Stadt will an Konzeption feilen

Mittelfristig Frischzellenkur für Familienzentren geplant

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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11. September 2018

©Ulrich Marx

Im Ausschuss für Familie und Jugend wurde unter anderem der Jahresbericht des städtischen Fachbereichs 9 (Bürgerservice und Soziales) vorgestellt. 15 Berichte, vereint in einem kompakten Werk, zu dem sich die Fraktionen ausnahmslos lobend ausließen. Daneben ergaben sich verschiedene Fragen aus den Ausschussreihen.
 

Jens-Uwe Folkens (SPD) erkundigte sich zum »Kessel«, den er lobend als »Einrichtung, die vergleichsweise wenig Probleme über die Jahre verursachte«, hervorhob. Michael Hattenbach (Fachbereich Bürgerservice und Soziales) bestätigte, dass der »Kessel« bewusst nur wenig bis gar kein Geld in Anspruch nehme. Folkens äußerte sich ebenfalls lobend über die Stadtteil- und Familienzentren (SFZ), die er als »eine der größten städtischen Errungenschaften« heraushob. Bürgermeister Hans-Peter Kopp bestätigte den Eindruck, ließ aber auch durchblicken, dass die SFZ-Konzeption mittelfristig wieder einmal angepackt und auf den neuesten Stand gebracht werden soll. 

Thema Tagesmütter

Das Thema Tagesmütter brachte Folkens ebenfalls auf den Plan. Da diese einen Teil der Kinderbetreuung erfüllten, zielte die Frage in Richtung möglicher Kapazitäts-Erhöhungen für Tagesmütter ab. Martina Köllner (Fachbereich Bürgerservice und Soziales) nahm kurz Bezug auf die Betreuungsform »Kindertagespflege in anderen geeigneten Räumen« und sagte, seitens des Landratsamts liege die Zusage vor, die Rahmenbedingungen verbessern zu wollen.

Jess Haberer (CDU) erkundigte sich nach dem Stand des 2016 begonnenen Aktionsprogramms »Älter werden in Offenburg« und bereits spürbaren Impulsen. Außerdem galt sein Interesse dem Stand des vor zehn Jahren in die Wege geleiteten Projekts »Femme-Tische«. Köllner informierte, dass im Zuge der »Femme-Tische« nach wie vor Frauen aus ganz unterschiedlichen Kulturkreisen zusammenkämen. Diese Vielfalt sei ein wichtiger Projektinhalt, den Leitungen der Stadtteil- und Familienzentren käme bei der Umsetzung der Veranstaltungen eine hohe Bedeutung zu. Auf Wunsch werde demnächst ein ausführlicherer Sachstandsbericht vorgelegt. Zum Aktionsprogramm bemerkte sie, man befinde sich in einem Prozess, der Zeit benötige. Inzwischen ist das »Grünbuch« vorgestellt worden. 

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Ausführliche Lektüre

Stefan Konprecht (FWO) räumte schmunzelnd ein, dass die ausführliche Lektüre des Jahresberichts »meine Work-Life-Balance etwas durcheinandergebracht hat«. Er hoffte, dass das in dieser Konstellation künftig weiter der Fall sein werde und dankte den engagierten Mitarbeitern des Fachbereichs 9. 

Mehr Personal?

Während Eva-Maria Reiner (Grüne) gerade die zahlreichen Jugendangebote »enorm« fand, kennzeichnete Karl-Heinz Eckerle (FDP) jeden der Berichte als »ein positives Signal für die Stadt«. Seine Frage, ob das Personalaufkommen möglicherweise noch zu steigern sei, nahm der Bürgermeister generell positiv auf. Am Wunsch solle das nicht scheitern, mehr Personal bedeute auch mehr Möglichkeiten. Das sei aber nicht zuletzt eine Frage der finanziellen und personellen Mittel selbst. 
Kopp kündigte voraussichtlich für das kommende Jahr eine entsprechende Vorlage im Ausschuss an.

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