermeister Hans-Peter Kopp gefällt das neue Bauwerk, das zukünftig den Kindern und Nutzern des Landschulheims zur Verfügung steht. »Rund 3000 Kinder aus Offenburg und den Stadtteilen sind es wohl jährlich«, rechnet Kopp vor. 
90 Einsendungen von Schülern sämtlicher Offenburger Gymnasien hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt und mussten von einer Fachjury ausgewertet werden. Im Mai  2012 wurde die Gewinnerin gekürt. »Rund 25 000 Euro haben wir für dieses Projekt als Spende eingeplant, allerdings war uns sehr schnell klar, das dies nicht ausreichen wird«, sagte Stoz. 
2013 wurde der Bauantrag eingereicht, nachdem klar wurde, dass auch die Stadt Offenburg die Verwirklichung des Projekts finanziell unterstützt. Eine Schutzhütte auf einem stählernen Tragpfeiler ist daraus geworden. »Wir hatten beim Bau viele Hürden zu meistern«, verriet Stoz. 

Zeitaufwendig

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Nicht nur die Suche nach Handwerkern, die im Zuge des Baubooms zu begeistern waren, sehr kostengünstig anzupacken, war für das Planungsbüro eine zeitintensive Herausforderung. Auch der ganze Planungs- und Genehmigungsprozess kostete Zeit und weitere Finanzmittel. Ohne Planungskosten blieben somit unter dem Strich 70 000 Euro an reinen Baukosten, das Architekturbüro selbst engagierte sich darüber hinaus mit rund 40 000 Euro an selbsterbrachten Leistungen. 15 000 Euro stiftete die St.-Andreas-Bürgerstiftung für das Bauprojekt. Armin Fink und Gertrud Adam überbrachten am Freitag persönlich die Spende. 

Eine Herzenssache

»Das Landschulheim Käfersberg liegt den Offenburgern am Herzen. Bereits beim Neubau engagierte sich unsere Bürgerstiftung«, erinnerte sich Fink. Mit 25 000 Euro förderte die Regionalstiftung der Sparkasse Offenburg/Ortenau das Projekt, wie Vorstandsvorsitzender Helmut Becker bei der Übergabe erklärte. 
Ganz fertig ist die außergewöhnlichste Schutzhütte Offenburgs allerdings noch nicht, der Zugang mittels eines Stegs wird erst in einigen Tagen montiert. Zur Einweihung reichte eine Leiter, die von den Schülern der Eichendorff-Schule gesichert wurde, die das Landschulheim derzeit nutzen. 

Die Gurt-Sicherung übernahm die Offenburger Sektion des Deutschen Alpenvereins. 
Vorbeigeschaut bei der Einweihung des Baumhauses hat übrigens auch der ehemalige Offenburger Sportler Thomy Vogt. Seit seiner Pensionierung wohnt der ehemalige Pädagoge und langjährige Moderator der Sportler-Gala in seinem Geburtsort Pfullendorf am Bodensee. Aktiv hat sich Vogt damals für den Neubau des Landschulheims eingesetzt. »Da haben viele Offenburger eine Menge Erinnerungen dran, denn die meisten waren irgendwann einmal mit ihrer Schulklasse hier und hatten gerade dort am Hang ihren Spaß.« 

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