Kirchenchor Weingarten/Herz-Jesu pausiert

Keine Proben, aber gemeinsam mitsingen

Autor: 
Regina Heilig
Lesezeit 2 Minuten
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28. März 2020

Kaplan Lukas Biermayer hat die Sänger des Kirchenchors Weingarten/Herz-Jesu bei ihrem Chorwochenende Anfang März besucht. Das war der vorläufige Abschluss der Probenarbeit. ©Barbara Puppe

Statt mehrmals die Woche fleißig zu proben, pausieren die Sänger des Kirchenchors Weingarten/Herz-Jesu seit Anfang März. Am Samstag, 28. März, wollen sie aber gemeinsam mitsingen – beim „Queerbeetsingen“.

Genau wie die Wochen vor Weihnachten ist die Osterzeit in „normalen“ Jahren für den Kirchenchor Weingarten/Herz-Jesu eine arbeitsreiche Zeit: Nicht nur die musikalische Begleitung der Ostermesse gilt es einzuüben, es stehen im Mai und im Juni auch das Patrozinium von Weingarten und das Titularfest von Herz-Jesu an. Und das bedeutet: Proben, Proben und nochmals Proben. Bei der Chorversammlung vor wenigen Wochen hatte Chorleiter Konrad May noch Pläne geschmiedet und für Ostern ein „musikalisches Experiment“ angekündigt: „Keine lateinische Messe, sondern Vivaldi!“ 

Neues einstudieren

Traditionell gehört das „Chorwochenende“ auf dem 1493 Meter hohen Gipfel des Feldbergs alle paar Jahre zu den Glanzpunkten im chor-internen Jahreslauf. Hier trafen sich die Sänger aus Fessenbach, Rammersweier und Zell-Weierbach regelmäßig im Bildungshaus Feldberg-Falkau, um ihre Stimmen zu bilden, neue Chorliteratur einzustudieren, die wichtigen Termine im Kirchenjahr vorzubereiten und natürlich auch die Geselligkeit zu pflegen. 

Nachdem das als Familienferienanlage ausgebaute Bildungshaus in den vergangenen Jahren umfassend renoviert worden ist, war es Anfang März wieder so weit: Zwischen Freitag und Sonntag probte der im Jahr 2007 aus den Chören der Nachbarpfarreien Weingarten und Herz-Jesu fusionierte Kirchenchor das „Magnificat“ von Antonio Vivaldi (RV 610).

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Mit dem Saxofon

Das vierstimmige Werk ist umfangreich – ist doch Antonio Vivaldi unter anderem für ein „Gloria“ bekannt, das so lange dauert, dass es praktisch nie in einer Messe vollständig gesungen werden kann, sondern höchstens im Konzertsaal als Ganzes zur Aufführung kommt. Neben den Proben stand auch freies Singen auf dem Falkau-Programm, und am Samstag des Chorwochenendes besuchte Präses Kaplan Lukas Biermayer „seinen“ Chor zu einem Gottesdienst und gemeinsamen Singen, das der begabte Musiker sogar mit seinem Saxofon begleitete.

Es waren so fröhliche wie arbeitsame Tage – und ohne, dass man es wusste, ein vorläufiger Abschluss des Chorjahres. Unmittelbar nach Falkau, und noch vor den entsprechenden Verfügungen der Stadtverwaltung, wurde wegen der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus von Chorleitung und Pfarrei einvernehmlich das Ruhen der Probenarbeit beschlossen.

Stattdessen rief nunmehr Kristina Busam vom Vorstandsteam alle Sänger per E-Mail dazu auf, sich am Samstag, 28. März, am gemeinsamen „Querbeetsingen“ zu beteiligen – als „kleiner Klangfunke in dieser Zeit“.

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