Zunsweierer Buhneschäfe stellen neues Konzept vor

Neue Impulse mit Altbewährtem

Autor: 
Manfred Vetter
Lesezeit 3 Minuten
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08. November 2018

Corinna Jäckle und Patrick Venzke stellen morgen, Samstag, in der Mitgliederversammlung der Narrenzunft Buhneschäfe den Ablauf der kommenden Fasentkampagne vor. ©Manfred Vetter

Neue, teilweise tradierte Wege in der Zunsweierer Fasnacht: Die Narrenzunft Buhneschäfe wird in ihrer Mitgliederversammlung morgen, Samstag, in der Narrenstube ihr neues Konzept für die Kampagne 2019 vorstellen.

Nach dem Rücktritt von Stefanie Decker als stellvertretende Vorsitzende beginnt die Versammlung der Buhneschäfe morgen mit der Vorstellung der neuen Vorstandsriege: Oberzunftmeister ist Patrick Venzke. Der Posten des stellvertretenden Vorsitzenden soll erst bei den turnusmäßigen Wahlen in zwei Jahren wiederbesetzt werden. Kassiererin ist Corinna Jäckle, Schriftführer Manuel Kempf.

Kein großes Zelt

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»Das große Zelt auf dem Rathausplatz ist gestorben«, sagt Patrick Venzke. »Wir wollen mit Altbewährtem die Fasent mit neuen Impulsen versehen.« Der Schmutzige Donnerstag beginnt mit dem Narrenwecken durch die Aktiven der Zunft, es gibt Sturm auf Schule und Rathaus, der Narrenbaum wird gestellt. Dabei wird wie bisher unter dem Pavillon bewirtet. Neu ist, dass auch in der Narrenstube gewirtet wird. Danach ziehen die Narren durchs Dorf und besuchen abends die Tscherissili. 
Der Fasentumzug findet nicht mehr dienstags sondern am Sonntag statt. Er beginnt um 11 Uhr – nach dem Gottesdienst – und endet in der neuen Fressgasse in der Hofweierstraße. Die Fressgasse öffnet um die Mittagszeit ihre Pforten. Der Oberzunftmeister: »Uns ist wichtig, dass wir wieder eine richtige Fressgasse haben, also in einer Straße. So haben wir auch die örtlichen Vereine aktiviert, die wieder mitmachen.« Bisher haben Musikverein, Chorvereinigung, der Sportverein, Karate DoJo und die Frauengemeinschaft mit ihrer Kaffeestube im Rathaus zugesagt. Angelehnt an die alte Fressgasse gibt es Hexehiesli und Spättlebeiz, der Guzilistand und einen Kinderlosstand für die Tombola – aber nur für Kinder.
Der Montag steht im Zeichen der Wirtschafts- und Straußenfasent. Die Narren feiern wie früher wieder in der Narrenstube, eine Art »Linde Revival«: Gemütlich und ruhig, gediegen, »keine Bumbum-Musik«, man will wieder die alten Fasentlieder singen. Schriftführerin Corinna Jäckle hofft, dass wieder viele mitmachen, ihre Scheunen und Keller öffnen. 
Es sind einige Zünfte eingeladen, die an diesem Abend vorbeischauen wollen, auch etliche Musikgruppen werden durch den Ort ziehen und den Abend beleben.
Der Dienstag wurde komplett umgestaltet. Patrick Venz­ke: »Das lag uns sehr am Herzen, denn wir wollen viel mit der Jugend machen, zusammen mit unseren Jugendleiterinnen Anna Jäckle und Angi Scheurer.« In einem kleinen Zelt auf dem Rathausplatz gibt es ab 14 Uhr ein Kinderfest, mit Essensangebot speziell für Kinder, nur alkoholfreie Getränke und Kinderspielen, einschließlich Hopsburg. Währenddessen feiern die Erwachsenen in der Narrenstube bei Heringsessen oder Kaffee und Kuchen. Um 19 Uhr findet die Fasentverbrennung mit »Bach in Flammen« statt.
Zusätzlich wird das Programm der kommenden Fasent vorgestellt. Als Motto gibt es den Arbeitstitel »Zurück in die Zukunft«. Vier neue Mitglieder werden in die Zunft aufgenommen. Dazu gibt es ein Essen – Buhneschäfe und Rossler für die Spättle und Hexengulasch mit rotem Rossler für Hexen. Auch das Waschen der Füße im Dorfbrunnen gehört zum Ritual. Dann dürfen die Neulinge die übergebenen Socken anziehen.

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