Wein- und Heimatmuseum Durbach

Museumswein: Trauben wurden wie vor 100 Jahren bearbeitet

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 2 Minuten
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28. September 2018

©Volker Gegg

Muskelkraft statt moderner Traubenpresse: Im Durbacher Wein- und Heimatmuseum wurden die Trauben für den Museumswein so bearbeitet wie vor 100 Jahren.

Seit Jahrzehnten baut der Museumsverein im Hof des Wein- und Heimatmuseums seinen eigenen Wein an. 125 Rebstöcke mit 15 alten und damit fast vergessenen Weinsorten wie Rebling oder weißer Traminer stehen auf dem Mini-Weinberg des Museums zwischen Getreidemühle und Bienenhaus. 

Der Wein wurde bisher bei Ehrenvorstandsmitglied Heinrich Männle in dessen Weingut im Durbacher Sendelbach ausgebaut. »Wir haben die Gerätschaften nun hier im Museum und werden unser Museumströpfle in diesem Jahr hier ausbauen«, erklärt Vorsitzender Josef Werner. Mit einem fünfköpfigen Helferteam wurden vergangene Woche die Trauben gelesen und gleich danach bearbeitet, so wie bereits vor 100 Jahren Trauben zu Wein bearbeitet wurden. 

Seit über 20 Jahren hatte die uralte Traubenmühle im Wein- und Heimatmuseum keine Trauben mehr gemahlen. Jetzt kam das ehrwürdige Gerät aus dem Keller und die Trauben in den Trichter. 

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Kleine »Aussetzer«

Bürgermeisterstellvertreter Hubertus Gernoth, pensionierter landwirtschaftlicher Berater beim Landratsamt, drehte höchstpersönlich die Kurbel, während sein ehemaliger Amtsleiter Herbert Gruber die Trauben in den Trichter schüttete. Trotz einiger »Aussetzer« konnte die gesamte Ernte von rund 190 Litern gemahlen und dann auf der ebenso alten Trotte gepresst werden. 

Geherbstet wurde übrigens mit alten Holzkübeln statt mit Kunststoffbehältern und die stolzen 85 Grad Öchsle mit einer alten Mostspindel gemessen statt mit einem modernen Refraktometer. 

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