Offenburg - Windschläg

MGV-Chorkonzert mit vielen Facetten

Autor: 
Norbert Knapp
Lesezeit 3 Minuten
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14. November 2019

Temperamantvolle Gäste: Die CanTanten aus Unterharmersbach. ©Norbert Knapp

Das Konzert des Männergesangverein Eintracht Windschläg am Samstag wurde wieder ein Hochfest des Chorgesanges, das Publikum in der voll besetzten Festhalle war entzückt.

Dirigent Viktor Asberger hatte wie gewohnt ein abwechslungsreiches Programm für das Chorkonzert zusammengestellt, das die Stärken des Chores und der Solisten zur Geltung brachte – mit deutschen, englische, italienischen, russischen und schwedische Liedern.

Schöne Kunst

Zu Beginn wurde mit „Musica, du schönste Kunst“ das Motto des Abends vorgegebenen. „The Lily in the Valley“ folgte. Der Titel nimmt Bezug auf das Hohe Lied des Alten Testamentes, wo von der Lilie im Tal die Rede ist. Das Lied gehörte zum Repertoire der Heilsarmee als christliche Botschaft. Solobeiträge gab es von Xaver und Rupert Glatt sowie Klaus Bruder und Hubert Joggerst. 

Luigi Pigarelli schrieb für die italienischen Alpini viele Lieder, die diese Gebirgstruppe mit einem eigenen Chor weltweit bekannt machten. Mit „Sul Capello“ beschrieben sie ihren eigenen Federhut, während das im zweiten Teil des Konzertes vorgetragene „La Montanara“ geradezu zur Alpenhymne geworden ist.

Mit dem Hohenlohischen Volkslied „Ei du Mädchen vom Lande“ wurde der Konzertblock abgeschlossen. Später folgte auf „La Montanara“ das bekannte Lied aus dem Großen Zapfenstreich „Ich bete an die Macht der Liebe“. Xaver Glatt überzeugte einfühlsam und leise mit seinem Sologesang.

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Die ganze Bandbreite des Chores kam dann im russisch- orthodoxen Liturgiegesang „Dnesj Wesna blagouchajet“  zum Tragen. Mit bewundernswerter Sicherheit und Dynamik wurde ein meisterlicher Beitrag geboten. Zum Abschluss stand aus dem Film „Wie im Himmel“ „Gabriellas Sang“ auf dem Programm. Dieses Lied wurde sowohl für Gesang, als auch für Orchester vielfältig vertont. Windschlägs Sänger hatten extra den schwedischen Originaltext gelernt. Mit eindrucksvoller Bassstimme war der Solobeitrag von Peter Basler ein weiterer Höhepunkt. Das bekannte „Halleluja“ von Leonard Cohen war als Zugabe angesetzt. Es sollten später im „inoffiziellen Teil“ noch viele weitere gelungene Beiträge folgen, die das Publikum noch lange in der Festhalle verweilen ließen.

Die temperamentvollen „CanTanten“ (Leitung: Dirigentin Bärbel Neunzig) aus Unterharmersbach trugen wesentlich zum Erfolg des Konzerts bei. Mit alten Schlagern wie „California Dreaming“, „Schuld war nur der Bossa Nova“, „Itsi bitsi teeni weeni“und Musical-Stücken sorgte der Frauenchor für stürmischen Beifall. Besonders das Abschlusslied von der Hefe, die in jeder Frau schlummern soll, sorgte für viele Lacher und donnernden Applaus, nahmen sie doch ihre „körperliche Entwicklung“ nach der Strandbikini-Zeit virtuos auf die Schippe. Bei den Zugaben  sangen sie „It‘s Rainin Men“ und mit „O du stilles Tal“  ein klassisches Volkslied.

Vereinsvorsitzender Reinhold Goos zollte Lob und Dank.

Die Leistung der Aktiven brachte Heinz Schaufler in seiner hintergründigen Moderation auf den Punkt: „Hinter jeder Note steckt ein Tropfen Schweiß“. 

◼ Bereits am Volkstrauertag gestaltet der Männerchor die Gedenkveranstaltung mit. Am zweiten Weihnachtsfeiertag findet das traditionelle Benefizkonzert in der Pfarrkirche statt. Jo Schraeder wird sich an diesem Abend sicherlich wieder über großherzige Spenden aus dem Publikum freuen, das damit eine bereits über zehnjährige Tradition zu Gunsten der „Tour der Hoffnung“ fortsetzt.

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