Skulpturenpfad geplant

Kunstschule Offenburg: Handwerker werden zu Künstlern

Autor: 
Redaktion
Lesezeit 3 Minuten
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22. Januar 2020

Bis hinauf zum Burschel in Zell-Weierbach, wo bereits der von Armin Göhringer geschaffene Esel steht, soll der neue Skulpturenpfad führen. ©Kunstschule Offenburg

Im Rahmen des Projekts „Kunstgesellenstück” der Kunstschule Offenburg soll in Zell-Weierbach vom Talweg hinauf bis zum Burschel ein Skulpturenpfad entstehen. Die Bildungseinrichtung hat sich dazu eine besondere Zielgruppe ausgesucht.
 

Der Heimat- und Geschichtsverein Zell-Weierbach, die Beruflichen Schulen und die Kunstschule Offenburg initiieren ein gemeinsames Projekt, bei dem innerhalb der nächsten drei Jahre voraussichtlich sechs große Skulpturen in den Materialien Holz, Stahl und Stein entstehen werden. „Kunstgesellenstück” lautet der Name des ungewöhnlichen Projekts.

Die Geschichte des Ortes, seine Weinbautradition und der Burschel als besondere Landmarke bilden den thematischen Rahmen der künstlerischen Auseinandersetzung. Gefördert wird dieses Vorhaben aus Mitteln der Offenburger Bürgerstiftung St. Andreas, durch den Heimat- und Geschichtsverein  sowie durch die Ortsverwaltung Zell-Weierbach und weitere Spenden und Sponsoren, informiert die Kunstschule in einer Pressemitteilung.

Im ersten Lehrjahr 

28 Schülerinnen und Schüler des ersten Schreiner-Lehrjahres der Berufsschule kamen am 8. Januar zu einer ersten Begehung des Geländes nach Zell-Weierbach. Alfons End, stellvertretender Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins, führte in die Geschichte des Ortes ein und erläuterte gemeinsam mit Michael Witte, Leiter der Kunstschule, worum es bei diesem Projekt geht. Mit anwesend war auch Armin Göhringer, der an der Mauer des Talwegs sein Werk „Aufbruch“ und den Esel, das ehemalige Wappentier Zell-Weierbachs, auf dem Burschel geschaffen hat.

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Darüber, dass es am Dienstag in der Kunstschule nach einiger Vorbereitung endlich losgehen konnte, freuten sich Schulsozialarbeiterin Simone Brudy und Fachlehrer Thomas Brosemer-Ehret.

„Keine Angst vor Kunst”

Sechs Schreinerlehrlinge, die dem Projekt ihre Freizeit widmen, werden gemeinsam mit der Holzbildhauerin Gina­ Karádi ihre ersten Schritte in die Welt der Kunst unternehmen und die Umsetzung ihres Projekts von Beginn an eigenständig planen. „Keine Angst vor der Kunst“, gibt Michael Witte den künftigen Schreinern mit auf den Weg. Es komme hier sehr stark auf das Handwerkliche an. „Die Kunst ist ein neuer, zusätzlicher Punkt in der Ausbildung, bei dem die Kunstschule dafür sorgt, dass nichts schiefgehen kann”, so Witte.

Das „Kunstgesellenstück” ist ein von Michael Witte entwickeltes, neues Projektformat und über mehrere Jahre angelegt. Dabei sollen Jugendliche und junge Erwachsene, die sich entweder in der Berufsorientierung befinden oder ihre Ausbildung gerade begonnen haben, an Gestaltungsaufgaben im öffentlichen Raum partizipieren können. 

Die Freiwilligkeit und somit die eigene Motivation, in der Freizeit für das Projekt zu arbeiten, sei wichtig, um mit anderen etwas zu erschaffen, was öffentlich sichtbar ist und sichtbar bleibt. Durch das Projekt sollen junge Menschen außerdem an das Handwerk herangeführt werden oder neue Facetten ihres Handwerks kennenlernen. Die Kunst und das Handwerk sollen sich ergänzen.
 

Info

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„Bereits im Februar/März fällt der Startschuss für ein weiteres Kunstgesellenstück”, kündigt Michael Witte an. Am Projekt interessierte Vereine und andere gemeinnützige Organisationen, die für das Jahr 2021 oder sogar die folgenden Jahre eine Gestaltungsidee für den öffentlichen Raum haben, können sich jetzt schon bei ihm in der Kunstschule am besten per E-Mail melden: michael.witte@kunstschule-offenburg.de.

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