Offenburg

»Kinzigvorstadt Süd« offiziell eingeweiht

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 3 Minuten
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15. Mai 2017

Posieren mit Oberbürgermeisterin Edith Schreiner: Die Bewohner der »Kinzigvorstadt Süd« freuten sich über die offizielle Einweihung des Quartiers am Mühlbach. ©Volker Gegg

Am Tag der Städtebauförderung wurde offiziell am Samstag die »Kinzigvorstadt Süd« eingeweiht. Die Fischerstraße samt neuem Spielplatz bilden den Mittelpunkt des Quartiers. Die Stadt und die Stadtbau konzentrieren sich nun auf die Fertigstellung des nördlichen Bereichs der Kinzigvorstadt.

»Ja, wir fühlen uns hier wohl. Hier leben alle Bevölkerungsschichten«, sagte Thomas Marwein, Landtagsabgeordneter der Grünen, der seit einigen Jahren mit seiner Familie im südlichen Mühlbachareal zu Hause ist. Für ihn war es am Samstag Ehrensache, bei der offiziellen Übergabe des sanierten Wohngebiets »Kinzigvorstadt Süd« zusammen mit Vertretern der Stadt, Stadträten und Bewohnern dabei zu sein. 

Nach achtmonatiger Bauzeit wurde am Tag der Städte­bauförderung das südliche Mühlbachareal, die »Kinzigvorstadt Süd«, offiziell eingeweiht. »Wir können stolz darauf sein, was hier geleistet wurde«, erklärte OB Edith Schreiner in ihrer Rede. »Es ist uns gelungen ein Wohnquartier zu schaffen mit einem vielfältigen Angebot, von der Eigentumswohnung bis hin zur bezahlbaren Mietwohnung.« 

Federführend für die Verwirklichung zeigte sich laut Schreiner die Stadtbau Offenburg unter der Leitung von Geschäftsführer Rainer Lindenmeier. Allein 300 000 Euro wurden in die Sanierung der Fischerstraße investiert, weitere 96 000 Euro in den neuen barrierefreien Spielplatz. »250 000 Euro Förderung erhielten wir als Zuschuss vom Land«, erläuterte die OB. Der obere Teil des auf einem Hügel platzierten Spielgeländes sei von einem privaten Bauträger erstellt worden und laut Schreiner ebenfalls für alle frei zugänglich. 

Nachhaltig saniert

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Nachhaltig sanierte Wohnquartiere, wie im vergangenen Jahr die Nordweststadt und in diesem Jahr das Mühlbachareal, stellen laut Schreiner städtebauliche Vorzeige-projekte dar, die im Rahmen des Tags der Städtebauförderung gewürdigt werden. Nach der Fertigstellung der nördlichen Seite des Mühlbachareals wird laut Schreiner ab 2019 das Schlachthof-Areal angegangen. 

»Hier im Quartier wurden die Anwohner von Anfang an in den Sanierungsprozess einbezogen«, sagte Schreiner. Als verkehrsberuhigte Zone wird das Areal rund um den neuen Spielplatz in den kommenden Tagen ausgewiesen, der restliche Teil des fertiggestellten Wohngebiets als 30er-Zone. »Wir haben uns hier immer wohlgefühlt und hier ist auch der Geburtsort unserer Firma«, erklärte Meinrad Müller, Seniorchef von Fahrzeugbau Müller in der Heinrich-Hertz Straße. »Wo jetzt der Spielplatz steht, hatten wir bis 1966 nicht nur unser Wohnhaus, sondern in einem ehemaligen Wagenschuppen auch unsere Werkstatt«, erinnerte sich Müller beim Blick auf die historischen Fotografien auf den Ausstellungswänden. 

Familie Spitzmüller wohnt seit Anfang des 20. Jahrhunderts im heute denkmalgeschützten Anwesen direkt neben dem Spielplatz. Im Keller des Hauses sind noch Fischtröge der Vorbesitzer aus Sandstein vorhanden, ein Beweis dafür, dass in der Fischerstraße einst wirklich Fischer beheimatet waren. 

Führung übers Areal

Die Anwesenden erinnerten sich am Samstag an alte Zeiten zurück und tauschten so manche lustige Anekdote aus, bevor Stadtbau-Geschäftsführer Rainer Lindenmeier mit mehr als 20 Interessierten einen Rundgang über das südliche und nördliche Mühlbachareal startete. 

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