Vom Kiwanis-Club Offenburg verliehen

Max-Köhler-Preis geht an Epilepsiezentrum Kork

Autor: 
Regina Heilig
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
03. Januar 2018

Bei der Übergabe des Max-Köhler-Preises (von links): Adelheid Wiemer-Kruel, Dagmar Rahn, ­Erika Hansen-Lorenzen, Bernd Spangenberg und Bernhard Conrad. ©Iris Rothe

Beim Service-Club Kiwanis Offenburg dreht sich alles um das Wohl von Kindern. Der Max-Köhler-Preis, gestiftet von der Witwe des 2015 verstorbenen Künstlers, ging 2017 an ein Kunstprojekt der Kinderklinik des Epilepsiezentrums Kork.

Zum zweiten Mal wurde kürzlich vom Kiwanis-Club Offenburg der Max-Köhler-Förderpreis in Höhe von 2000 Euro verliehen. Mit der Stiftung des Preises wollte Erika Hansen-Lorenzen, die Witwe des 2015 verstorbenen Künstlers, an das Engagement ihres Ehemanns im musischen und künstlerischen Bereich erinnern. 

Für die Förderung ausgewählt wurde ein Projekt des Epilepsiezentrums Kehl-Kork, das über das reguläre Betreuungsprogramm des in ganz Deutschland führenden Hauses hinausgeht. Oberärztin Adelheid Wiemer-Kruel und Dagmar Rahn, die die Kurse im Epilepsiezentrum leitet, erläutern ihr Konzept im Pressegespräch: Für Kinder und Jugendliche ist eine schwere, gar chronische Krankheit über das eigentliche Leiden hinaus eine traumatisierende Erfahrung. 

Sie erleben etwa die Pflicht zur regelmäßigen Medikamenteneinnahme oder auch Klinik­aufenthalte als Einschränkung. »Sie wollen einfach sein wie andere Kinder«, fassen die Fachfrauen zusammen. 

Zeitweise in der Klinik

Neben den stationär in Kork untergebrachten Kindern und Jugendlichen gibt es auch junge Patienten, die normalerweise zu Hause leben und nur während einer bestimmten Zeit, die aber im Einzelfall schon mehrere Wochen dauern kann, in der Klinik behandelt und auf Medikamente eingestellt werden. 

- Anzeige -

Diese Therapiezyklen finden vorzugsweise in den Sommerferien statt, weil die Kinder nicht wegen ihrer Krankheit die Schule verpassen wollen. Genau für diese jungen Patienten ist das Projekt von Adelheid Wiemer-Kruel und Dagmar Rahn gedacht, denn: »Sechs Wochen Sommerferien können lang sein!« 

Die Zeit soll unter anderem mit einem Kunstprojekt ausgefüllt werden, das den jungen Menschen nicht nur die Zeit vertreibt, sondern auch einen Weg aufzeigt, sich nonverbal auszudrücken und vielleicht zu lernen, besser mit der lebensbegleitenden Krankheit zurechtzukommen. 

»Wir von Kiwanis geben unsere Mittel gern in abgeschlossene Projekte«, erklärt der Präsident 2017/2018 Bernd Spangenberg das Konzept des Service-Clubs, der sich das Motto »Serving the children of the world« auf die Fahnen geschrieben hat. 

Therapeutische Kraft

So gab es schon Projekte mit der Jugendmusikschule oder das Angebot »Singen, Bewegen, Sprechen«. Kunst entfalte eine besondere therapeutische Kraft. 
Das habe die Stifterin Erika Hansen-Lorenzen und den Kiwanis-Club Offenburg davon überzeugt,2017 den Preis an die Kinder- und Jugendklinik des Epilepsiezentrums in Kehl-Kork zu vergeben.
 

Weitere Artikel aus der Kategorie: Offenburg

Ichenheim
vor 1 Stunde
Der Gemeinderat hat sich mehrheitlich gegen die Nutzung des ehemaligen Gasthauses »Linde« an der Ichenheimer Hauptstraße als Döner-Imbiss sowie Cocktail- und Shisha-Bar ausgesprochen. Es solle ein »Signal« an die genehmigende Behörde gesendet werden.
Offenburg
vor 1 Stunde
Heute beginnt die Bewerbungsfrist für die OB-Wahl, und es ist stark anzunehmen, dass bereits vor 7.30 Uhr die Bewerbungen von Marco Steffens (39) und Harald Rau (56) im Briefkasten des Rathauses liegen werden. 
Über 70 Millionen investiert
vor 2 Stunden
Als hätte es der legendäre Senator höchstpersönlich inszeniert: Mit einem Volksfest, aber auch etwas Glamour wurde gestern die Einweihung des Kronenplatzes und des Quartiers »Senator-Burda-Park« gefeiert. Höhepunkt war die Enthüllung der Senator-Franz-Burda-Büste. 
Ortenberg
vor 3 Stunden
Im Alter hat sie das Reisen entdeckt und mit 50 Jahren hat sie noch ihren Führerschein gemacht. Am Sonntag feiert Brunhilde Fischer aus Ortenberg ihren 90. Geburtstag.
Fische sind gefährdet 
vor 3 Stunden
Folgen der wochenlangen Trockenheit: Die Gemeinde Durbach steht kurz vor dem Verzicht der Blumenbewässerung und einem generellen Gießverbot. Der Trinkwasserverbrauch ist überdurchschnittlich hoch. Wasser aus dem Trinkwassernetz Appenweier wird derzeit zugekauft. 
Abschlussfeier
vor 3 Stunden
Bei der Abschlussfeier wurden 66 Zehntklässler der Erich-Kästner-Realschule verabschiedet und erhielten ihre Zeugnisse.
Eier aus Berghaupten
vor 3 Stunden
Ihre Kunden essen so viele Eier aus artgerechter Haltung, dass Nadine und Marco Seger ein zweites, noch größeres Hühnermobil angeschafft haben. Das Geschäftsmodell der beiden Mittdreißiger trägt in Berghaupten Früchte.  
Spaß mit Treibgut
vor 3 Stunden
Geduld war gefragt, denn der neue Spielplatz im »Seidenfaden« musste noch vom Tüv abgenommen werden. Dieser gab nun grünes Licht, sodass das Gelände eingeweiht werden konnte.
Mittlere Reife
vor 3 Stunden
107 Schüler nahmen bei der Abschlussfeier der Theodor-Heuss-Realschule ihre Zeugnisse entgegen. Eltern, Lehrer und Freunde freuten sich mit ihnen über die bestandene Mittlere Reife.
Unsere Abiturienten 2018
vor 3 Stunden
Maren Rosenberger (19) aus Oppenau hat ihr Abitur am Biotechnologischen Gymnasium gemacht. Ihre Neigungsfächer waren Englisch, Bildende Kunst und Mathe. Ihre Hobbys sind Zeichnen, Fotografieren, Light-Novels lesen und Comicbücher. Außerdem Videospiele spielen und Schwimmen.
Kämmerer gibt Haushaltszwischenbericht
vor 3 Stunden
Die Gemeinde Neuried steht finanziell gut da, das war dem Haushaltszwischenbericht von Kämmerer Andreas Delfosse zu entnehmen.
Gemeinderat nimmt Konzept von Stuttgarter Büro an
vor 10 Stunden
Die Gemeinde Neuried hat das Stuttgarter Planungsbüro »Schreiberplan« beauftragt, ein Konzept für eine neue, einheitliche und übersichtliche Beschilderung zu erarbeiten. Am Mittwoch nahm es der Gemeinderat einstimmig an. Die Ortschaftsräte werden noch die von der Gemeinde vorgeschlagenen Standorte...