Preise für die drei besten Arbeiten

Mit diesen Möbelstücken punkten Jungschreiner in Offenburg

Autor: 
Michael Haß
Lesezeit 3 Minuten
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29. Juni 2020

Philipp Stier (rechts knieend), Geschäftsführer Hermann Asal GmbH, sowie die Lehrer Thomas Brosemer-Ehret (links) und Martin Teichert (knieend Mitte) prämierten die Sieger der Projektar-beiten. Hinten, von links: Jessica Clemens, Marcus Friedrich und Vanessa Armbruster zeigen ihre pfiffigen Möbelstücke. ©Michael Haß

45 Schreinerlehrlinge im zweiten Ausbildungsjahr an der Gewerblich-Technischen Schule Offenburg fertigten in einer Projektarbeit kunstvolle Möbelstücke. Das Unternehmen Asal prämierte die Sieger.

Normalerweise lädt die Holzabteilung der Gewerblich-Technischen Schule­ Offenburg zur Präsentation der Projektmöbel ein. Dann werden die Möbelstücke von Betrieben, Eltern und Lehrer bestaunt und die Arbeiten gewürdigt. Aus Abstands- und Hygienegründen wurde in diesem Jahr darauf verzichtet und lediglich die drei besten Möbelstücke prämiert. 

Zum vorgegebenen Thema »Altes Material in neue Teile zu integrieren« haben die angehenden Schreiner zwischen 120 und 150 Arbeitsstunden investiert und formvollende Möbelstücke hergestellt. Ob Couchtisch, Bar- und Schuhschrank, TV-Möbel: Die Mühen haben sich gelohnt. Die Möbelstücke stehen, so Thomas Brosemer-Ehret, Fachgruppenleiter Holztechnik an der Gewerblich-Technischen Schule Offenburg, den Gesellenstücken in nichts nach. »Die Auszubildenden haben sehr viel Herzblut fürs Detail investiert«, bestätigt Lehrer Martin Teichert. 

Für den Beruf des Schreiners sind solche Projektpräsentationen, wie sie an der Gewerblich-Technischen Schule jährlich durchgeführt werden, eine gute Werbung. »Wir setzen die künftigen Fachkräfte­ ins Rampenlicht und zeigen so, welche handwerklichen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Beruf des Schreiners vermittelt werden«, erklärt Brosemer-Ehret. Bei den Auszubildenden geht das Lob runter wie Öl. »Es freut mich, wenn meine Arbeit anderen gefällt«, meint Vanessa Armbruster aus Schappach, die bei Geiger Raumkonzepte in Wolfach ihre Ausbildung absolviert und ein altes Fenster in einen Tisch integriert hat. 

Nachtschrank und Näh-Hängeschrank

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Marcus Friedrich aus Achern lernt bei der Offenburger Schreinerei Steffen Stephan und hat einen Nachtschrank gebaut, der als Hocker nutzbar ist. Jessica Clemens aus Seelbach arbeitet bei der Firma Huschle in Gutach und hat ein Näh-Hängeschrank gefertigt. 

Vor der Fertigung brachten die Schreinerlehrlinge ihre Entwürfe maßstabsgetreu auf Papier – erst mit Handzeichnung, dann am Computer. Anschließend wurden Modelle in den Maßstäben eins zu fünf gefertigt. Sorgfalt und millimetergenaues Arbeiten waren Pflicht. Dann ging’s in den einzelnen Ausbildungsbetrieben an den Bau der Möbelstücke. 

Die Projektarbeit verlief wie im realen Arbeitsleben. Die Auszubildenden mussten auf Kundenwünsche eingehen und in Abstimmung mit den Lehrern eigene Entwürfe umzusetzen. Dabei wurde an modernen Maschinen gearbeitet, einige sind sogar computergesteuert. Das bedeutet jedoch nicht, dass die handwerkliche Qualität der Arbeit leidet. Denn ein Schreiner braucht vor allem zwei Dinge: geschickte Hände und technisches Verständnis. »Die Arbeit erfüllt einen mit Stolz«, erzählt Jessica Clemens. 

Philipp Stier, Geschäftsführer der Firma Asal in Offenburg, war von den Arbeiten der Auszubildenden beeindruckt: »Ein Beruf mit Tradition und Zukunft.«

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