Appell: Alemannisch schwätze!

Muettersproch-Gesellschaft blickt auf aktives Jahr zurück

Autor: 
Ursula Haß
Lesezeit 3 Minuten
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16. April 2019

Die Muettersproch-Gsellschaft Offenburg mit der Vorsitzenden Margot Müller (Zweite von links), Schriftführerin Uli Mast (ganz links) und Monika Röschmann (Dritte von rechts) präsentierte bei der Mitgliederversammlung das Programm 2019. ©Ursula Haß

Die Regionalgruppe Offenburg der Muettersproch-Gsellschaft blickte auf ein erfolgreiches Jahr mit Mitgliederzuwachs zurück. Zum regen Vereinsleben zählten Lesungen sowie Lieder- und Filmabende mit eigenen Mundartautoren. 

Gut besucht war die Mitgliederversammlung der Offenburger Regionalgruppe der Muettersproch-Gsellschaft im Stammlokal »Brandeck«, wobei auch neue Mitglieder begrüßt werden konnten, wie Margot Müller, Vorsitzende der Offenburger Gruppe, erfreut feststellte. Nach dem »Gueden’Owe« auf Alemannisch streifte die Vorsitzende das rege Vereinsleben mit den elf Muetterspröchler-Treffen, die immer am ersten Mittwoch des Monats in der »Brandeck« mit gutem Besuch stattfanden. Unter dem Motto »Wer kann un will, der derf … ebbs vortrage«, unterhielten bei den Lesungen und Vorträgen Mundartkünstler aus den eigenen Reihen. 

Anita Wiegele entführte beim  Auswärtsstammtisch am 5. Juli in Oberkirch in das Grimmelshausen-Museum, das Johann-Christoffel von Grimmelshausen gewidmet ist. Gelungen war auch ein Abstecher in das Gasthaus zum »Silbernen Stern« in Gaisbach, in dem Grimmelshausen Wirt war. 

Das Highlight des Jahres 2018 war sicherlich der Mundart-Owe am 20. Juli zu Ehren des 100. Geburtstags von Rudolf Vallendor, den das Kulturbüro der Stadt Offenburg im Salmen ausgerichtet hat. Monika Röschmann und Margot Müller trugen ausgewählte Texte von ihm vor und die Gruppe »Im Hubbes sini Kumpel« begleitete musikalisch. Erfreulich war auch, dass durch diesen Mundart-Owe neue Mitglieder gewonnen wurden. 

Auch die Teilnahme am Freiheitsfest am 16. September mit einem Werbestand und Beiträgen von vier Autorinnen zum Thema »Freiheit der Frauen« war sehr erfolgreich. Erstmals traten auf dem Podium Elsa Lerch und Monika Röschmann auf, begleitet von den alten »Hasen« Brigitte  Neidig und Margot Müller. Am Werbestand hatten Birgit Dudek und Uli Mast das Sagen. 

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Bereits in der Totenehrung wurde schon Georg Lechleiter gedacht, der am 25. August plötzlich verstorben ist. Er war seit 2008 Schriftführer der MSG-Gruppe und hat auch seinerzeit die »Abbewihrer Gruppe« nach Offenburg gebracht. Seine tollen Ausflüge, präzise geplant, werden in Erinnerung bleiben. Und so fand schließlich sein geplantes großes Projekt, die 40-Jahr-Feier der Gruppe Abbewihr im Zunfthaus leider ohne den »Schorsch« statt, aber es wurde eine würdevolle Gedenkfeier für den Verstorbenen mit viel Publikum im Zunfthaus, das er schließlich auch mitinitiiert hatte. 

Programm 2019

Die Vorsitzende erwähnte außerdem, dass sie ihren Beisitz in der Hauptgruppe abgegeben hat, nachdem eine Nachfolgerin gefunden wurde. Zum Schluss richtete Margot Müller ihren Appell an die Mitglieder, weiterhin »alemannisch zu schwätze«, denn auch bei der Dialekttagung im Dezember 2018 in Stuttgart, an dem auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann teilgenommen hat, wurde darauf hingewiesen, dass es keine »Diskriminierung der Dialekte« geben sollte. 

Monika Röschmann berichtete über eine solide Kassenlage und die beiden Kassenprüfer Brigitte Neidig und Peter Amann waren auch voll des Lobes für die Kassiererin, ebenso natürlich für die neue Schriftführerin Uli Mast. Danach wurde das Programm 2019 vorgestellt, das neben den obligatorischen Stammtischen in der »Brandeck« auch einen Ausflug in das Ecomuseum im Elsass am 22. Mai, den Auswärtsstammtisch am 3. Juli im Weingut Roeder von Diersburg, einen heiteren Dia-Vortrag mit Bert Kohl im Gasthaus »Linde« in Fessenbach am 4. September  sowie einen Mundart-Owe im Winzersaal Zell-Weierbach mit Kathrin Ruesch und dem Duo Goschenhobel am 26. Oktober vorsieht.  

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