Buntes Fest und Märchenaufführung

Kindergarten Maternisgrund feierte 20-jähriges Bestehen

Lesezeit 3 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
28. Mai 2019

Beim Jubiläumsfest des Kindergartens Maternisgrund wurde das Märchen der Froschkönig vorgeführt. ©Kirsten Pieper

Mit einem bunten Fest hat der freie Waldorfkindergarten Maternisgrund mit den Kindern, Geschwistern, Eltern, Verwandten, Nachbarn, Ehemaligen, Weggefährten und Besuchern seinen 20. Geburtstag gefeiert. Dabei zeigten die Verantwortlichen, was ihnen wichtig ist: den Kindern Mut, Tatkraft und Unabhängigkeit fürs Leben zu vermitteln.  

Der Garten des Kindergartens Maternisgrund war am Samstag erfüllt von fröhlichem Leben, von glücklichen Kinderstimmen, von Freude über das Jubiläumsfest, von Dankbarkeit über das Erreichte, aber auch beseelt von weiterer Schaffenskraft für das, was zukünftig ansteht. Mit der Aufführung des Märchens vom Froschkönig oder dem Eisernen Heinrich begrüßte Kindergartengründerin Bernadette Tampe die Besucher. Gemeinsam mit den Kindergärtnerinnen und den Kindern führte sie das Märchen der Brüder Grimm auf, das aber, wie es Bernadette Tampe zur Begrüßung in der Rolle von Heinrich in Reimen erläuterte, eine etwas andere Kunde als im Original haben würde. Der Frosch wurde von der Königstochter nicht abgewiesen und an die Wand geworfen, sondern so angenommen, wie er war.

Und genau das ist einer der pädagogischen Leitsätze, die Bernadette Tampe und dem Kindergartenteam wichtig sind: Die Kinder in ihrem Wesenskern anzunehmen, ihnen Kraft, Selbstvertrauen und Mut zu vermitteln für ihr künftiges Leben, sie zu selbstständigen und unabhängigen Persönlichkeiten heranwachsen zu lassen, das Leben als Einheit und ewigen Kreislauf kennenzulernen und Verantwortungsbewusstsein für die Natur zu übernehmen. 

Wohlfühlatmosphäre

Gegründet wurde der Kindergarten Maternisgrund im April 1999 als gemeinnütziger Verein in freier Trägerschaft, der nach der Waldorfpädagogik ausgerichtet ist. 
Bernadette und Martin Tampe, die zuvor mit ihren drei Kindern in Madagaskar lebten, und dort in ihrem Haus einen Kindergarten hatten, bauten in Ebersweier das Haus in der Schwarzwaldstraße, um dort in wohliger Familien­atmosphäre wieder einen Ort für einen Kindergarten zu schaffen. 

- Anzeige -

Heute, 20 Jahre später, ist Tochter Raphaela in die Fußstapfen der Mutter getreten und arbeitet im Kindergarten Maternisgrund als Kindergärtnerin. Viele Wegbegleiter, Gründungsmitglieder der ersten Stunde, Freunde, Nachbarn und Familien waren am Samstag zum Jubiläumsfest gekommen, und es gab an vielen Stellen ein großes Wiedersehen und Rückbesinnung zu den Wurzeln hin.

Auch Claudia Sauer, die als erste Mutter ihren Sohn und danach ihre anderen drei Kinder im Maternisgrund angemeldet hatte, war dabei. Seit 20 Jahren begleitet sie die Entwicklung des Kindergartens und ist seit Kurzem selbst im Vorstand. »Besonders beeindruckt hat mich vom ersten Tag an die Zugewandtheit zum Kind«, sagt sie, »die enorme Hülle, die die Kinder kriegen, egal wie sie sind.«

Ortsvorsteher Horst Zentner und Bürgermeister Andreas König mit Töchterchen Franziska waren beim Jubiläum vor Ort und König fand lobende Wort: »Es ist eine großartige Sache, dass Sie den Kindergarten als Verein aufrechterhalten bei allen Herausforderungen. Die Gemeinde wird sie weiterhin positiv begleiten.«

Mit einem bunten Mitmachprogramm für die Kinder wie Tauziehen, Brezelschnappen, vielen Bastelangeboten, Kaffee, Saft und Kuchen sowie einem Puppenspiel für die ganz Kleinen erlebten alle Besucher und Beteiligten einen wunderschönen Nachmittag im Schatten der Bäume im idyllischen Garten des Kindergartens Maternisgrund.

