Schwerpunkt auf der Region

Mother Hood Ortenau firmiert sich um in Sambucus

Autor: 
red/sb
Lesezeit 3 Minuten
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17. August 2020

Über die Konferenzschaltung „Zoom“ haben die Frauen von Sambucus ihre Vereinsgründung durchgeführt. Wegen der Corona-Pandemie war dies rechtlich möglich. ©Verein

„Sambucus“ will Familien eine Stimme geben: Vormals als „Mother Hood Ortenau“ bekannt, haben die Aktiven einen neuen Verein mit regionalem Schwerpunkt gegründet.
 

Während der Corona-Pandemie hat sich ein neuer Verein in der Region gegründet. Sieben Frauen, ehemals unter der Regionalgruppe von „Mother Hood“ bekannt, haben sich auf den Weg gemacht, Familien eine Stimme zu geben. Das schreibt der Verein in einer Pressemitteilung. 

Der neue Verein „Sambucus“ engagiere sich dafür, dass Frauen, Männer und deren Kinder auch in Zukunft eine unbeschwerte und sichere Schwangerschaft, eine optimal begleitete Geburt und eine gute Betreuung danach erleben können. Am Herzen liegt dem Verein die Förderung einer sicheren Geburtshilfe an allen Orten der Ortenau, heißt es in der Pressemitteilung. Dazu gehöre die freie Wahl des Geburtsorts mit der Möglichkeit der Geburt als Hausgeburt, im Geburtshaus, als Klinikgeburt und in einem hebammengeleiteten Kreißsaal.

Bei familiengerechten Aktionen soll die Öffentlichkeit informiert werden und eine Plattform zum Austausch geboten werden, berichtet Sarah Schulze, Vereinsfrau der ersten Stunde. „Unsere Gründungssitzung musste wegen Corona im Internet über die Konferenzschaltung Zoom stattfinden.“ Um so mehr hoffen die Vereinsfrauen, dass demnächst Aktionen mit persönlichem, menschlichen Kontakt organisiert werden können. Denn „Sambucus“ sieht sich als Ansprechpartner für Familien, aber auch für Fachpersonal und regionale Partner, die sich mit allen Themen rund um die Familie befassen.

Mehr in der Region

Für die Trennung vom Bundesverein „Mother Hood“ und die Neugründung eines eigenen Vereins haben sich die Frauen laut Pressemitteilung entschieden, da sie ihr Wirkungszentrum eher in Offenburg und der Umgebung sehen und sich vermehrt auf Aktionen in der Region konzentrieren wollen. Im Zentrum des Engagements von „Sambucus“ stehe immer die Familie. Dabei gehe es dem Verein um die Unterstützung der natürlichen Stärke der Frau, um das Recht des Kindes auf einen guten Start ins Leben und ein geborgenes Aufwachsen und die Zugehörigkeit des Mannes zum Entstehen des neuen Lebens.

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Die Gründungsmitglieder Sarah Schulze, Sylvia Fröhlich, Kirsten Pieper, Petra Matern, Katharina Horcher-Sauer, Carolin Betz und Gloria Lembke sind fest davon überzeugt, dass die Qualität des Gebärens das Leben und letztendlich die ganze Gesellschaft entscheidend prägt.

„Sambucus“ möchte die Familien auch weit nach der Geburtsphase unterstützen. „Gerade in der aktuellen Corona-Situation entsteht der Eindruck, dass Familien inzwischen die letzen sind, an die in der aktuellen schwierigen Situation gedacht wird“, sagt Sarah Schulze. 

Rolle der Eltern

Familien stehen durch die Einschränkung der Betreuung in Kitas und Schulen am Rande ihrer Belastbarkeit, so der Verein. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei plötzlich nicht mehr klar umsetzbar. Der Verein fordert, dass die Rolle der Mütter und Väter gezwungenermaßen in dieser Krise neu definiert werden muss. Dabei gehe es leider auch um das Kindeswohl, das in einigen Fällen gefährdet ist. „Gemeinsam mit regionalen Partnern möchten wir hinschauen, den Familien eine Stimme geben und nach Lösungen suchen“, formuliert „Sambucus“ eines seiner Anliegen.

KONTAKT: E-Mail: sarah.schulze@sambucus-ev.de oder über die Internetseite www.sambucus-ev.de.

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