Eröffnung

Künstler Martin Sander stellt Werke im Aenne-Burda-Stift aus

Autor: 
Regina Heilig
Lesezeit 2 Minuten
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09. November 2019

Bis zum 28. Februar sind die Werke des Offenburger Künstlers Martin Sander im Aenne-Burda-Stift am Marktplatz zu sehen. Die Ausstellung trägt den Titel „Wald Wald Wald“. ©Ulrich Marx

Im Rahmen der Reihe „Kunst kommt ins Aenne-Burda-Stift“ wurde am Dienstagabend eine Ausstellung des Offenburger Malers Martin Sander mit dem Titel „Wald Wald Wald“ eröffnet.

Martin Sander ist eine feste Größe in der Offenburger Kunstszene – und er ist ein Mann, der seinen Weg schon früh fand und ab dann unbeirrbar und vor allem sehr gradlinig weiter ging. So sei der in Donauwörth geborene und erst als Jugendlicher nach Offenburg gekommene Sander nach Abitur und Zivildienst zum Offenburger Finanzamt marschiert und habe sich als „freischaffender Künstler“ angemeldet, berichtete Laudator Helmut Schmidt bei der Eröffnung. Über hundert Ausstellungen seiner Werke haben seitdem stattgefunden, und der Künstler, der sein Oeuvre gern an definierten Themenkomplexen, die ihn interessieren, orientiert, hat sich seit etwa fünf Jahren unter anderem den „Waldlandschaften“ zugewandt.

Abstrakte Anmutung

Man staune „über die vielen Variationen“, berichtet Helmut Schmidt, der sich mit Martin Sander in dessen Atelier unterhalten hat, wo auch die „Wald Wald Wald“-Reihe entstanden ist. Martin Sander malt grundsätzlich im Atelier und hat die Waldlandschaften, die er auf die Leinwand bannt, zunächst im Foto festgehalten. 

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Ausgehend von der Abbildung, beginnt die „schöpferische Arbeit“, so Laudator Schmidt. Dabei ist nicht der Gegenstand, sondern die Stimmung der Naturlandschaft der Ausgangspunkt für das Werk. Reduzierte Farben, vereinfachte Formen und das gezielte Weglassen von Details verleihen dem fertigen Werk eine klare, abstrakte Anmutung, die das Sujet aber immer noch klar erkennen lässt.

Waldspaziergang im Trockenen

Im Aenne-Burda-Stift, für das Gerd Hauser begrüßte, haben Martin Sanders Waldlandschaften noch eine ganz besondere, über den Kunstgenuss hinausgehende Funktion. Man könne, geschützt vor allem Wetterunbill, „einen Waldspaziergang beim Rundgang durch die Ausstellung machen“, schmunzelte Helmut Schmidt.

Musikalisch umrahmt wurde die gut besuchte Vernissage von Pianist Reinhard Hauser, der mit den „Waldszene“ von Robert Schumann, mal beschwingt und heiter, mal düster und in Moll gehalten, das Thema „Wald“ aufgriff.

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