Alternative zum Weihnachtsmarkt

"Krippeli gucke" in Schutterwald: Das sind die Highlights

Lesezeit 4 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
26. November 2020
Mehr zum Thema

(Bild 1/2) Steuerten Krippen und den Flyer für den Krippenweg bei (von links): Krippenbauer Peter Bonifer, Wolfgang Gabel, Krippen-bauer Alfons Quarti und Organisator Otmar Hansert. ©Privat

Mit der Aktion „Krippeli gucke“ will Otmar Hansert für festliche Stimmung in Schutterwald sorgen – auch in Corona-Zeiten. Ab Samstag sind entlang des Krippenrundwegs rund 45 Krippen zu bestaunen.

Für besonderes weihnachtliches Flair ist ab Samstag, 28. November, in Schutterwald gesorgt: Der von Otmar Hansert initiierte Schutterwälder Krippenweg „Krippeli gucke“ geht an den Start. Bis zum dritten Advent (Sonntag, 13. Dezember) sind von 18 bis 21 Uhr entlang des Weges mehr als 45 Krippen in rund 35 Fenstern zu bewundern, hinzu kommen Krippen etwas abseits der Strecke (siehe Info). 

Anfang Oktober ist Hansert der traurige Gedanke gekommen, dass in diesem Jahr in der Advents- und Weihnachtszeit nichts los sein wird, und kam dabei auf die Idee mit den Krippen hinter den Fenstern.„Zunächst wollte ich das ganze Dorf dazu aufrufen. Nach etwas mehr Planung merkte ich, dass das nicht funktioniert. Dann würde an jeder Ecke eine Krippe stehen. Also plante ich den Krippenweg“, erzählt er. Die Umsetzung sei aufwändig gewesen: „Nachdem ich die Strecke festgelegt hatte, schaute ich mir sämtliche Häuser und Schaufenster entlang des Weges an. Dann ging ich tagelang hausieren. Ich stellte den Anwohnern meine Idee vor und bat darum, mitzumachen“, sagt Hansert.

Fast alle angefragten Anwohner und Geschäfte seien bereit gewesen, mitzumachen. Wer keine eigene Krippe hatte, bekam von den Schutterwälder Krippenbauern Alfons Quarti und Peter Bonifer Krippen und Laternenkrippen gestellt. Mit ihrer Erfahrung waren die beiden auch beratend zur Stelle.

Hilfe von vielen Seiten

Unterstützung sei auch von der Gemeinde Schutterwald und Bürgermeister Martin Holschuh gekommen. Bauhof-Mitarbeiter Harry Stolzer hat laut Hansert Stellwände angeliefert. Karl Heinz Nock sei stets zur Stelle gewesen, wenn der Alte Jakob, in dem auch zwei Fenster bestückt werden, aufgeschlossen werden musste. „Wichtig ist auch die Sparkasse“, so Hansert. „Die Mitarbeiter bauen nicht nur eigens für die Ausstellung zusammen eine Krippe, auch die Kosten für den Flyer und für die Verteilung wurden übernommen.“ Wolfgang Gabel hat den Flyer entworfen und den Druck geregelt.

- Anzeige -

„Die Resonanz ist sehr gut. Ich bekam schon E-Mails und werde fast täglich auf der Straße angesprochen, dass das ,Krippeli gucke‘ eine ganz tolle Idee ist. Insbesondere natürlich auch deshalb, weil sonst keine Veranstaltungen stattfinden dürfen“, freut sich Organisator Hansert. 

Er weist insbesondere auf das Schaufenster der Physiotherapie Peplinski hin, wo Peter Bonifer seine Krippen in Szene gesetzt hat. „Außerdem sind die Krippen von Alfons Quarti im Rathaus und im Pflegeheim St. Jakob eine Wucht. Interessant ist sicherlich auch das Schaufenster vom ehemaligen Fahrradgeschäft Selz. Dort sind drei große Krippen aufgebaut“, sagt Hansert. 

Außerdem sei die Scheunenkrippe der Familie Schley in „Mutters Stübele“ erwähnenswert. Toll findet Hansert auch die Aktion des Kindergartens St. Jakobus. „Die Erzieherinnen haben zusammen mit den Kindern eine rollbare Krippe mit Egli-Figuren gebaut. Sie wird jeden Abend an die Eingangstür geschoben.“ Die Hausmeister Hubert Obert und Roland Bullinger standen dem Kindergarten-Team zur Seite. 

Mediale Aufmerksamkeit ist Hansert derweil gewiss: Neben Hitradio Ohr will auch der SWR sowohl im Radio als auch in der Landesschau über die Aktion berichten. In der SWR-Landesschau soll der Beitrag zum „Krippeli gucke“ am Freitag um 18.45 Uhr gezeigt werden. 

