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Interview: Kandidat-O-Mat erstmals bei OB-Wahl in Offenburg

Autor: 
tobias siegwart
Lesezeit 2 Minuten
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17. Juni 2018
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©Landeszentrale

Analog zum bekannten »Wahl-O-Mat« wird es zur OB-Wahl in Offenburg erstmals einen »Kandidat-O-Mat« geben. Eine Jugendredaktion soll dafür in einem Workshop 30 Fragen und Thesen entwickeln. Michael Wehner der Landeszentrale für politische Bildung erklärt, was er sich von dem Pilotprojekt bei der OB-Wahl erhofft.

Eigentlich sollte bei der OB-Wahl in Freiburg der Kandidat-O-Mat ja schon zum Einsatz kommen – wieso hat es nicht geklappt?

Michael Wehner: Wir hatten in Freiburg die besondere Situation, dass der Amtsinhaber Dieter Salomon den Kandidat-O-Mat verweigert hat. Ich glaube, dass das mit ein Grund für seine Wahlniederlage ist, denn viele jugendliche Wähler und Wählerinnen haben nicht wertgeschätzt, dass sich ein Amtsinhaber nicht dem Kandidat-O-Mat und den Fragen stellt.

Was ist, wenn einer der Kandidaten in Offenburg sagt „Das ist mir zu blöd, damit kann ich nichts anfangen“? Fällt das Internet-Tool dann flach?

Wehner: Edith Schreiner wird ja nicht noch einmal in Offenburg antreten und daher glaube ich, dass die Wahrscheinlichkeit gering sein wird, dass ein Kandidat sich diese „Blöße“ gibt, und sich nicht am Kandidat-O-Mat beteiligt.

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Soll es den Kandidat-O-Mat in Zukunft auch für weitere Bürgermeisterwahlen in Baden-Württemberg geben?

Wehner: Das ist der Plan. Wir wollen den Kandidat-O-Mat bei Oberbürgermeisterwahlen in Städten anbieten, die im Idealfall mehr als 50.000 Einwohner haben.

Warum haben Sie sich für das Pilotprojekt Offenburg rausgesucht?

Wehner: Wir haben uns für Offenburg entschieden, weil es eine interessante Stadt mit einem neuen Oberbürgermeisterkandidatenfeld ist. Wir haben einen tollen Medienpartner mit dem Offenburger Tageblatt und Hitradio Ohr, der die Möglichkeit hat viele Wähler und Wählerinnen anzusprechen.

Hintergrund

Jugendredaktion gesucht: Bewerbt euch!

Für die Jugendredaktion sucht die Landeszentrale und das Offenburger Tageblatt nun junge Leute, die beim Gestalten des »Kandidat-O-Mat« mitwirken wollen. Auch die Leser werden sich mit Fragen einbringen können.

SO GEHT’S: Interessierte können sich bis zum 8. Juli unter www.lpb-freiburg.de/kandidatomat.html bewerben.

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