Bei »Rhizome« hatten die Kinder viel Spaß

Kunstschul-Projekt für Schüler der Von-Berckholtz-Schule

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 3 Minuten
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05. Januar 2019

Porträts fertigten die Kinder beim Projekt »Rhizome – kreative Querverbindungen von Kunst und Schule«. ©Almut von Koenen

Schüler der Von-Berckholtz-Schule in Ortenberg gestalten selbst ihre Kunstwerke. Die Kooperation zwischen der Ortenberger Grundschule und der Kunstschule Offenburg besteht schon viele Jahre.

Vor sieben Jahren hat die Kunstschule Offenburg ein Konzept entwickelt, das ganz speziell Unterrichtsthemen aus allen Bereichen der Grundschule unter die Lupe nimmt. Die Kunstschule geht mit diesem Konzept der bildungspolitischen Diskussion nach, neue motivierende Lehr- und Lernräume zu schaffen sowie kognitives und emotionales Wissen miteinander zu verknüpfen. Das daraus entstandene Projekt »Rhizome – kreative Querverbindungen von Kunst und Schule« stellt somit ein Lernmodell dar, in dem sich Fachwissen mit anderen Bereichen vernetzt und der Stoff im wahrsten Sinne des Wortes individuell und neu begriffen werden kann. 

Die Kunstschule hat dieses Projekt bereits mit 30 Klassen und somit mit etwa 600 Schülern in 50 verschiedenen Workshops umgesetzt. Die Von- Berckholz-Schule in Ortenberg war eine der ersten Schulen, die dieses Projekt in Kooperation mit der Kunstschule aufgriff. 

Seit 2012 bietet die Schule in den Klassenstufen zwei und drei derartige Angebote. Planung und Material der jeweiligen künstlerischen Umsetzungen werden im Vorfeld in enger Zusammenarbeit mit Lehrerinnen und Projektleitung der Kunstschule erarbeitet. »Es ist jedes Jahr wieder spannend, einen Einblick in den Unterrichtsplan der einzelnen Klassen zu bekommen und sich gemeinsam mit den Lehrerinnen einen Aspekt herauszugreifen, um diesen noch mal genauer zu betrachten und über die Hände und Kreativität vertiefen zu können«, sagt Almut von Koenen, Projektleitung und Mitarbeiterin der Kunstschule. 

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Für die Schulleiterin der Von-Berckholtz-Schule, Uta Ockenfuß-Koger, sind die Projekte bereits fester Bestandteil und gehören zu den außerschulischen Veranstaltungen. Es bedeutet jedoch jedes Jahr eine Kraftanstrengung, die entsprechenden Fördergelder zu akquirieren, betont sie. Sowohl die Sparkassenstiftung als auch die Volksbank unterstützten die Schule in der Vergangenheit. Außerdem organisierte der Elternbeirat einen Verkaufsstand beim Weihnachtssingen auf dem Dorfplatz. Ein Teil des dabei erzielten Erlöses stellt der Elternbeirat für »Rhizome« zur Verfügung. Im vergangenen Jahr widmeten sich die Kinder in den Ateliers der Kunstschule Themen aus dem Sach- und Deutschunterricht und der Ernährungslehre. 

Unter Anleitung der Kunstschuldozentinnen entstanden Baumskulpturen aus verschiedenen Werkstoffen. Eine weitere Gruppe arbeitete mit Ton und modellierte Personen, die Obst und Gemüse verarbeiten. Außerdem entstanden aus einer Drahtlinie 3D-Figuren in Bewegung. Die Zweitklässler entwarfen, angeregt von einer abenteuerlichen Zeichenreise, mit allen Sinnen eine Porträtgalerie. 

Während ihres schöpferischen Tuns im Atelier hatten die Beteiligten viel Freude. So meinte ein Schüler: »Ich wusste gar nicht, dass ich das kann.« »Ich nehme viele Ideen mit für meinen Unterricht«, merkte eine Lehrerin an. Schulleiterin Uta Ockenfuß-Koger hat bereits weitere Gelder beantragt, um auch im nächsten Schuljahr das Projekt anbieten zu können. »Das Projekt  kann jederzeit von Schulen gebucht werden«, erklärte von Koenen. Infos dazu erhält man direkt in der Kunstschule Offenburg. 

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