Info

Kindergarten Maternisgrund

Gut 20 Kinder ab drei Jahre besuchen den Kindergarten Materinsgrund. Die Öffnungszeiten sind von 8 bis 13.30 Uhr, pädagogisches Programm ist von 8 bis 12 Uhr. Träger ist der Verein zum Betrieb des Kindergartens in freier Trägerschaft Maternisgrund. Kontakt: 
• 0781/9483156.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Offenburg

vor 47 Minuten
Der Schutterwälder an sich
„Bahn frei Kartoffelbrei!“: In seiner Glosse erzählt der Schutterwälder an sich von seinen Kindheitserinnerungen und was er als junger Bub in kälteren Wintern so alles im Schnee angestellt hat.
vor 3 Stunden
Cineasten entdecken Logikfehler
Diese Woche flüstert OT-Lokalchef Christian Wagner über den ausgeprägten Rosamunde-Pilcher-Faktor des Offenburger Neujahrsfilms, Ähnlichkeiten zwischen der Stadt und dem DFB, ein Gebäude, das heute sicher nicht mehr abgerissen werden würde, und einen Weihnachtsbaum, der Karriere machen könnte.
vor 6 Stunden
Jubilar
Sein großes Hobby ist das Werkeln im Garten: Hugo Gießler aus Zunsweier wird am Samstag 85 Jahre alt. Der Jubilar ist geistig und körperlich noch bewunderswert fit.
vor 9 Stunden
Närrische Leckerei zum Selbermachen
Die Althistorische Narrenzunft wartet trotz der Pandemie mit einigen Aktivitäten auf, unter anderem können Narren Zutaten für fünf Liter Original-Bohnesupp zum Selbermachen erwerben.
vor 11 Stunden
Werk Unterharmersbach
Der Unterharmersbacher Automobilzulieferer hat betriebliche Anläufe optimiert und neue Technologien eingebaut. Geschäftsführer Landgrebe hat AAM verlassen, die Werksleitung liegt bei Tobias Roser.
Gepackt: Medienpakete in der Bibliothek.
vor 11 Stunden
Neue Möglichkeit
Seit einigen Wochen bietet die Stadtbibliothek einen Lieferservice an. Dieser wird nun um die Möglichkeit erweitert, Bücher, Filme oder Noten auch wieder persönlich auf Vorbestellung mitzunehmen.
Die Bürgergemeinschaft Uffhofen wusste zwar, dass Bäume für die Neugestaltung der Gifiz-Halbinsel gefällt würden. Doch war eigentlich im Vorfeld ein Vor-Ort-Termin mit der Verwaltung vorgesehen, der nun ausgefallen ist – sehr zum Ärger des Vorsitzenden der Bürgergemeinschaft.
vor 19 Stunden
Kritik an fehlender Kommunikation
Auf der Gifiz-Halbinsel sind 21 Bäume gefällt worden – und Robert Schulz von der Bürgergemeinschaft ist verärgert. Er beklagt eine fehlende Kommunikation vonseiten der Stadt Offenburg.
An diesem Fenster können die Kunden ihre Bestellungen bei der Buchhandlung Roth abholen.
vor 20 Stunden
Offenburger Händler berichten
Auch in Offenburg sind viele Einzelhändler froh, dass sie durch „Click and Collect“ eine zusätzliche Option haben, ihre Waren zu verkaufen. Allerdings wird sie unterschiedlich stark in Anspruch genommen.
Mit gelben und schwarzen Plakaten in den Schaufenstern beteiligt sich das Modehaus Zinser an der bundesweiten Aktion „Wir machen auf – merksam“.
vor 20 Stunden
Filialgeschäftsführer berichtet
Das Modehaus Zinser legt die Karten auf den Tisch: Der Einzelhändler rechnet in seinen acht Filialen, darunter Offenburg, mit Umsatzverlusten von 35 Millionen Euro bis Ende des Geschäftsjahres.
vor 20 Stunden
Neuried
Serie Ortsgespräche (78): Christian Messerschmidt, Leiter des Neurieder Jugendzentrums, über ein hartes Jahr für die Jugendlichen – und wie sie es mit Bravour meisterten.
vor 22 Stunden
Offenburg
Die Wärmestube in Offenburg ist ein Ort für Menschen in Not. Seit der Pandemie dürfen die Räume nicht betreten werden. Die Verpflegung und Betreuung muss derzeit im Freien stattfinden.
vor 23 Stunden
In allen Einrichtungen
Für Kita- und Schulkinder der Klassen eins bis sieben gibt es in Offenburg wie bereits beim ersten Lockdown eine Notbetreuung. Die Stadtverwaltung informiert über die Details.