Storchenturm-Museum Zell a. H.

"Kunst!"-Ausstellung der Lebenshilfe stößt auf Interesse

Autor: 
Gisela Albrecht
Lesezeit 2 Minuten
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16. April 2018

Die Künstler erhielten vom Vorsitzenden der Lebenshilfe, Karl Burger (links), je eine Rose. Die Menschen mit Handicap können einmal pro Woche in der Lebenshilfe unter fachlicher Leitung künstlerisch tätig sein. ©Gisela Albrecht

Zur Vernissage »Kunst!« der Lebenshilfe Kinzigtal-Elztal kamen Familien der Künstler und Gäste ins Zeller Storchenturm-Museum. Zu sehen sind dort bis 15. Mai 29 Kunstwerke, die Menschen mit Behinderungen geschaffen haben.
 

Bürgermeister Günter Pfundstein zeigte sich am Donnerstagabend überwältigt von der Resonanz bei der Vernissage – das Foyer des Storchenturm-Museums konnte die vielen Besucher kaum fassen. »Wenn ich die Bilder so anschaue, stelle ich fest: Das sind echte Genies unterwegs«, lobte er die Werke der Lebenshilfe-Künstler. Er begrüßte es ausdrücklich, dass die Ausstellung in Zell stattfindet. Nach dem offiziellen Teil nahm er sich viel Zeit, die Bilder zu betrachten und mit den Malern ins Gespräch zu kommen.

Karl Burger, Vorsitzender der Lebenshilfe, bedankte sich bei Bürgermeister Pfundstein für die Möglichkeit, die Bilder in Zell ausstellen zu können. Auch an Maria Hättich richtete er Worte des Danks für ihre Unterstützung bei der Planung und Organisation der Ausstellung. Er stellte die Leiter des Kunstprojekts, Sabine Wöhrle (Kunstpädagogin ) und Jürgen Neumaier (freischaffender Künstler) vor. Sabine Mitscherlich hat von Seiten der Lebenshilfe Kinzigtal-Elztal die Organisation übernommen.

Die Lebenshilfe in Haslach feiert 50-jähriges Bestehen. »Die Ausstellung passt gut in dieses Jubiläumsjahr«, sagte Burger. Das Kunstprojekt der Lebenshilfe gibt es seit 18 Jahren. Die Künstler haben eines gemeinsam: die Liebe zur Kunst, führte Burger weiter aus. Unter fachlicher Anleirtung treffen sich die Menschen mit Handicap einmal in der Woche zum künstlerischen Gestalten. Die Begleiter geben dabei nur Anregungen: Die Maler sollen ihren eigenen Stil finden und weiterentwickeln.

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Impulse und Stille

Sabine Wöhrle gab weitere Informationen zu dem Kunstprojekt. Der Kunsträume in der Lebenshilfe in Haslach und Steinach seien Räume der Gestaltung, der Ausdruckskraft, der Impulsivität – aber auch der Ruhe und Stille. Mit den Farben können die Menschen mit Handicap ihre Stimmungen ausdrücken. »Es ist eine Freude, diese Bilder zu sehen«, zeigte sie sich  von der Kreativität der 16 Künstler begeistert. Karl Burger überreichte jedem eine Rose als Dank und Anerkennung.

Zwei Musikerinnen der Musikschule Haslach-Zell begleiteten die Vernissage mit stimmungsvoller Musik an Gitarre und Gesang. Sie erhielten viel Applaus der Besucher. Der Chef der Museumsfreunde, Heinz Scherzinger, hofft auf den Nebeneffekt der Ausstellung, dass die kunst­interessierten Besucher auch das Museum anschauen werden. Er schaltete das Orchestrion ein und erklärte Herkunft und Spielweise des beliebten Museumsstücks.

Stichwort

Lebenshilfe-Ausstellung "Kunst!"

Die Ausstellung »Kunst!« mit 29 Werken wird bis Dienstag, 15. Mai, im Zell am Harmersbacher Storchenturm-Museum präsentiert.
Die Öffnungszeiten sind dienstags, freitags und sonntags jeweils von 14 bis 17 Uhr. Die Bilder werden auch zum Verkauf angeboten. Die Kunstwerke stammen von Franziska Häufle, Astrid Kolinski, Sandra Leinweber, Claas Liebetruth, Katharina Matt, Irene Pfaff, Janine Rosenfelder, Regina Schwendenmann, Susanne Späth, Martina Steiner, Wolfgang Tatje, Klaus Vollmer, Karin Wöhrle, Iris Willmann, Markus Zagermann und Dorothea Zehntner (www.lhke.de).

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