Für Offenburgs Integrationsbeauftragte steht Ende 2020 Ruhestand an

Mit Regina Wolf geht das nächste bekannte Gesicht im Rathaus

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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31. Juli 2020

Vor ihrem Ruhestand will Regina Wolf noch das überarbeitete Integrationskonzept auf den Weg bringen. ©Stadt Offenburg

Für Regina Wolf, Integrationsbeauftragte der Stadt Offenburg, steht Ende des Jahres der Ruhestand an. Vorher will sie aber noch ein Projekt abschließen. Deswegen wurde ihr Vertrag verlängert.

Werden in Offenburg Themen und Fragen der Integration behandelt, fällt in dem Kontext schnell der Name Regina Wolf (65). Die gebürtige Offenburgerin bringt im Bereich Integration jahrelange profunde Erfahrungen mit. Sie gab zunächst jahrelang Aussiedler-, Integrations- und Deutschkurse, leitete danach zwischen 2003 und 2005 am Institut für Deutsche Sprache (IDS) das Projekt „Ost-West-Integration“. 

Abschied im Dezember

Im Anschluss begann sie, als städtische Integrationsbeauftragte zu arbeiten. Die Stelle wurde zum 1. Oktober 2015 vor dem Hintergrund seinerzeit stark steigender Flüchtlingszahlen zu einer Vollzeitanstellung aufgestockt. Regina Wolf ist zudem Geschäftsführerin des Integrationsbeirats – und bleibt das auch bis zum Jahresende, wie in der Gremiensitzung am Mittwochabend mitgeteilt wurde. 

„Wir haben verlängert“, bestätigte Bürgermeister Hans-Peter Kopp, eine offizielle Verabschiedung werde laut momentaner Planung in der Advents-Sitzung am 16. Dezember vorgenommen. Zuvor aber – und das sei einer von mehreren wesentlichen Gründen für die Verlängerung von Wolfs Engagement im Integrationsbeirat – stehe ein Thema an, das im Rahmen einer Sondersitzung des Beirats am 4. November zentral behandelt werde. „Wir werden Ihnen dann das neu überarbeitete Integrationskonzept für Offenburg vorstellen und erhoffen uns ein Votum dazu vom Integrationsbeirat, ehe es in weiteren Gremien und im Gemeinderat diskutiert wird“, kündigte Bürgermeister Kopp an. Da sich Regina Wolf bei dieser wichtigen Thematik stark einbrachte, sollte sie diese Diskussion entsprechend begleiten. Den klaren Wunsch der Verwaltungskollegen zeichnete Kopp in der Sitzung am Mittwochabend nochmals nach.

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Zu diesem Integrationskonzept gehört auch die Frage, wie Arbeit und Engagement des Beirats auf diversen Kanälen präsenter, prägnanter und vor allem einprägsamer transportiert werden könnten. Ein entsprechender Auftrag war in die Hände von Grafiker Moritz Lang (Gestaltungsbüro „Grafische Republik“) gelegt worden. 

Erste im April vorgestellte Entwürfe Langs waren – versehen mit kleinen Änderungswünschen – beim Integrationsbeirat auf offene Ohren gestoßen. Zentrale Elemente seiner Konzeption sind flexibel einzusetzende Farben, die sich wieder und wieder neu zusammenstellen lassen, dabei stets etwas Neues ergeben. Dieses bunte Konglomerat soll dem Betrachter und Rezipienten vor Augen führen, dass der Integrationsbeirat wie auch die Stadt Offenburg eine bunte Vielfalt darstellten, in der sich unterschiedliche Kulturen begegnen, kennenlernen und auf Augenhöhe voneinander lernen könnten. 

Auf Instagram vertreten

„Es ist viel Arbeit eingeflossen“, unterstrich Regina Wolf, die darauf hinwies, dass der Integrationsbeirat seit dieser Woche über einen eigenen Instagram-Zugang verfüge. Dieser soll nach und nach immer weiter aktualisiert und befüllt werden. Auch bei Facebook sei der Beirat bereits auf zwei Seiten unter dem Motto „Interkulturelle Stadt“ Offenburg mit neu aktualisierten Inhalten vertreten. 

Moritz Lang stellte den nahezu fertig vorliegenden Flyer für den Beirat im A3-Format vor. Enthalten sind neben einem Vorwort von OB Marco Steffens wesentliche Kontaktdaten, zusätzlich werden unter anderem der Beirat und seine Handlungsfelder näher dargestellt. Einige kleine Fehler sollen noch behoben werden, dann liegt der Flyer fertig vor. Das Echo in Verwaltung und Beirat fiel wohlwollend aus.

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