Offenburg

Koki: 20 Jahre Buñuel statt Ben Hur

Ursula Groß
Lesezeit 3 Minuten
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15. November 2006
20 Jahre Kommunales Kino (Koki) Offenburg. Das sind 20 Jahre Programmkino – Buñuel statt Ben Hur. Diesen Samstag 18. November mit einem Filmfest im KiK gefeiert.
Offenburg. Wie denn sonst als mit einem Filmfest der besonderen Art. Mit »anspruchsvollen« Filmen, Klassikern, Literaturverfilmungen, Road-Movies, Musik- und Genrefilmen? So wird das Jubiläum am Samstag gefeiert werden. Denn seit 20 Jahren hat das Koki die sonst im kommerziellen Kino- und Fernsehen eher seltene anspruchsvolle »Ware« in seinem Programm. Seine Wurzeln trieb das Koki in den 80er-Jahren aus. »Damals gab es die zwei Kinos, ein paar Kneipen, das Stud und die Stadthalle«, erinnert sich Loretta Bös, Frau der ersten Stunde. Viele zogen weg, aber die daheim in Offenburg blieben, wollten ihre Kultur hier haben. Parallel wurde der neue deutsche Film politisch, Programmkino statt Winnetou und Ben Hur, kulturelle Befreiung und Rückbesinnung auf die große Zeit der Filme wurde en vogue. Die Lust an gutem Kino war da. Sieben Filmbegeisterte Sieben Filmbegeisterte, aus dem Kulturkreis Offenburg, der Volkshochschule, dem Gelben Haus und dem Stadtjugendring hervorgegangen, hoben 1986 den Verein »Kommunales Kino« (Koki) aus der Taufe. Finanziert wird das Kommunale Kino von der Medien- und Filmförderung Baden-Württemberg, durch die Stadt und von den Karten-Einnahmen. Die Anfangsschwierigkeiten waren bald überwunden. Vorbei die Zeiten, als die Abspielorte wechselten, Kooperationen, neue Konzepte ausprobiert wurden. Und als Ender der Achtziger die allgemeine Kinomüdigkeit viele Filmhäuser zum Aufgeben zwang, ließen sich die Koki-Leute nicht entmutigen. Spätestens hier muss der Name Loretta Bös noch einmal fallen. Als Motor und Herz des Vereines hat sie es zu allen Zeiten geschafft, das besondere Kino nicht nur am Leben zu erhalten. Heute sind es Berthold Wolf, Joachim Dufner, Markus Gschwind, Dirk Ortlieb und Loretta Bös im Team, die für Programm und Organisation sorgen. Dazu fand sich 1994 im Kik die optimale Dauerbleibe. Das Kommunale Kino überlebte und stellte sich neuen Herausforderungen. Eine steht derzeit im Raum: Dem geplanten Großkino wird mit Skepsis, aber auch mit Hoffnung entgegengeblickt. »Mal sehen, was kommt, auch dort gibt es Chancen für qualitativ gute Filme«, meinen die Koki-Leute. Dass durch die Zusammenarbeit mit der Hochschule Offenburg, Studiengang Medien und Informationswesen, ein kräftiger neuer Schub in Richtung Filmwissen und Filmkunst kam, zeigen die Programme der letzten zwei Jahre. Seither gehören Filmseminare wie »Ästhetik des Films«, die »Schule des Sehens« und das »Forum junger Film« zum Angebot. Dafür stehen zwei Professoren, Ralf Lankau und Heiner Behring, von der Hochschule Offenburg, die dazu noch ein Forum bieten, junges, experimentelles Kino vor Ort kennenzulernen. Kinopreis bekommen Filme sehen, darüber diskutieren und im Vorfeld Analyse über Regisseure und Hintergründe zu bekommen, das alles bietet das Kommunale Kino seit nun schon 20 Jahren. So sind die zwei Jahrzehnte der Offenburger Cineasten schon für sich eine interessante Story geworden, eine nahezu filmreife. Ihre Erfolgsgeschichte wurde 2006 mit dem Kinopreis des Kinemathekverbandes, Berlin, belohnt. Am Samstag, 18. November, ab 16 Uhr, beginnt das Filmfest im KiK. 16 Uhr Kinderprogramm »Die kleinen Strolche«; 20 Uhr Stummfilm »Der letzte Mann« mit Klavierbegleitung von Ruben Hermann; 20 Uhr Non-Stop-Programm »Klassische Komik«; 20 Uhr Progamm in der KiK-Kneipe; 22 Uhr Kurzfilme im Saal »The Trumpet, The Cello – Ten Minutes Older«. Eintritt fünf Euro, Kinderprogramm frei, ermäßigt 4,50 Euro.

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