Rammersweier

Mundartautorin Margot Müller besuchte Frauengemeinschaft

Autor: 
Christl Mai
Lesezeit 2 Minuten
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07. Oktober 2019

Muettersprochlerin Margot Müller (Mitte) erheiterte die Mitglieder der Frauengemeinschaft Herz Jesu Rammersweier mit ihren Anekdoten. ©Gisela Fischer

Zum Herbstfest der Frauengemeinschaft Herz Jesu­ Rammersweier konnten Lioba Isenmann und Maria Fritsch vom Vorstandsteam eine stattliche Anzahl Mitglieder sowie Gemeindereferentin Christine Scholz begrüßen. Bei neuem Wein und Zwiebelkuchen verbrachte man einige vergnügliche Stunden.

„Mir welle die alemannische Mundart pflege un babbChristelle, wie uns de Schnabbel gwachse isch“, stellte sich Margot Müller aus Fessenbach den Frauen vor. Die Vorsitzende der Muettersproch-Gesellschaft, Regionalgruppe Offenburg, sorgte mit selbst verfassten Geschichten, Anekdoten und Gedichten unter dem Thema „Wenn de Herbscht kummt“ mit heiteren und fröhlichen, überwiegend zu dieser Jahreszeit passenden Vorträgen für beste Unterhaltung. Gedichte wie „Neuer Win und Zwibbelkuche“ oder „E Winprob im Rebland“ sowie die Geschichte vom „Winkenner un Verkaufsstratege“ riefen bei den Zuhörerinnen viel Heiterkeit hervor.

„Kumme numme, ich verzehl euch ebbs vun dertzumols“, rief die 71-Jährige aus Urloffen stammende Autorin, die seit 36 Jahren in Fessenbach heimisch ist, in weiteren Geschichten mit Titeln wie „Fissemadende“, „De neuje Fummel“ oder „Ame scheene Sunndi-Morge“ spaßige Begebenheiten aus ihrer Kindheit in Erinnerung. 

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2800 Mitglieder

Außerdem erfuhren die Frauen, dass zur Muettersproch-Gesellschaft im alemannischen Raum, der das Gebiet von der Murg bis zur Schweizer Grenze und bis zum Bodensee umfasst, 13 Regionalgruppen mit insgesamt 2800 Mitgliedern zählen. Margot Müller ist außerdem Mitglied im Autoren-Netzwerk Ortenau/Elsass. Seit vielen Jahren schreibt sie alles Erlebte auf und durfte bei Wettbewerben schon etliche Preise einheimsen. Die Autorin setzt sich vehement für den Erhalt des alten Kulturguts „Muettersproch“ ein und freut sich, dass Alemannisch „in de ganze Welt“, besonders aber auch im Elsass, in der deutschsprachigen Schweiz, in Vorarlberg und in Lichtenstein gesprochen wird.

„Mit ihren Geschichten mitten aus dem Leben gegriffen haben Sie uns viel Spaß bereitet“, brachte es Lioba Isenmann in ihren Dankesworten an die Autorin auf den Punkt und überreichte einen Blumenstrauß.

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