Autorennetzwerk bot Unterhaltung

Literarisch-musikalischer Abend

Autor: 
Ursula Hass
Lesezeit 3 Minuten
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15. Oktober 2019

Franz Lamm (Musik), die Autoren Uwe Wedemeyer, Karin Jäckel, Marion Stieglitz, Ursula Haß und Stadtpoet Klaus Huber (von links) boten einen vergnüglichen Abend. ©Veranstalter

Gelungener literarisch-musikalischer Abend mit fünf Autoren des Autorennetzwerks Ortenau-Elsass im Gemeindesaal St. Fidelis. Von Grusel- bis zu romantischen Liebesgeschichten, von schwarzem Humor bis zu poesievollen, lyrischen Gedichten wurde der Reigen gespannt.

In Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk der Erzdiözese Freiburg trafen sich drei Autorinnen und zwei Autoren des Autorennetzwerks Ortenau-Elsass zu einem literarisch-musikalischen Abend im Gemeindesaal von St. Fidelis. Begrüßt wurden die Gäste von der Gründerin und Leiterin des Autorennetzwerks, Karin Jäckel, die auch selbst mir ihren poetischen Geschichten und Gedichten die Zuhörer unterhielt, die Lesungen moderierte und die Autoren vorstellte. 

Schwarzer Humor
56 Autoren gehören dem Autorennetzwerk an, das seit vier Jahren mit vielen kulturellen Veranstaltungen in der gesamten Ortenau aufwartet. Die Offenburgerin Ursula Haß ließ ihren Schwarzwälder Kommissar Kirsch mit ihrem Erstlingswerk „Kirsch und der GiftSecco“, 2016 geschrieben, ermitteln. Er entführte die Zuhörer in das fiktive Örtchen Wiesenbach, das so langsam durch seine „Mordserien“ berühmt wird, denn es gibt ja noch die Kirsch-Fortsetzungen „Kirsch und der Ring der Keltengöttin“, „Kirsch und die Eisleiche“. Der vierte Krimi „Kirsch und die schwarze Katze“ erscheint demnächst. 

Der Schutterwälder Uwe Wedemeyer, im Harz geboren, hatte zwei etwas „gruselige“ Kurzgeschichten „Fliegengeschrei“ und „Herzklopfen“ parat, die er mit viel schwarzem Humor präsentierte. Ein sehr erfolgreicher „Einbrecher“ ging in der ersten Geschichte einer alten Lady auf den Leim und in der zweiten erlebten die Zuhörer die „Gothic-Dame“ Lilly, die zwar auf dem Friedhof feiert, aber Herzklopfen bekommt, wenn ihr Schritte im nächtlichen Dunkel folgen. 

Mit einer Liebesgeschichte „Froschkönig“ wartete Karin Jäckel auf bevor sie Marion Stieglitz vorstellte, die nahe Cham im Bayerischen Wald geboren wurde und nun in Offenburg ihre Heimat gefunden hat. Sie, die andere ihre Träume in verschiedenen Burda-Publikationen wahr werden lässt, erfüllte sich 2016 auch ihren Traum mit „Anna – eine (fast) perfekte Hochzeit“, ihrem ersten Buch. „Das kleine Hotel in der Provence“, aus dem sie Auszüge zum Besten gab, wurde 2019 herausgebracht. Beide Bücher sind romantisch-humorvolle Liebesgeschichten bei der die Hauptfiguren nach persönlicher Selbstverwirklichung suchen und so turbulente Abenteuer erleben, wie im zweiten Buch die Hochzeitsfotografin, die eine Hochzeit mit ihrem Freund ersehnte, aber dann doch lieber Hoteldirektorin in der Provence wurde. 

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Das neue Buch „Poesie in Klängen“ von Klaus Huber aus Achern, in der „Edition Blaue Stunde“ ist eine Hommage an die Musik und die Musikinstrumente. Und so entführte Klaus Huber, im Gewand des Stadtpoeten von Achern, mit poesievollen Gedichten in wunderbare Klangwelten, die Franz Lamm perfekt musikalisch umsetzte und so erklangen die Piccolo-Flöte, die Querflöte und die Klarinette, die schließlich so der Autor, Weinen und Lachen kann. 

Schmunzeln und Lächeln

So stand bei diesem Abend im Gemeindesaal bei so viel literarisch-musikalischem Genuss mehr das Schmunzeln und das Lächeln den Besuchern ins  Gesicht geschrieben, auch beim letzten Gedicht von Karin Jäckel, einer „Ode an meine Teetasse“, die bei einer Buchautorin nicht fehlen darf. Alle Autoren wurden mit viel Applaus von den Zuschauern bedacht und so manches persönliche Gespräch oder das Schmökern in den mitgebrachten Büchern entwickelte sich dann wie von selbst.

 
HINWEIS: Der Badisch-Elsässische Abend des Autorennetzwerks Ortenau-Elsass und des Fördervereins der Mediathek Oberkirch findet am Freitag, 25. Oktober, 19 Uhr, in der Mediathek Oberkirch mit vielen Autoren aus der Ortenau und dem Elsass, umrahmt mit Liedern und Musik von Gerd Birsner statt.

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