Offenburg

Offenburger Musikbibliothek startet neue Reihe "O-Ton"

Tanja Proisl
Lesezeit 3 Minuten
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06. Oktober 2016

Malena Kimmig, Leiterin der Musikbibliothek, und Stadtbibliothek-Leiterin Sibylle Reiff-Michalik freuen sich auf die neue Veranstaltungsreihe »O-Ton«. ©Ulrich Marx

Die Musikbibliothek der Stadtbibliothek startet eine neue Veranstaltungsreihe. Bei »O-Ton« soll es jährlich zwei bis drei Termine geben, bei denen es um Musik geht. Los geht es am Dienstag, 18. Oktober, mit einer Lesung mit Musik. Musikwissenschaftler Jens Rosteck spricht über den belgischen Chansonnier Jacques Brel.

Vorträge, Lesungen, Workshops, Gespräche über Musik – all das soll es in der neuen Veranstaltungsreihe »O-Ton« der Musikbibliothek geben. Geplant seien in der Reihe zwei bis drei Termine im Jahr, gerne auch in Kooperation mit anderen Einrichtungen, informierte Sibylle Reiff-Michalik, Leiterin der Stadtbibliothek, beim Pressegespräch. »Für unsere Größe haben wir ein sattes Angebot und viele Veranstaltungen«, sagte sie in Bezug auf die angepeilten zwei bis drei Veranstaltungen von »O-Ton«. 

Malena Kimmig, Leiterin der Musikbibliothek, verriet, dass der Musikwissenschaftler, Pianist und Autor Jens Rosteck mit seiner musikalischen Lesung über den belgischen Chansonnier Jacques Brel die »O-Ton«-Reihe eröffnet. Und zwar am Dienstag, 18. Oktober ab 20 Uhr in der Stadtbibliothek. »Brel – Der Mann, der eine Insel war« lautet der Titel des Buches, das Rosteck geschrieben hat. 

Chansons und Bilder

»Das E-Piano der Musikbibliothek wird ihm an dem Abend zur Verfügung stehen, er wird Chansons anstimmen und Bilder zeigen«, sagte Kimmig. Rosteck, der in Offenburg wohnt, sei als Biografienschreiber bekannt, so Kimmig. Um musikalische Früherziehung geht es hingegen am zweiten »O-Ton«-Abend am Mittwoch, 25. Januar 2017, um 20 Uhr. Dann kommt die in Lahr lebende Mezzosopranistin Viola de Galgóczy, die auch an der Pädagogischen Hochschule in Freiburg unterrichtet, in die Stadtbibliothek. 

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»Komm mit ins Musikland« heißt das Buch, das sie zusammen mit Gerhard Friedrich geschrieben hat. Laut Kimmig wird de Galgóczy das Buch vorstellen und auch einen kleinen Workshop dazu machen. Bei Letzterem werden Übungen aus dem Buch getestet, so Kimmig. Es gehe darum, wie man mit Kindern Musik entdecken kann. Als ein weiteres Thema bei »O-Ton« kann sich die Leiterin der Musikbibliothek »Neues aus der Notenwelt« vorstellen. Sie und Reiff-Michalik sind mit der Nachfrage in der Musikbibliothek zufrieden. 

Knapp 11 000 Medien

»Sie wird gut angenommen von denen, die sie kennen. Doch viele wissen immer noch nichts von ihr«, erklärte Kimmig. Die Musikbibliothek, die Ende 2014 eröffnet wurde, beinhalte knapp 11 000 Medien, so Reiff-Michalik. »Rund 50 Prozent davon sind Noten«, sagte die Stadtbibliothek-Leiterin. Ein Anliegen der Musikbibliothek sei es, regionale Gruppen und Künstler zu präsentieren, erläuterte Kimmig und zeigte eine CD der Stadtkapelle Offenburg. Zum Bestand gehören neben CDs auch Musik-DVDs – besonders an Opern sind die Nutzer interessiert – Übungen, Lexika und ein paar Kartenspiele über Musik. Auch in Zeiten von Musikstreaming-Diensten sind laut Kimmig die Ausleihzahlen von CDs gut. Auch Jugendliche würden noch CDs ausleihen. 

»Viel Platz für weitere Medien in der Musikbibliothek ist nicht mehr«, betonte Reiff-Michalik. »Wir erweitern den Bestand zielgerichtet. Letztens habe ich für einen Mann Noten für Harfe bestellt, weil wir davon erst wenige hatten«, berichtete Kimmig.

KARTENVERKAUF: Karten für die beiden »O-Ton«-Veranstaltungen gibt es ab sofort ausschließlich in der Stadtbibliothek. Die Karten kosten im Vorverkauf sechs Euro, ermäßigt vier Euro, pro Person. An der Abendkasse kostet eine Karte acht Euro, ermäßigt sechs Euro.

Info

»Offene Bühne«

Malena Kimmig, Leiterin der Musikbibliothek, teilte mit, dass es in der Musikbibliothek künftig einmal im Monat eine »Offene Bühne« geben soll. Wer mag, kann dann auf dem E-Piano der Musikbibliothek dem Bibliothekspublikum etwas vorspielen. »Angedacht ist, dass es die ›Offene Bühne‹ an einem Freitagnachmittag gibt«, sagte Kimmig. Interessierte werden gebeten, sich anzumelden und auch mitzuteilen, was sie spielen möchten. Weitere Infos dazu gibt es unter 
www.stadtbibliothek.offenburg.de/offenebuehne

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