Offenburg

»Mich interessiert die Stadt«

Autor: 
Taras Maygutiak
Lesezeit 3 Minuten
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28. Juli 2009

In einer Serie stellt das OT die acht »Neulinge« des frisch gewählten Offenburger Gemeinderats vor. Im siebten Teil unserer Serie porträtieren wir Stefan Konprecht von den Freien Wählern. Mit 23 Jahren ist er das »Nesthäkchen« im neu gewählten Stadtparlament.
Offenburg. Unvorbereitet ging Stefan Konprecht gestern nicht in seine Premiere-Sitzung im Gemeinderat. Eine Fraktionssitzung der Freien Wähler, für die der 23-Jährige Polizist im neuen Gemeinderat sitzt, hatte er da bereits hinter sich. Dort hatte sich der jüngste Stadtrat festgelegt, in welchen Ausschüssen er künftig mitarbeiten wird: nämlich im »Familie- und Jugend-« sowie als Stellvertreter im »Schul- und Sportausschuss«. Außerdem hat er sich in die letzte Sitzung des »Familien- und Jugendausschusses« gesetzt, »einfach um reinzuschnuppern«, verrät Konprecht. Überrascht über Wahl Seit dem vergangenen Jahr ist der 23-Jährige, der den meisten als Faustballer des Ersten Bundesliga-Vereins »Offenburger Faustball Gemeinschaft« und als Mitglied des Nationalkaders bekannt sein dürfte, Mitglied der Freien Wähler. Stadträtin Angi Morstadt habe ihn damals gefragt, ob er beitreten wolle, erzählt Konprecht: »Im Laufe der Zeit wurde dann klar, dass ich mit auf die Kandidaten-Liste komme.« Wie die meisten der »Neulinge« war auch Stefan Konprecht überrascht, dass er tatsächlich gewählt wurde. Er berichtet, wie er sich am Wahltag eher weniger Gedanken gemacht hatte, ob er in das Gremium einziehen wird: »Am Abend hat dann Angi Morstadt angerufen, ich solle doch mal ins Technische Rathaus kommen« – dort hatten sich am Wahltag eine ganze Reihe von Kandidaten eingefunden, um die einlaufenden Ergebnisse der verschiedenen Bezirke gleich aus erster Hand mitzubekommen. Bei den letzten zehn Bezirken wurde dann immer deutlicher, dass er wohl in den neuen Gemeinderat kommen wird, erinnert sich Konprecht. Die »große Politik« interessiert ihn nicht ganz so arg: Die politischen Alltagsthemen bekomme er natürlich auch bei seiner Arbeit bei der Bereitschaftspolizei (Bepo) mit – und zwar wenn er mit seinen Kollegen auf Demonstrationen, wie die Castor-Transporte oder Großeinsätze wie beim Nato- oder G8-Gipfel, gehen muss. Seine politische Neugierde konzentriert sich auf die Kommunalpolitik: »Es interessiert mich vor allem die Stadt Offenburg«, meint der frischgebackene Stradtrat. Der 23-Jährige findet es gut, dass er als »jemand Jüngerer« dabei ist. Er möchte »neue Ideen, einen frischen Wind reinbringen« und das eine oder andere »umkrempeln«. Karriere bei der Polizei Geboren wurde Stefan Konprecht in Offenburg. Er besuchte die Grundschule in Zell-Weierbach und anschließend die Erich-Kästner-Realschule. Mit 16 einhalb Jahren begann er bei der Bereitschaftspolizei in Lahr seine Ausbildung zum Polizeimeister. Neben der »spannenden Polizeiarbeit« schätzt der Faustballer vor allem, dass die Polizei »sehr sportfreundlich« ist und sich seine Trainings- und Spielpläne mit dem Dienst vereinbaren lassen. Bei der Polizei will Stefan Konprecht übrigens auch karrieretechnisch eine Schippe auflegen: »Ab September will ich die Fachhochschulreife nachholen.« Wenn alles klappt, »geht’s danach an die Polizeifachhochschule nach Villingen-Schwenningen.« Ziel: der gehobene Dienst.

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