Offenburg

Mit Herzblut hinter der Kamera

Autor: 
Ursula Haß
Lesezeit 3 Minuten
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26. August 2017
Die Arbeit mit den alemannischen Autoren, wie mit Bruno Epple vom Bodensee, hat Gaby Scheewe-Pfeil viel Spaß gemacht. Sie war für Produktionen auch schon in Myanmar und Namibia unterwegs.

Die Arbeit mit den alemannischen Autoren, wie mit Bruno Epple vom Bodensee, hat Gaby Scheewe-Pfeil viel Spaß gemacht. Sie war für Produktionen auch schon in Myanmar und Namibia unterwegs. ©privat

Die Offenburgerin Gaby Scheewe-Pfeil ist seit mehr als 30 Jahren im Filmgeschäft tätig. Kameraausrüstung und Fotoapparat sind immer dabei, wenn sie ihre Dokumentarfilme in der Heimat, aber auch in fernen Ländern dreht.

Kürzlich ist die gebürtige Offenburgerin Gaby Scheewe-Pfeil (Jahrgang 1962) von einem Dreh mit dem Malerdichter Bruno Epple vom Bodensee, aus Wangen auf der Höri, zurückgekommen. Der Film wird demnächst auf Youtube zu sehen sein. Der Auftrag kam diesmal von der Muettersproch-Gsellschaft aus Freiburg. Pro Jahr entstehen so zwei Filme über bekannte alemannische Autoren, wie beispielsweise bereits über Stefan Pflaum (Schallstadt) und Rosemarie Banholzer (Konstanz). 

Eigentlich wollte Gaby Scheewe-Pfeil, ihr Mann ist ein Sohn des bereits verstorbenen bekannten Offenburger Pfarrers Fritz Pfeil, nach ihrem Abitur am Oken-Gymnasium Fototechnik studieren. Doch dann gab es im Jahr 1982 ein interessantes Angebot, bei der Werbeagentur Gareis als Praktikantin anzufangen. Das elektronische Medium Video steckte damals noch in den Kinderschuhen, Lokalfernsehen und Lokalradios waren in aller Munde, und so lernte sie das Filmen und Fotografieren von der Pike auf. 

Mit dem Werbe- und Dokumentarfilmer Roman Teufel arbeitete sie mehr als 30 Jahre freiberuflich zusammen, und das Team hatte alle Kommunikationsanforderungen für Wirtschaft und Öffentlichkeit bedient. Es war damals eine aufregende Pionierzeit, an die sich Gaby Scheewe-Pfeil sehr gerne erinnert. Am liebsten drehte sie, auch zusammen mit Roman Teufel, Dokumentarfilme oder Reisedokumentationen, wie die vor einigen Jahren in Myanmar und Namibia, die auch schon bei den Fernsehsendern Arte und 3Sat liefen. 

Eindrucksvoll blieben ihr in Erinnerung die Zeiten in Namibia bei den Einwohnern mit ihrer »Klicksprache«, fernab der Zivilisation. Dort wurde der Film »Wenn Stern auf Stern vom Himmel fällt« produziert. 

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Film mit Zeitzeuge
Ursprünglichkeit und vom Buddhismus geprägte Menschen dokumentiert der Myanmar-Film mit dem Titel »Reise in eine verlorene Zeit«. Auch ein Film für das Institut für politische Bildung konnte im Jahr 2012/13 realisiert werden. Die Geschichte handelt von einem 90-jährigen jüdischen Mitbürger, der sowohl in Israel als auch in Kirchzarten bei Freiburg lebt und als Zeitzeuge seine Erinnerungen an die Nazizeit im Film erzählt. 

Der Film kommt übrigens auch in den Schulen zur Ausstrahlung. Produktionen über die Franziskanerinnen von Gengenbach, die sie über ein ganzes Jahr lang mit der Kamera begleiten durfte, gehören ebenso zu ihrem Portfolio wie Beiträge über alte Schwarzwälder Berufe, wie etwa der einer »Schäppelmacherin«. 

Mit dem bereits verstorbenen Schauspieler Klausjürgen Wussow (»Schwarzwaldklinik«) hat sie einen Film über die Rehabilitationsklinik »Katharinenhöhe« in Schönwald gedreht. Mit viel Herzblut betreut sie ihre Aufträge, kommt zu Vorgesprächen, schreibt Drehbücher, bearbeitet und schneidet die Filme, wie den Beitrag über den 86-jährigen Bruno Epple. Schon sein Freund Martin Walser sagte über ihn: »Ein Glück, dass es ihn gibt, einen Dichter und Maler wie die Ursprünglichkeit selbst, denn seine Lyrik und Prosa wie auch die Malerei sind durch und durch daseinsbezogen.« 

Schon heute freut sich Gaby Scheewe-Pfeil auf neue Filme oder Fotoreportagen, denn das kreative Gestalten pflegt sie mit großer Leidenschaft und Liebe zum Beruf. Die Filmbeiträge über die alemannischen Autoren sind unter www.alemannisch.de oder bei Youtube zu sehen. Infos zu Gaby Scheewe-Pfeil gibt es unter: www.filmundso.de.

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