Offenburg - Fessenbach

Mundart-Autor Ludwig Hillenbrand stellt sein neues Buch vor

Autor: 
Ursula Haß
Lesezeit 3 Minuten
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11. Dezember 2015

Ludwig Hillenbrand präsentiert am Sonntag, 13. Dezember, sein neues Mundartbuch. ©Archivfoto

Ludwig Hillenbrand, »s’ Becke Ludwig«, präsentiert sein neues Mundartbuch mit dem Titel »E Kindheit im Dorf – Erinnerunge an Fessebach« in seinem Heimatdorf. Die Vorstellung ist am Sonntag, 13. Dezember, bei den Fessenbacher Winzern.

Gleich an den Anfang seines neuen Mundartbuches »E Kindheit im Dorf – Erinnerunge an Fessebach« stellt Ludwig Hillenbrand das afrikanische Sprichwort »Zum Erziehen eines Kindes braucht es ein ganzes Dorf«.  Und unter diesem Leitmotiv können auch die insgesamt 42 Kapitel gelesen werden, die Ludwig Hillenbrand, als »s’ Becke Ludwig«, in seinem Heimatdorf Fessenbach erlebt und nun niedergeschrieben hat. Diese Erinnerungen, festgehalten in Buchform, präsentiert Ludwig Hillenbrand nun im Rahmen einer kleinen Lesung mit dem Heimatverein Fessenbach am Sonntag, 13. Dezember, im Probierraum der Fessenbacher Winzer.

Viele Erlebnisse

Der Autor schildert in vergnüglicher, aber auch nachdenklicher Weise in seinem Buch Erinnerungen an seine Kindheit in Fessenbach. Es ist keine zusammenhängende Lebensgeschichte, sondern eher ein lose strukturiertes Kaleidoskop von Erlebnissen, Beobachtungen und Eindrücken, die sich aber zu einem anschaulichen Gesamtbild zusammenfügen und Zeugnis geben von Menschen, Ereignissen sowie von den Mühen, aber auch Freuden des dörflichen Lebens in den Nachkriegsjahren. Vor allem schildert der Autor, wie er als Kind auf dem Dorf die letzten Kriegsjahre und die Besetzung des Dorfes durch französische Soldaten erlebt hat, welchen Einfluss Kameraden und erwachsene Menschen auf seine Entwicklung gehabt haben und welche Lebensumstände das Zusammenleben in einer dörflichen Gemeinschaft geprägt haben.

Er hat nicht nur persönliche Lebensgeschichten aufgeschrieben, sondern stellt auch authentische Zeugnisse aus einer unwiederbringlich vergangenen dörflichen Welt dar. Er schreibt über die schwere Nachkriegszeit, die er als Kind erlebt hat, die gekennzeichnet war von Sorgen und Armut, die aber besonders für die Kinder und Jugendlichen des Dorfes doch auch viele schöne Erlebnisse und wichtige Lebenserfahrungen ermöglichte.

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Von Sitten und Festen

Aus der Perspektive des heranwachsenden Kindes erzählt Hillenbrand von der Ankunft der neuen Mitbürger, den Flüchtlingen aus dem Osten, von Dorffesten, Sitten und Gebräuchen an Weihnachten, Silvester und Fasnacht, von den »Krippeli-Schauen« des »Liederkranzes« nach den Gesangsproben im »Biisli«, vom »Kircheläwe im Wiingarde« und den strengen Regeln und Vorschriften des kirchlichen Lebens. Dabei werden wieder viele Menschen in Erinnerung gebracht, die das Leben in Fessenbach geprägt haben. Trotz der sehr persönlichen Sichtweise des Erzählers enthält das Büchlein, das im Lahr-Verlag erschienen ist, auch viel zeittypisches Kolorit aus einer Welt, die so nicht mehr existiert, aber in den Erinnerungen vieler noch heute lebendig ist. 

Ludwig Hillenbrand, geboren 1939, und aufgewachsen in der »Traube« in Fessenbach, lebt in Lahr, wo er nach dem Studium der Germanistik und Anglistik in Freiburg und München 1965 Lehrer am Max-Planck-Gymnasium wurde und bis zur Pensionierung von 1986 bis 2003 Schulleiter des Gymnasiums war. Schon in der Jugendzeit war er von der Mundart fasziniert und verfasste Gedichte und Glossen. 

Seit seiner Pensionierung ist die Mundart noch prägnanter, und so sind bereits zwei Bücher, wie »Ha so ebbs!« und »Des un sell!«, ebenfalls im Lahr-Verlag,  erschienen.  Und so konnte Ludwig Hillenbrand auch in der Sparte Lyrik den zweiten Preis beim Mundartwettbewerb 2010 entgegennehmen. Im Rahmen der Buchausstellung kann das Büchlein auch käuflich erworben werden. Aber vielmehr freut es Ludwig Hillenbrand, dass er zusammen mit dem Heimatverein das gerade erst neu erschienene Büchlein in Fessenbach präsentieren kann.

HINWEIS: Die Lesung findet am Sonntag, 13. Dezember, ab 17 Uhr im Probierraum der Fessenbacher Winzer statt. Der Eintritt ist frei.

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