ROUTE: Der Krippenrundweg beginnt am Schutterwälder Rathaus, folgt einem Teil der Kirchstraße, führt über die Hauptstraße zur Bahnhofstraße, am Alten Jakob und Kindergarten vorbei ins Jakobusgässle, durch den Jakobusweg, links ab in die Hurststraße und dann in die Hauptstraße vor bis zum Rathaus.

INFO: Weitere Krippen abseits der Strecke befinden sich bei Familie Wurth, Scheffelstraße 3a, Familie Mennle (Atelier Farbreich), Scheffelstraße 2, Familie Grieshaber, Bahnhofstraße 35, Familie Bäuerle, Schweizergasse 14/1, Familie Quarti, Schweizergasse 32 (drei Krippen) und bei der Sparkasse Schutterwald.

Mehr zum Thema

Weitere Artikel aus der Kategorie: Offenburg

vor 25 Minuten
15.000 Euro wandern in Offenburger Fördertopf
Die Bauarbeiten laufen bereits: In etwas mehr als einem Jahr soll der Offenburger Salmen mit neuem Konzept eröffnen – und dank einer Auszeichnung kommen weitere 15.000 Euro in den Fördertopf.  
vor 3 Stunden
Ärger bei der Narrenzunft
Die Narrenzunft Zell gibt einem „Künstler“ die Chance, sich bald bei ihr zu melden. Er hatte die Außenwand eines Schuppens am Bahnhof verschmiert. Dabei wurde der Täter gefilmt. 
vor 4 Stunden
Gengenbach
Markus Schilli, Apotheker aus Gengenbach, ist streitbar. Auf Facebook hatte er sich dafür ausgesprochen, AfD-Mitgliedern keine FFP2-Schutzmasken gegen Corona zu geben. Er hält das bei Corona-Leugnern für Verschwendung.
vor 4 Stunden
Ortsvorsteher blicken auf 2021 (3)
Zum Start ins neue Jahr: In einer Interviewserie blicken die Ortsvorsteher der elf Offenburger Ortsteile in loser Folge auf 2021. Heute ist Waltersweiers Ortsvorsteher Konrad Gaß an der Reihe. 
vor 6 Stunden
1600 Stunden abgeleistet
Doppelte Einsatzstunden: Die Ehrenamtlichen des Technischen Hilfswerks (THW), Ortsverband Offenburg, blicken auf 39 Einsätze und 12 900 gefahrene Kilometer im Jahr 2020 zurück.
vor 9 Stunden
Freude im goldenen Weindorf
Mit einem Kapital von 157 283,33 Euro wurde die Bürgerstiftung Durbach am 11. Oktober 2017 gegründet. Jetzt hat sie bereits eine Anerkennung durch den Bundesverband erfahren.
vor 12 Stunden
Zuckerle zum Jubiläumsjahr
Der FV Rammersweier hat eine Sonderausgabe der Vereinszeitschrift „Wolfskicker“ herausgebracht. Es handelt sich um ein Projekt im Rahmen des 30-jährigen Vereinsbestehens.
vor 14 Stunden
Stadt steht in der Verkehrssicherungspflicht
Kranke oder geschädigte Bäume stellen ein Sicherheitsrisiko dar. Die Stadt Gengenbach muss deshalb solche Bäume entfernen, nimmt aber auch zahlreiche Neuanpflanzungen vor.
vor 22 Stunden
Hohberg - Diersburg
Für den Diersburger Verein als Veranstalter des größten Fests im Dorf könnte es auch heuer schwierig werden, ein Bulldogtreffen abzuhalten. So bleibt nur die Hoffnung auf das Jahr 2022.
vor 22 Stunden
Kommt keine Langeweile auf?
400 Schafe bezogen am Freitag im Tiefschnee ihr Nachtlager vor den Toren von Bühl. Viele Spaziergänger haben sich an der Herde erfreut. Thomas Fehrenbacher ist Schäfer von Kindesbeinen an.
vor 23 Stunden
Ganz ohne Fasent geht es nicht
Am Samstag brachten die Erznarren Zvedana und Josef Menzer ihre Zunftfahnen an der Hausfront an. Für beide ein Alternativprogramm zum abgesagten Fahnenhissen der Althistorischen. 
17.01.2021
Sohn protzte mit der Waffe
Weil eine Frau unerlaubt im Besitz einer Schusswaffe war, musste sie sich vor dem Amtsgericht Offenburg verantworten. Eine Hausdurchsuchung brachte die Angeklagte letztlich in Erklärungsnot.