Offenburg

Kronenbrauerei feiert Richtfest für ihr neues Brauwerk Baden

Autor: 
Christian Wagner
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23. April 2016
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Stießen beim Richtfest auf den guten Baufortschritt des Brauwerks Baden an (von links): Architektin Sarah Lipps, Bauleiter Karl-Eugen Vogt, Frank Stetter (Kronenbrauerei), Architekt Gerhard Lieb, Oliver Braun (Kronenbrauerei) und Baubürgermeister Oliver Martini. ©Christian Wagner

Voller Vorfreude feierte die Kronenbrauerei gestern Richtfest für ihr neues Brauwerk Baden. Bereits im September soll die Gastronomie am neuen Standort eröffnen. Nach und nach wird dann die komplette Brauerei von der Oststadt an den Güterbahnhof umziehen. Über zehn Millionen Euro investiert die Kronenbrauerei in ihre neue Produktionsstätte.  

Es war unverkennbar, dass gestern eine Brauerei Richtfest feierte: Polier Alexander Maier schleuderte nach seinem Richtspruch kein Wein-, sondern ein Bierglas vom Dach des Rohbaus. Und nach den Festreden gab es selbstverständlich einen Fassanstich. Baubürgermeister Oliver Martini löste diese Aufgabe einigermaßen unfallfrei. Als Symbol für den bevorstehenden Umzug hatte Konstantin Nitze, Sohn des derzeit in Florenz urlaubenden Brauereichefs Michael Nitze, das 30-Liter-Fass in einem festlich geschmückten Leiterwagen zu Fuß vom alten Standort in der Oststadt zur künftigen Produktions- und Eventstätte am Güterbahnhof gekarrt.

Für das Bonmot des gestrigen Richtfests sorgte Bürgermeister Oliver Martini. Er bemühte die Fußballersprache, um den Baufortschritt des neuen Brauwerks Baden und die gute Arbeit auf der Baustelle zu würdigen: »Mit dem Richtfest haben Sie jetzt Halbzeit. Als Trainer würde ich in der Kabinenansprache sagen: In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel ganz klar bestimmt, und in der zweiten Halbzeit machen wir das Ding jetzt zu!«

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Mit »zweiter Halbzeit« meinte Martini die noch ausstehenden Arbeiten bis zur Eröffnung. Die Gastronomie mit Bierbar, Biergarten, jungem Wirtshaus und Dachterrasse­ soll schon im September in Betrieb gehen. Nach und nach wird dann die komplette Brauerei von der Oststadt an den neuen Standort umziehen. Martini zeigte sich zufrieden, dass auch für das alte Firmenareal eine gute Lösung gefunden worden sei. Dort wird Investor Wüstenrot nach dem Abbruch der alten Brauerei das »Kronenquartier« mit rund 175 Wohnungen erstellen. Die Gaststätte »Brand­eck« bleibt erhalten und weiter im Besitz der Brauerei.

Kronen-Geschäftsführer Oliver Braun erinnerte an die nicht einfache Grundstücksuche. Durch die guten Kontakte zu Burda habe man das 11 500 Quadratmeter große Areal nördlich der Burda-Druckerei erwerben können. Ausdrücklich lobte er das Technische Rathaus, das in kooperativer Weise und angenehmer Zusammenarbeit die Baugenehmigung erteilt habe.
»Ein Traum wird Realität«, umriss der geschäftsführende Gesellschafter Frank Stetter das, was jetzt entsteht. In einem »Affentempo«, wie Stetter anmerkte. Nach Baggerbiss im September und Grundsteinlegung im Oktober könne man jetzt schon Richtfest feiern. 

Und das hat bei einer Brauerei so seine Tücken. Denn ein Bierglas mit viel Schaum leert sich nicht so leicht wie das sonst übliche Weinglas, musste Polier Alexander Maier erfahren, ehe er seinen Segen aussprechen konnte: »Ich wünsche mit stolz erhobenem Blick dem neuen Brauhaus viel Glück!«

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