Platz für 20 Kinder

Neue Kinderkrippe in der Angelgasse in Offenburg eingeweiht

Autor: 
Regina Heilig
Lesezeit 3 Minuten
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12. Juli 2018

Gestern fand die Einweihung der neuen Kinderkrippe in der Angelgasse statt, die mitten im Herzen eines Wohngebiets Platz für 20 Kinder bietet. ©Ulrich Marx

Nicht wie üblich mit dem Durchschneiden eines Bandes, sondern mit einem zünftigen »Startschuss« per Wasserdruck-Rakete wurde am gestrigen Mittwoch die neue Kinderkrippe in der Angelgasse eröffnet.

Sie ist das Modell für künftige gleichartige Projekte und setzt in mehrfacher Hinsicht Anforderungen um, die sich in den vergangenen Jahren durch die rasant steigende Nachfrage nach Plätzen in Kindertagesstätten gestellt haben. Die für 20 Kinder im Alter von einem und zwei Jahren geplante Kinderkrippe in der Angelgasse 4a liegt zunächst genau da, wo der Bedarf ist: Im Herzen eines neuen Wohngebiets, das vorhersehbar viele Familien anziehen wird. 

Ferner wurde sie weder von der Stadt Offenburg noch von einem der privaten Kindertagesstätten-Träger, sondern von der Wohnbau Offenburg im Erdgeschoss eines neuen Wohnhauses gebaut, um vom Träger angemietet zu werden. Zusätzlich entstand keine gänzlich neue Einrichtung, sondern eine »Außenstelle« des Stadtteil- und Familienzentrums Innenstadt. 

Die neue Krippe in der Angelgasse ist gar so nahe an dem Menschen, dass zwei Kinder, die im gleichen Haus wohnen, buchstäblich »in den Schlappen gehen« können, wie Bürgermeister Hans-Peter Kopp in seiner Eröffnungsrede verriet. Die Gelegenheit, so schnell mit der Wohnbau zu planen, habe sich für den Fachbereich 9 Bürgerservice und Soziales als »echter Glücksfall« erwiesen, so Kopp, denn die erst vor vier Jahren eröffnete und nur wenige Meter entfernte katholische Kindertagesstätte am Ölberg, die eigentlich den Bedarf im Quartier hatte decken sollen, sei »schon rappelvoll – und dabei ist das neue Wohngebiet noch lange nicht ganz bezogen!« 

Schnuckeliger Hof hergerichtet

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Das Projekt sei auch in der Umsetzung »von Anfang an prima gelaufen«, so hätten die Ausführenden, namentlich Johannes May von der Wohnbau Offenburg und die Planer von Lehmann Architekten, für die Raphael Weidt gestern anwesend war, »auf die Erzieherinnen gehört« – etwa bei der Fensterhöhe oder dem Raumzuschnitt. 

Auf sehr kleiner Fläche habe »Faktor Grün« den Hof »schnuckelig und liebevoll« gestaltet. Planer Markus Rötzer hatte mit seinem Söhnchen gleich »einen Experten« zur Eröffnung mitgebracht. 

"Nie ein Nein"

Kopp dankte dem Gemeinderat, von dem man im Kindertagesstätten-Bereich »nie ein Nein« höre, sowie Michael Hattenbach, Martina Köllner und Barbara Klement vom Fachbereich 9, dem Leiter des Stadtteil- und Familienzentrums Innenstadt, Hermann Kälble, der Leiterin der neuen Außenstelle, Liliana Butar, und den Erzieherinnen. 

Silke Lutz vom Elternbeirat hatte als Geschenk ein Zitronenbäumchen dabei, denn »sauer macht lustig!«, und Beate Hoffmann übergab neben anderen Geschenken ein »Knäuel der Verbundenheit«, das aufgerollt genau vom SFZ im Bürgerpark bis zur neuen Außenstelle in der Angelgasse reicht. 

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