Schulprojekt

Kinder erlebten die Faszination Reben

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 2 Minuten
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19. Oktober 2021
Wie ein Vollernter in den Reben funktioniert, haben Zell-Weierbacher Grundschüler anschaulich bei einem Besuch im Weinberg erfahren.

Wie ein Vollernter in den Reben funktioniert, haben Zell-Weierbacher Grundschüler anschaulich bei einem Besuch im Weinberg erfahren. ©Christoph Breithaupt

An der Zell-Weierbacher Weinbergschule gehört im Fach Sachkunde ein Unterrichtsgang vor Ort zum Lehrplan. Die Klasse 3a hat viel zum Thema „Mein Heimatort“ selbst erfahren und gelernt.

Als eine der ersten Aktionen im neuen Schuljahr hat die Klasse 3a der Weingartenschule Zell-Weierbach im Sachunterricht einen „Unterrichtsgang“ absolviert. Lehrerin Sonja Kalt suchte mit ihrer 19 Köpfe zählenden Klasse, allesamt formvollendet ausgestattet mit Handschuhen, Rebscheren und Eimern, nach kurzer Wegstrecke von der Schule aus die Fessenbacher Reben auf.

Unterwegs standen Aspekte auf der Agenda, die sich mit dem Thema „Mein Heimatort“ befassten. „Das Bemühen zielt darauf ab, den Kindern zum einen theoretisch Themen und Inhalte rund um Zell-Weierbachs Ortshistorie näherzubringen. Das verbinden wir mit etwas praktischer Aktivität in den Reben“, schilderte Sonja Kalt.

Wiederholungen geplant

Die „Unterrichtsgänge“ sind sich wiederholende Aktionen während des Schuljahrs, um theoretische und praktische Lerninhalte nahtlos miteinander zu verknüpfen – was nicht zwangsläufig nur immer auf dem Schulgelände vonstatten gehen muss.

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In den Reben angekommen, wurden neben einigen grundlegenden Regeln zum Ablauf das weitere Vorgehen besprochen. Die kommenden 45 Minuten verbrachte das Klassen-Kollektiv, nur unterbrochen von kleinen Pausen zur Stärkung, beim emsigen Lesen von Ruländer-Trauben. Die Drittklässler legten dabei ein durchaus beeindruckendes Tempo vor. Sonja Kalt, familiär bedingt durchaus erfahren beim Thema Traubenlese, staunte nicht schlecht: „Das war schon ganz ordentlich. Es hat den Kids offenbar einigen Spaß bereitet.“

Kein Wunder, dass sich die mitgebrachten Eimer in zeitlich schneller Abfolge mit Trauben füllten. Gewerkelt wurde gleichzeitig schnell, gründlich und aufmerksam, schließlich sollten Verletzungen in jedem Fall vermieden werden.

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, wie auch die anderen zeitgleich in den Reben aktiven Helfer gerne bestätigten. Im weiteren Verlauf konnten sich Schülerinnen und Schüler noch ein Bild davon machen, wie ein Vollernter bei der Traubenlese zum Einsatz kommt und dazu einige Details erfahren. Im Anschluss wurde der Rückweg angetreten, der jedoch nicht direkt wieder zur Schule weisen sollte.

Vielmehr wurde ein Abstecher zur Winzergenossenschaft unternommen, wo Verkäufer Ralf Kusterer die Klasse bereits erwartete. Von ihm erfuhren die Gäste einiges Wissenswertes, was den Weg „von der Traube zum Saft“ bedeutet. Im Anschluss an die theoretischen Ausführungen, die mit dem Beantworten von Fragen einhergingen, konnten die Kinder noch die eine oder andere Probe Traubensaft kosten, was den gelungenen Unterrichtsgang abrundete.

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