Offenburg - Zell-Weierbach

»L(i)ebenswertes Zell-Weierbach« organisierte Ausstellung

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 2 Minuten
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23. April 2016

Auf reges Interesse stieß die Eröffnung der Ausstellung der BI »L(i)ebenswertes Zell-Weierbach«. ©Thorsten Mühl

Über vier Tage hinweg lud die BI »L(i)ebenswertes Zell-Weierbach« die Bürger dazu ein, sich im Rahmen ausgestellter Lagepläne Gedanken über die Dorfentwicklung zu machen. Der Auftakt fand am Donnerstag statt.

Mit über 30 Bürgern im Rathaussaal stieß der Auftakt zur viertägigen Ausstellung der Bürgerinitiative (BI) »L(i)ebenswertes Zell-Weierbach« am Donnerstag auf reges Interesse. Wolfram und Steffi Reister stellten eingangs die in diesem Jahr gegründete BI näher vor, die sich »für den Erhalt unserer dörflichen Struktur, für ein soziales Miteinander und eine verträgliche bauliche Entwicklung des Ortes« einsetzt. 
Gründungsanlass waren vier Projekte (»Winkel 13«, Obertal/Fuchsgasse, Verkauf »Sonne«, Umnutzung Ursulahütte), die im Ortsteil für Aufregung sorgten. Die Bürger wollten nicht, »dass die Ortsentwicklung dem Immobilienmarkt und Investoren überlassen wird«, unterstrichen die Verantwortlichen und ernteten Applaus dafür.

Kein »Fakten schaffen«

Ein weiterer Knackpunkt war das 2013 angestoßene Ortsentwicklungskonzept (OEK), das, wenngleich nicht rechtlich verbindlich, so aber doch als Beurteilungsgrundlage für bauliche und räumliche Entwicklungen in den drei Reblandgemeinden dienen soll. Reisters gaben den Anwesenden einen Abriss der bisherigen Geschehnisse, die im Dezember 2015 in einer Information Bürgermeister Oliver Martinis an den Ortschaftsrat mündeten, dass der entworfene OEK-Zeitplan nicht einzuhalten sei. Eine Anfang 2016 einberufene Bürgerversammlung habe dann aber aufgezeigt, »dass Investoren bei fehlenden Planvorgaben versuchen, Fakten zu schaffen«, so die BI-Vertreter. Solche Schritte würden auch dann versucht, wenn Anlieger und Bevölkerung sich dagegen aussprechen würden.

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Was ist wofür geeignet?

So wurde die Ausstellungsidee forciert, um interessierten Bürgern die Gelegenheit zu geben, sich anhand öffentlich einsehbarer Lagepläne selbst Einblicke zu verschaffen. An sechs Stellwänden konnten sich die Anwesenden informieren, wobei auf den Plänen mit viel Mühe und Einsatz seitens der BI beispielsweise die Einstufung von Flächen aufgezeigt wurde. So wurde aufgezeigt, welche Flächen sich zur Nachverdichtung eignen, welche Flächen im städtischen Baulückenkataster aufgeführt sind oder welche Flächen am Ortsrand sich nicht zur Bebauung eignen. 

Im Dialog mit BI-Vertretern und Ortschaftsräten konnten die Bürger Fragen stellen und ihre Einschätzungen loswerden. Wolfram Reister betonte, dass es wichtig sei, sich mit dem Thema Ortsränder und deren Gestaltung zu befassen. Ein weiterer Aspekt sei, dass größere Bauvorhaben meist in Arealen ohne Bebauungsplan realisiert würden. Umso wichtiger sei, dass sich die Bürger dazu äußerten, welche Art der Bebauung und Nachverdichtung am besten zum dörflichen Charakter passe.

Hintergrund

Meinung gefragt

Auf Feedbackbögen konnten die Anwesenden ihre Eindrücke, Anregungen und Meinungen hinterlassen, wovon reger Gebrauch gemacht wurde. Mit dem Auftakt waren die Initiatoren zufrieden. Nach Abschluss der Ausstellung am morgigen Sonntag werden kommende Woche die Feedbackbögen ausgewertet. 

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