Lustige Geschichten mit Kuh und Keiler

Mundart-Comics: Bert Kohl war zu Gast in Fessenbach

Autor: 
Ursula Haß
Lesezeit 2 Minuten
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12. September 2019

In einem über zweistündigen Programm erweckte Cartoonist Bert Kohl die Kuh Lisbeth und den Keiler Willibald mit Liedern und Comics zum Leben. ©Ursula Haß

Volles Haus herrschte in der vergangenen Woche in der Fessenbacher »Linde«, als dort Bert Kohl zu Gast war. Bei der Veranstaltung der Offenburger Muettersproch-Gsellschaft waren auch Gäste aus dem Elsass und dem Saarland zugegen.

In Fessenbachs guter Stube, der »Linde«, konnte Margot Müller in der vergangenen Woche viele Muetterspröchler, aber auch Gäste aus dem Elsass und aus dem Saarland begrüßen. Ein herzliches Willkommen galt dem Cartoonisten und Karikaturisten Bert Kohl aus Staufen, der mit seinem Partner, zuständig für die Diashow, aus dem Breisgau angereist war.

Mitgebracht hatte er nicht nur die Kuh Lisbeth und den Keiler Willibald, sondern auch jede Menge Karikaturen von Persönlichkeiten aus Politik und Sport, die am Ende der Live-Show zu erraten waren. Er selbst wurde als Kind ob seines Namens wegen gern mit dem ehemaligen Bundeskanzler verglichen, den er als »fleischgewordenen Großglockner« bezeichnete.

Mit der drolligen Kuh Lisbeth und dem schrulligen Keiler gab es viele nette kleine Geschichten, die, gezeichnet und auf Leinwand gebannt, Bert Kohl vor allem als virtuosen Cartoonisten präsentierten, aber auch sein mundartliches und gesangliches Talent zutage brachten. Entstanden sind die Comics und Cartoons vor rund fünf Jahren, wie Kohl informierte. Es entwickelten sich zwei Büchlein im Eigenverlag und die Auftritte bei diversen Veranstaltungen, wie er verriet.  

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Kohl ließ die Gäste in der proppenvollen »Linde«-Stube an dieser tierischen Hommage teilhaben, wobei auch der Schwarzwald und das Münstertal allgemein nicht vergessen wurden. »Dass sich d’Schwobe beim Schwäbischen Taxi-Unglück zu Tod gespart hen und das Auto gerettet haben«, war nur eine der vielen Szenen mit den beiden Urviechern, die er in allen Lebenslagen mit seinen Comics zum Leben erweckte. Auch einen Kneipenbesuch gönnt sich Willibald, und natürlich lässt er gerne anschreiben. Der Wirt: »Fünf Halbe stehen noch aus.« Darauf Willibald: »Schütt sie us, dia trinkt doch keiner meh!« 

Auch die »Badische Eisenbahn« mit Halt in Gengenbach, Rammersweier und Fessenbach wurde intoniert. Danach gab es Bänkellieder, wo Kohl Personen aus seinem Umfeld porträtierte. Später mussten im alemannischen Ratespiel Wörter wie »Maidlischmecker«, »Muckeseckeli« oder »Dipflischießer« anhand der Karikatur gefunden werden. Dass da die Muetterspröchler Oberhand hatten, versteht sich von selbst. 

Die nächste Muttersproch-Veranstaltung der Offenburger Gruppe ist am 26. Oktober, 19 Uhr, im Winzersaal in Zell-Weierbach mit dem Duo »Goschehobel« und der preisgekrönten Mundartdichterin Kathrin Ruesch.

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