Offenburg - Rammersweier

Kritik an Schelte für eigene Spieler

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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29. Juni 2017

Vorsitzender Uwe Klein (Mitte) ehrte Wolfgang Kurz (links) und Hermann End für 25-jährige Treue. ©Thorsten Mühl

Der FV Rammersweier präsentierte sich im Rahmen der Hauptversammlung am Freitag vielschichtig: sportlich und finanziell stabil, prosperierend im Nachwuchsbereich. Dessen ungeachtet, bestand bei der Versammlung aber auch gesundes Diskussionspotenzial.

Sportlich bewegt der FV Rammersweier einiges. 2015/16 nur knapp den Landesliga-Aufstieg verpasst, 2016/17 – ebenso knapp – die Bezirksliga gehalten. Und auch die zweite Mannschaft (Kreisliga B) stabilisierte sich unter Coach Dragan Jakovljev. Nachdem mit Dominic Künstle, Felix Schmider (beide Herren I) und Jakovljev zum Saisonende drei Trainer aufhörten, wurden mit Umberto Vulcano (Herren I), Daniel­ Armbruster und Co-Trainer Sefer Nezirov (Herren II) Nachfolger gefunden. 

Wichtig ist Spielausschuss Bernd Radziwill, die allgemeine Stimmung wieder zu verbessern, nachdem es im Winter zwischenzeitlich Probleme gab. Sie blieben jedoch eher abseits der Öffentlichkeit. Die Abgänge seien, etwa im Fall Marco Maiers, schmerzhaft. Dennoch herrscht Optimismus, entstandene Lücken durch die Neuzugänge kompensieren zu können. Diskutiert wurde ausführlich das Thema Zuschauerzuspruch. Spieler Jürgen Kimmig wünschte sich seitens der Zuschauer mehr Geduld und Zuspruch in kritischen Phasen. Es bringe keinen Spieler, der seinem Hobby nachgehen wolle und sich Mühe gebe, weiter, wenn unsachliche und beleidigende Kommentare vom Spielfeldrand herüberwallten. Vorstand und Anwesende teilten die Kritik größtenteils. 

»Ein Geben und Nehmen«

Allerdings wurde auch angemerkt, dass die Trainingsbeteiligung zum Teil hätte besser ausfallen können. »Es ist ein Geben und ein Nehmen«, verdeutlichte der stellvertretende Vorsitzende Patrik Knopf.
Finanzvorstand Udo Wolter­ stellte das Zahlenwerk ausführlich dar. Insgesamt präsentiert der FVR weiter stabile Verhältnisse, was trotz Spielbetrieb, Arbeiten am und rund um das Vereinsgelände und Investitionen erreicht werden konnte. Vorsitzender Uwe Klein beschränkte sich auf die zentralen Stationen des Vereinsjahrs. Er nannte Vizetitel 2015/16 und Relegation »ein Highlight für unseren Ort«. 

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Gleiches galt für das Oktoberfest 2016, das rund 1000 Besucher anzog. Zum Vereinsgelände merkte er an, dass mit der Stadt eine Einigung für die Bäume zwischen Rasen- und Kunstrasenplatz getroffen wurde. Der Bestand werde nach und nach ausgedünnt, da der Eintrag organischen Materials dem Kunstrasen schade. Während sich der Einsatz eines Rasenroboters absolut lohne, wird im Zuge der Arbeiten an der Naturtribüne die Phase des Feintunings eingeläutet.

Einen »Boom« erlebt die Jugendabteilung mit aktuell 146 Kindern und Jugendlichen. Vertreter Thomas Paul informierte über drei Meistertitel auf dem Feld (B-Jugend, als SG mit FV Zell-Weierbach/Aufstieg in Bezirksliga, dazu E1 und E2) sowie einen Titel und zwei zweite Plätze bei den Hallen-Stadtmeisterschaften. 

»Wichtig für das Dorf«

Die Aktivitäten der Faustballer rekapitulierte Dieter Hauser, über die »Alten Herren« gab Christian Hess Auskunft. Ortsvorsteher Trudpert Hurst nannte den FV in seinem Grußwort »einen starken Verein in Rammersweier« und »wichtig für das Dorf«.
Abgerundet wurde die Versammlung durch Ehrungen. Für jeweils 25 Jahre Zugehörigkeit wurden Hermann End, Arno Hurst, Hans-Peter Erb, Frank Heisch, Hubert Schlossarek, Rüdiger Hubert, Patrik Knopf und Wolfgang Kurz ausgezeichnet.

Info

FV Rammersweier

Gründungsjahr: 1990.
Vorsitzender: Uwe Klein, • 07 81 / 44 04 97.
Mitglieder: 465.
Termine: Mitwirken bei 775 Jahre Rammersweier (9. September) und Reblandtreffen (27./28. Januar 2018).
Internet: www.fvr.de. 

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