Jubilar blickt zurück und sagt, worauf es ankommt

Michael Wald feiert am Sonntag seinen 70. Geburtstag

Autor: 
Regina Heilig
Lesezeit 3 Minuten
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17. August 2019
Michael Wald, der morgen 70 wird, war als Ingenieur beim Land beschäftigt und im Personalrat engagiert.

Michael Wald, der morgen 70 wird, war als Ingenieur beim Land beschäftigt und im Personalrat engagiert. ©Regina Heilig

Am Sonntag feiert Michael Wald seinen 70. Geburtstag. Der »überzeugte Baden-Württemberger«, als der er sich selbst bezeichnet, ist auch ein leidenschaftlicher Fotograf.

Geboren am 18. August 1949 in Pforzheim, wuchs Michael Wald mit einem Bruder auf und machte das Abitur am Kepler-Gymnasium. Nach einer Vermessungslehre folgte das Studium der Geodäsie in Karlsruhe. Als der Diplom-Ingenieur seine berufliche Laufbahn beim Land begann, waren noch die sprichwörtliche »Messlatte« und der Theodolit das tägliche Handwerkszeug, längst ersetzt durch das satellitengestützte Global Positioning System, als er vor wenigen Jahren als Oberamtsrat in Pension ging. »Das GPS ist genauer, keine Frage – wenn man 100 Meter mit der Fünf-Meter-Messlatte ausmisst, das kann gar nicht perfekt sein«, sagt er und lacht. 

»Immer schneller«

Naturgemäß hat den Jubilar sein ganzes Arbeitsleben der technische Fortschritt begleitet. »Drei oder vier Mal hat sich die Technologie von Grund auf gewandelt«, beschreibt er, »und inzwischen geht es immer schneller und schneller!« Der Arbeit wegen kam Michael Wald nach dem Studium nach Offenburg, schon begleitet von Ehefrau Angelika, geborene Seifert, die er im Freundeskreis kennengelernt hatte. 

Schon früh engagierte sich der Vermessungsbeamte in der Personalvertretung und war schließlich landesweit Personalratsvorsitzender für die ganze Vermessungsverwaltung. »Große Themen waren die Ämterzusammenlegungen«, erinnert sich der Jubilar, der im Ehrenamt Vorsitzender der Technikergruppe im Landes-Beamtenbund war.

»Man kann mich mit Fug und Recht als überzeugten Baden-Württemberger bezeichnen, der das auch gelebt hat, denn mein Beruf hat mich durch das ganze Ländle geführt«, sagt Wald. Die Dialekte zum Beispiel begeistern ihn und es habe ihm Spaß gemacht, vorher zu raten, »ob die in Biberach so reden wie in Ravensburg, um mal ein Beispiel zu nennen«. 

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Daneben war die Fotografie ein Steckenpferd des Vaters von zwei Söhnen und Opas eines Enkels. Vor allem Landschaften haben es ihm angetan, wobei er gar nicht genau sagen kann, nach welchen Gesichtspunkten Sujets ausgewählt werden. »Stimmungen sprechen mich an, schöne Berge, auch mal Strand, da sortiert man nicht, sondern jede Landschaft hat ihren Reiz.« 

Bei den »Silberstreifen«

Über Bekannte kam er in Kontakt mit den »Silberstreifen« der evangelischen Kirche, die in ganz Offenburg Gruppen im Rahmen weitgehend selbst verwalteter Seniorenarbeit organisieren. »Das kann auch ganz umfangreich sein«, lacht der rührige Pensionär. Ausflüge zu Kunst und Kultur sind genauso sein Thema wie die Organisation von Reisen. Gäste sind bei den Silberstreifen übrigens jederzeit willkommen. 

Michael Wald achtet darauf, seine freie Zeit nicht zu überfrachten: »Wir haben immer noch Luft für uns selbst und das ist wichtig, denn der Beruf hat genug Zeit gekostet.«  

Weder der Jubilar noch seine Frau halten viel von aufwendigen Feiern und so wird der Siebziger »im kleinen familiären Rahmen« gefeiert. »Zusammen sein, das ist uns wichtig!«

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