Offenburg

Neues Angebot des SKF Offenburg hilft Müttern und Familien

Autor: 
Katrin Pfundstein
Lesezeit 3 Minuten
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15. Februar 2020

Angelika Eschbach (von links), Maren Kiel, Heike Günther, Viola Bertschinger, Schwester Frumentia und Marie-Anne Klinkner freuen sich über das „Steep“-Angebot beim SKF Ortsverein Offenburg. ©Katrin Pfundstein

Das Programm „Steep“ kommt aus Amerika und verbreitet sich zunehmend in Deutschland. Auch beim SKF Offenburg gibt es nun „Steep“-Begleitung.

Der SKF (Sozialdienst katholischer Frauen) Ortsverein Offenburg bietet Menschen in schwierigen Lebenslagen Beratung, Unterstützung und Hilfe an. „Seit September 2019 gibt es bei uns nun die offizielle ambulante ,Steep‘-Begleitung“, verkündete die Geschäftsführerin Angelika Eschbach beim Pressegespräch.

Auf „Steep“ ist der SKF  Ortsverein Offenburg durch Schwester Frumentia gekommen, die das Programm „Steep“ im „Haus des Lebens“ aufgebaut hat. Sie und Angelika Eschbach haben sich zufällig am Bahnhof getroffen. Beide mussten mit dem gleichen Zug nach Stuttgart. Eschbach erzählte: „Frumentia hat mir begeistert von ,Steep‘ erzählt und gemeint, dass wir das auch anbieten sollten.“ Beide waren sich einig, dass das Programm perfekt in das Angebot des SKF passe. Vor lauter Ideen während ihrer Unterhaltung hätten sie fast vergessen, aus dem Zug zu steigen. 

In den folgenden Monaten habe sie sich mit dem Jugendamt zusammengesetzt und „Steep“ beim SKF Offenburg ins Leben gerufen, so Eschbach. Es sei ein großer Aufwand, jedoch auch eine aufregende Arbeit gewesen. 
„Steep“ steht für: Steps toward effectiv, enjoyable parenting – Schritte hin zu einer gelingenden und Freude bereitenden Elterngemeinschaft. Studien haben belegt, dass durch „Steep“ das Mutter-Kind-Verhältnis gestärkt werde. Das Programm sei zudem sehr nachhaltig, berichtete Eschbach.

Für „Steep“ wurden zwei neue Mitarbeiterinnen angestellt: Maren Kiel (Rehabilitationspädagogin) und Heike Günther (Kinderkrankenschwester). Sie betreuen Familien im ganzen Ortenaukreis. Beide hoffen auf eine gute Zusammenarbeit mit den Müttern und Familien.

Viel Videoarbeit

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Die Zielgruppe seien vor allem psychosozial hochbelastete Familien. „Auch werdende Mütter werden betreut, um schon mal Vertrauen  zu der ,Steep‘-Beraterin aufzubauen“, erzählte Eschbach. Dies gebe auch Sicherheit. „Da ist jemand ganz zuverlässig da“, betonte Günther. Das Fehlen einer Ansprechperson sei von Müttern und Familien in der Vergangenheit oft als negativ empfunden worden, so die Kinderkrankenschwester.

Maren Kiel erklärte, was sie und ihre Kollegin bei der „Steep“-Begleitung machen: „Das Programm beinhaltet Hausbesuche, dort werden Situationen im Alltag geübt, wie zum Beispiel mit dem Kind essen oder spielen.“ Ein wichtiges Element sei vor allem die Videoarbeit. Ganz nach dem Motto „See as believing“ werden kurze Sequenzen auf Video aufgenommen und anschließend mit der Mutter besprochen. „Es wird erarbeitet, dass die Mütter selbst sehen, was gelungen ist“, so Kiel. Bestandteil sei ebenfalls, die Mütter in schwierigen Situationen zu stärken, zum Beispiel, wenn das Kind einen Wutanfall hat. „Es ist wichtig, den Müttern mitzuteilen, dass sie nicht perfekt sein müssen, denn jeder macht mal Fehler“, verdeutlichte Eschbach. 

„Das Positive rausholen“

„Das Positive rauszuholen ist das Großartige an dem Konzept“, freute sich Günter. Die „Steep“-Begleiterinnen wollen „Elternsein als freudebringend“ vermitteln. In Zukunft werde es auch ein offenes Gruppenangebot geben, welches 14-tägig stattfindet (siehe Hintergrund). 

Mittlerweile sind beide „Steep“-Beraterinnen ausgelastet, deshalb sind sie dran, eine Weiterbildung anzubieten. Wer sich dafür interessiert, kann sich per E-Mail an info@skf-offenburg.de melden. 
 

Hintergrund

Gruppenangebot

Zum Gruppenangebot sagte Maren Kiel: „Die Mütter kommen mit ihren Kindern. Wir kochen und essen dann gemeinsam. Anschließend können die Mütter sich untereinander austauschen, parallel dazu wird es eine Kinderbetreuung geben.“ „Die Gespräche geben Stärke“, betonte Marie-Anne Klinkner, Vorsitzende des SKF Offenburg. 
Viola Bertschinger ergänzte: „Das Angebot ist nicht nur für ,Steep‘-Mamas, andere Mütter können auch kommen.“ Das Angebot ist kostenfrei. Das erste Treffen findet am Freitag, 17. April, ab 14 Uhr in der Hindenburgstraße 6, statt.

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