Offenburg

Lesesommer: Monika Röschmann stellt Dialektbuch vor

Autor: 
Bettina Kühne
Lesezeit 2 Minuten
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05. August 2017

©Ulrich Marx

Am Montag, 7. August, startet der Offenburger Lesesommer. Bis Freitag lesen jeden Abend fünf Freiwillige im alten Kapuzinerkloster aus ihrem Lieblingsbuch vor. Der Eintritt ist wie immer frei. Wir stellen von jedem Abend einen Vorleser vor. Am Mittwoch liest Monika Röschmann (65).
 

Monika Röschmann war sofort hin und weg: »Ich bin zwar jünger, aber bei den Erzählungen von Ludwig Hillenbrand fühlte ich mich sofort in die eigene Kindheit zurückversetzt.« Nach der Lesung beim »Z’ Licht geh’n« beim Vogt auf Mühlstein hat sie das Büchlein »E Kindheit im Dorf« sofort gekauft. »Seitdem habe ich viel daraus gelesen und auch vorgelesen«, verrät die 65-Jährige.

Dabei hat sie festgestellt: »Die Geschichten kommen super an.« Was lag also näher, als sich genau mit diesem Werk für den Dialektabend zu bewerben, nachdem die Geschichten beim Turnverein und im Freundeskreis begeistert aufgenommen worden waren?

Röschmann liebt den hiesigen Dialekt, deshalb engagiert sie sich in der Muettersproch-Gsellschaft als Kassiererin. Und sie kann ihn problemlos lesen, was keine Selbstverständlichkeit ist: »Es ist schon knifflig, weil es für den alemannischen Dialekt keine einheitliche Form gibt«, sagt sie. Man selbst würde vielleicht noch ein »e« sprechen, aber zwei Kilometer weiter heißt es bereits »i«. Aber sie liest eben viel und schreibt auch selbst Geschichten und Gedichte im hiesigen Dialekt – mal für einen Geburtstag oder auch für eine Vernissage.

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Wie auch immer, um zusätzliche Sicherheit zu gewinnen, wird sie ihren Vortrag natürlich vorbereiten. Auch die Zeit muss schließlich noch gestoppt werden. Aus der Fülle der lustigen, aber auch traurigen Erzählungen wird sie vermutlich die herausgreifen, bei der es um das Heumachen geht: Dafür sind die Fessenbacher damals über die Kinzig gegangen. »Das passt auch richtig gut in die Jahreszeit.« Aber das will sie sich noch offen halten, denn es gibt schließlich noch viele weitere tolle Geschichten in ihrem Lieblingsbuch.

Erste Zuhörer bei der heimischen Probe werden ihre Mutter und ihr Mann sein. Der stammt zwar nicht von hier, »aber er versteht mich gut«. Nur sprechen kann er den Dialekt halt nicht.
Umgekehrt freut auch sie sich auf die anderen Beiträge am Mittwoch: Elsässer-Ditsch, Bayerisch, Schwäbisch und Moselfränkisch stehen noch auf dem Programm.

HINWEIS: Am Montag stellen wir Maxi Gade und das von ihr ausgewählte Buch vor.

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