Offenburg

Mobilitätsstation am Messeplatz eingeweiht

Autor: 
Bettina Kühne
Lesezeit 3 Minuten
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24. Juni 2015
Gestern weihte OB Edith Schreiner die erste Mobilitätsstation am Messeplatz in Offenburg eingeweiht: Außer mit Rädern und Pedelecs kann man von dort aus auch mit Elektro-Autos die Umgebung erkunden.

Gestern weihte OB Edith Schreiner die erste Mobilitätsstation am Messeplatz in Offenburg eingeweiht: Außer mit Rädern und Pedelecs kann man von dort aus auch mit Elektro-Autos die Umgebung erkunden. ©Christoph Breithaupt

Gestern wurde am Messeplatz die erste Mobilitätsstation eingeweiht: Räder, Pedelecs und ein E-Auto können gemietet werden, um umweltschonend voranzukommen.

Messechefin Sandra Kircher ist die Patin der ersten Offenburger Mobilitätsstation: »Sie liegt ideal, weil die Leute im Hotel oder auf unseren Messen von hier aus dann mobil sein können«, sagte sie gestern bei der Einweihung der Mobilitätsstation am Messeplatz. Sie will genau das tun, was man als Patin so tut: das Modell fördern und nach vorne bringen.

Drei Pedelecs, gut diebstahlgeschützt in einem Häuschen, fünf Räder und ein Elektroauto stehen den Nutzern an der rund 60 000 Euro teuren Station  künftig zur Verfügung. Neben dem Rednerpult von Oberbürgermeisterin Edith Schreiner prangte das Logo von »einfach mobil«, der neuen Mobilitätskarte der Stadt, mit der man überdies noch sparen kann. »Mit dem Mix wollen wir Anreize bieten«, sagte die OB bei der Einweihung der Station. Das multimodale Fortkommen solle dadurch gefördert werden: »Die Menschen sollen jeweils das Zweckmäßigste nutzen.« Der Hintergedanke: Dafür können sie in der Stadt auf ihr Auto oder zumindest ihren Zweitwagen verzichten und sich umweltfreundlich fortbewegen. Gemäß dem Motto »Je einfacher, desto besser«, schaffe die Mobilitätsstation nun eine niederschwellige Möglichkeit, verschiedene Verkehrsmittel zu verknüpfen.

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Mit 115 000 Euro fördert das Landesministerium für Wirtschaft und Verkehr das Offenburger Konzept. Man sei beeindruckt davon, welche Ziele sich Offenburg gesetzt hat, sagte Gisela Splett, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur. Es unterstütze die fünf Vs, die man in Sachen Verkehr anstrebe: Verbessern, Verlagern, Vermeiden, Vernetzen und Vorbild sein.

Insgesamt kostet das  590 000 Euro, ein Drittel der Kosten stemmt die Stadt. Für den Betrag wurde ein Konzept erarbeitet und eine Marke aufgebaut. Sponsoren sind laut dem städtischen Verkehrsplaner Mathias Kassel Badenova mit 41 000 Euro und das E-Werk Mittelbaden mit 31 000 Euro. Das Ministerium für den Ländlichen Raum steuerte 100 000 Euro bei. Die Mittel stammen aus dem Topf »E-Mobilität und Ländlicher Raum«. »Normalerweise assoziiert man das mit Ballungsgebieten, aber die Leute sind kreativ«, erklärte Hartmut Alker, Ministerialdirigent im Ministerium für Ländlichen Raum. Offenburg wurde als eines von 20 ausgewählten Projekten bedacht.

Passend für den Zweck
Immer dann, wenn man keine Lust zum Laufen habe, sei ein Leihfahrrad das Richtige, erklärte Dennis Steinsieck vom Radverleiher Nexbike. Für Lacher bei den Festgästen sorgte seine Aussage, dass die Räder in Mailand, Madrid, Kopenhagen und eben Offenburg genutzt würden.
Ein Elektroauto mit bis zu 200 Kilometern Reichweite wird dauerhaft an der Messe stehen, eines am Technischen Rathaus; insgesamt unterhält Stadtmobil Carsharing Südbaden in Offenburg neun Fahrzeuge.  »Immer das passende Auto für den Anlass« habe man dadurch, erklärte Christian Nowack von Stadtmobil.

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