Filmprojekt

Klimaschutz anschaulich erklärt

Autor: 
Louisa Oertel
Lesezeit 3 Minuten
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19. Mai 2018

Über die Zusammenarbeit freuen sich (von links): Anke Held (Badenova Innovationsfonds & Ökologiemanagement), Heiner Behring (Hochschule Offenburg), Jens Pfafferott (Hochschule Offenburg), Andreas Kollefrath und Hans-Jürgen Schneble (beide Stadt Offenburg). ©Ulrich Marx

Klimafreundlich, nachhaltig und innovativ: Im Rahmen des Projekts »AnubI« entwickelt die Hochschule Offenburg gemeinsam mit der Stadt Erklärfilme zur Förderung energieeffizienten Verhaltens in öffentlichen Gebäuden. Am Donnerstag fand der Projektstart und das erste Briefing der Studenten statt. 
 

»Klimaschutz ist ein aktuelles und wichtiges Thema«, betonte Andreas Kollefrath, Leiter des städtischen Fachbereichs Hochbau, Grünflächen und Umweltschutz. Immer wieder sei bei ihm die Beschwerde aus der Bevölkerung eingetroffen, in Gebäuden sei es im Winter zu kalt, im Sommer zu warm. »Das Problem liegt am Nutzerverhalten«, erklärte Kollefrath. Schon oft sei durch Infoveranstaltungen auf ein energieeffizientes Verhalten in Gebäuden hingewiesen und Fragen zur richtigen Lüftung und Handhabung von Heizungen beantwortet worden, doch mit »verhaltenem Erfolg«, so der Fachbereichsleiter. 
Gemeinsam mit Hans-Jürgen Schneble, bei der Stadt zuständig für strategisches Energiemanagement, Professor Heiner Behring von der Fakultät für Medien und Informationswesen und Professor Jens Pfafferott von der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik der Hochschule Offenburg, verkündete Kollefrath am vergangenen Donnerstag den Projektstart von »AnubI«: »Audio-visuelle nutzerorientierte Gebäude-Information zur individuellen Bedienung der Gebäudetechnik und zum energieeffizienten und komfortablen Nutzerverhalten am Arbeitsplatz«, so der Name des Projekts. 
 

Interdisziplinäre Arbeit

Hinter dem Projekt stecke eine »tadellose interdisziplinäre Zusammenarbeit« zwischen der Stadt und den beiden Fakultäten, bemerkte Behring. Ingenieur und Medien arbeiten im gegenseitigen Austausch zusammen und lernen voneinander.  
»Wir als Klimapioniere können und wollen aufklären«, versicherte Pfafferott. Zusammen hat man nach einem Medium gesucht, das Präsenz besitze. Und dabei war man sich einig: Durch neue Technologien könne man den Nutzer erreichen und mitnehmen. 

Die vorläufige Idee: Über QR-Codes an den jeweiligen Geräten – zum Beispiel auf einem Wand- oder einem Heizungsthermostat – gelange der Nutzer auf direktem Weg mithilfe seines Smartphones zu »knackigen, pfiffigen und präsenten« Filmen zur Energieeffizienz, Klimaschutz und Behaglichkeit in öffentlichen Gebäuden, so Heiner Behring: »Komplexe Vorgänge können durch Filme mit Esprit und Kreativität verständlich dargestellt werden«, fügte der Professor hinzu. Für die Umsetzung und weitere Vorschläge seitens der Studenten seien die Verantwortlichen offen.

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Zwei bis drei Minuten

Sascha Rißmann, akademischer Mitarbeiter bei der Fakultät für Maschinenbau und Verfahrenstechnik, erklärte den Studenten die Inhalte der Kurzfilme. Es sollen mehrere zwei bis drei Minuten lange Filme zu den vier Energiedienstleistern gedreht werden: Heizen, Kühlen, Lüften und Beleuchten. Ein weiterer Vorschlag sei ein Film zur Bauphysik. 

Von den Erklärfilmen versprechen sich alle Beteiligten des Projekts einen großen Nutzen: Das Ziel von »AnubI« sei ein Verständnis für die Gebäudeautomatik vonseiten des Nutzers zu entwickeln. Die Nutzerzufriedenheit soll gestärkt und durch die Energieersparnis positiv zum Klimaschutz beigetragen werden, signalisierte Pfafferott.
 

Mit Signalcharakter

Vorerst sei »AnubI« für die öffentlichen Gebäude der Stadt vorgesehen. Die Filme sollen auf deren spezifischen Belangen ausgelegt sein, so Schneble. Aber das Projekt sollte dennoch Signalcharakter besitzen, betonte Rißmann. 
Finanzielle Unterstützung erhält das Projekt vom Badenova Innovationsfonds für Klima- und Wasserschutz. Anke Held von Badenova hob hervor: »AnubI« erfülle die drei wichtigsten Hauptkriterien zur Förderwürdigkeit: Es sei innovativ, beispielhaft und schütze das Klima.

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