Zell-Weierbach

Neue Bürgerinitiative wehrt sich gegen "Bausünden"

red/flo
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12. Januar 2016
Die Bauvorhaben im »Winkel« in Zell-Weierbach sorgen für Unmut.

Die Bauvorhaben im »Winkel« in Zell-Weierbach sorgen für Unmut. ©Thorsten Mühl

Intensiv ist in Zell-Weierbach in den vergangenen Monaten über die innerörtliche Bebauung diskutiert worden. Die Sorge um das Ortsbild hat nun zur Gründung der Bürgerinitiative »L(i)ebenswertes Zell-Weierbach« geführt.

Die Diskussion um zu große innerörtliche Bauvorhaben in Zell-Weierbach haben in Zell-Weierbach Unmut und große Sorgen erzeugt. Sie sind offenbar so groß, dass nun eine neue Gruppierung entstanden ist.  Am Samstag hat sich die Bürgerinitiative »L(i)ebenswertes Zell-Weierbach« gegründet – »aus dem Bedürfnis heraus, sich gegen eine derartige Verschlechterung der Lebensqualität für alle Bewohner Zell-Weierbachs zu wehren«, wie es in einer Pressemitteilung der Initiatoren heißt. 

Sorge um Dorfcharakter
Als Hintergrund nennen sie Bauprojekte in der Schulstraße, im Steingässle, im Winkel oder den »Rebenhof«, die bereits jetzt das Erscheinungsbild von Zell-Weierbach veränderten und drohten, »den Charakter des Ortes im historischen Kern zunehmend zu zerstören«. Ohne Bebauungspläne sei es Investoren möglich, sich immer an den höchsten Gebäuden der Umgebung, zum Beispiel am alten Schulhaus oder an bereits neu gebauten Mehrfamilienhäusern, zu orientieren. »Weitere Bausünden sind zu befürchten (und geplant)!«, so die Initiative.

Statt der »unerwünschten städtebaulichen Entwicklung« gemäß dem Gemeinderatsbeschluss vom 23. März 2015 entgegenzutreten, solle nun eine Ausnahmegenehmigung für ein weiteres Großprojekt im Winkel 13 erteilt werden. Die Befürchtung: »Man muss davon ausgehen, dass dieses große Bauvorhaben dann die Grundlage für den Bebauungsplan bildet.«

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Mit mehreren Forderungen treten Stefanie und Wolfram Reister sowie Julia Ritter, die selbst im Winkel in Zell-Weierbach wohnen, mit ihrem Schreiben an die Öffentlichkeit: So fordern sie die »sofortige Wiederaufnahme der Aktivitäten zum Ortsentwicklungskonzept – mit der vereinbarten Bürgerbeteiligung«. Eine weitere Forderung ist, dass eine Nachverdichtung den Dorfcharakter bewahrt und »der Erhalt des Erscheinungsbilds von Zell-Weierbach stärker gewichtet wird als die Interessen von Investoren«.

Gegen neues Projekt
Weiter heißt es: »Wir fordern, dass die geplante Ausnahmegenehmigung für das große Bauprojekt ›Winkel 13‹ nicht erteilt wird.« Ein über zwölf Meter hohes Gebäude passe nicht zu einem künftigen Bebauungsplan und widerspreche dem Beschluss des Gemeinderats vom 23 März 2015. Vielmehr müsse jetzt der Bebauungsplan für den Geltungsbereich »Winkel 2« erstellt werden, »um den Dorfkern vor weiteren baulichen Auswüchsen zu schützen«. Der Gemeinderat müsse dem Antrag des Ortschaftsrats zustimmen, der für den Bereich Obertal (Sonne)/Fuchsgasse den Erlass einer Veränderungssperre sowie die Aufstellung eines Bebauungsplans gefordert habe.

Die Initiatoren versprechen: »Wir bieten allen Bürgerinnen und Bürgern eine Plattform, welche sich zum Ziel gesetzt hat, gemeinsam und überparteilich für diese Interessen einzutreten.« Außerdem biete die Initiative »aktive Bürgerbeteiligung« und Informationen.

INFOS UND KONTAKT: E-Mail an info@liebenswertes-zell-weierbach.de oder unter www.liebenswertes-zell-weierbach.de.

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