Seniorchef von J. Schneider Elektrotechnik

Karl Schneider feiert seinen 85. Geburtstag

Autor: 
Regina Heilig
Lesezeit 3 Minuten
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21. Oktober 2019

Seniorchef Karl Schneider feiert heute seinen 85. Geburtstag. ©Regina Heilig

Immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu sein und Neues zu wagen, war im Arbeitsleben seine Passion: Karl Schneider, Seniorchef von J. Schneider Elektrotechnik, wird am Montag 85 Jahre alt.

Am Montag feiert Karl Schneider, Seniorchef der J. Schneider Elektrotechnik GmbH, seinen 85. Geburtstag. Karl Schneider verkörpert genau den Typus, der Westdeutschland in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wirtschaftlich auf den Weg und technologisch an die Spitze brachte: Ein Unternehmer, der „jeden Tag durch den Betrieb ging“ und „alle beim Namen kannte“, gleichzeitig immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung war und auch im Marketing früh neue Weg beschritt.  

„Mein Vater war ein gestandener Handwerksmeister“, erinnert sich der Jubilar, der schon als kleiner Bub praktisch „in der Werkstatt aufwuchs“ – so wie viele Jahre später seine eigene Tochter Bettina. Auf den Abschluss in der Knabenschule folgte folgerichtig eine Lehre im väterlichen Betrieb, der 1947 aus der Badstraße auf das Grundstück an der Helmholtzstraße zog, wo sich die Zentrale heute noch befindet. Dort wurden Elektromotoren, vorwiegend für Handwerksunternehmen, repariert. 
Nach der erfolgreichen Lehre folgte das Studium an der Fachhochschule Karlsruhe. Und obwohl für ihn immer feststand, dass er letztlich in den Offenburger Betrieb zurückkehren würde, lockte den 1957 frisch gebackenen Diplom-Ingenieur erst einmal die Fremde. Karl Schneider wollte in eine Entwicklungsabteilung für Gleichstrom-Übertragungsanlagen bei ABB in Schweden. Seine Verlobte Rosemarie Föll, die er 1960 heiraten sollte, „wäre mitgegangen“, erzählt der Jubilar. Es sollte dennoch anders kommen: Auf Bitten der Familie kam Karl Schneider gleich in den Familienbetrieb (den er 1972 ganz übernehmen sollte) und baute intern ein Ingenieurbüro auf, das für Kunden in ganz Südbaden Transformatorenstationen entwarf. Parallel baute er die Fertigung von Transformatoren auf –  bis heute neben Reparaturen, USV-Anlagen und Geräten für Hochspannungstechnik der größte Unternehmensbereich.

Hoch qualifiziert

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Karl Schneider war mit Leib und Seele innovativ, stieß viele Neuentwicklungen an und scharte ein Team um sich, das bereit war, mit ihm zusammen „an neue Dinge heranzugehen“. Viele hoch qualifizierte Mitarbeiter waren „Eigengewächse“, die etwa nach der Lehre studierten und danach gern zu J. Schneider Elektrotechnik zurückkamen. 

Karl Scheider war nicht nur selbst stets am Puls der Zeit, wie etwa bei der Technik für alternative Energien, er legte daneben immer Wert darauf, dass auch seine Kunden „aus dem Hightech-Bereich“ kamen. Besonders freut ihn, dass unter der Ägide seiner Tochter Bettina Schneider, die die Geschäfte zusammen mit Rolf Anti führt, dieser Anspruch genau wie die Zahl der Mitarbeiter sogar noch ausgebaut wurde. Das Unternehmen hat inzwischen etwa 370 Mitarbeiter. Bei alledem beneidet Karl Scheider die jüngere Generation nicht, da er befürchtet: „Es werden harte Zeiten kommen!“

Auch den Vertrieb stellte J. Schneider Elektrotechnik früh auf moderne Beine: „Wir waren in den 1970er-Jahren einer der ersten kleineren Betriebe, die schon auf den großen und wichtigen Messen, wie etwa der Hannover-Messe, präsent waren“, erzählt Schneider.

In seiner knapp bemessenen Freizeit pflegte Karl Schneider, der als junger Mann im Fußball und in der Leichtathletik aktiv war, zusammen mit seiner Frau den Segel- und den Tanzsport im Club „Schwarz-Weiß“. 
Ein wertvoller Ausgleich ist ihm seit 25 Jahren die „Schlaraffia“, wo sich die unterschiedlichsten Menschen treffen, durch „Freundschaft, Kunst und Humor“ verbunden. Karl Schneider weiß schon jetzt, welche „Fechsung“ er bei der nächsten „Sippung“ vortragen wird: Es geht um Friedrich August Haselwander, den Offenburger Erfinder einer Drehstrom-Synchronmaschine.
 

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