Parken nur mit Parkscheibe

Neues Konzept für Stellplätze in der Durbacher Ortsmitte

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 3 Minuten
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13. Oktober 2018
Bei diesen fünf Parkplätzen in der Talstraße in Durbach herrscht zukünftig Parkscheibenpflicht.

Bei diesen fünf Parkplätzen in der Talstraße in Durbach herrscht zukünftig Parkscheibenpflicht. ©Volker Gegg

Auf drei Durbacher Parkplätzen darf zukünftig nur mit einer Parkscheibe geparkt werden. Mit nur einer Gegenstimme stimmte der Gemeinderat für ein abgespecktes Parkkonzept. Anwohner-Berechtigungsscheine werden nicht ausgegeben. 

Nicht nur für die Durbacher selbst, sondern auch für Kunden und Feriengäste ist es oft nicht einfach, in der Ortsmitte für einen Bäckerei-, Friseur- oder Arztbesuch einen Parkplatz zu ergattern. Auf der Tagesordnung des Durbacher Gemeinderats war dieses Problem seit drei Jahren schon mehrmals zu finden. Vor einem Jahr stellte die Verwaltung dem Rat ein Parkkonzept für die 137 öffentlichen Stellflächen in der Ortsmitte vor. Verteilt sind die gemeindeeigenen Parkflächen auf acht Plätze. Diese erstrecken sich vom Rathausparkplatz über den Parkplatz »Hespengrund« bis hin zu den Parkmöglichkeiten in der Laubengasse. 

Auf fünf Plätzen, inklusive dem Rathausparkplatz, sah der Verwaltungsvorschlag vor sechs Monaten vor, zur Entlastung der Parksituation eine Parkscheibenregelung einzuführen. Anwohner, die keine ausreichenden Parkplätze auf ihrem Grundstück haben, und Gewerbetreibende konnten nach dem damaligen Entwurf einen kostenpflichtigen Berechtigungsschein für die Parkplätze erwerben. 

Nach einer Umfrage der Verwaltung stand sehr schnell fest, das von den 137 Parkplätzen alleine 51 und somit 37 Prozent voraussichtlich für Anwohner und Gewerbetreibende mit Berechtigungsscheinen wegfallen würden. »Laut Auskunft des Landratsamts darf nur das Landratsamt diese Parkberechtigungsscheine ausstellen, und für Gewerbetreibende werden überhaupt keine Berechtigungen erteilt«, informierte Bürgermeister Andreas König am Donnerstagabend den Gemeinderat. Darüber hinaus würden die anfallenden Gebühren für die Ausstellung ausschließlich der Kreiskasse zufließen. 

Aus diesem Grund stellte König dem Ratsgremium jetzt eine deutlich abgespeckte Version des Parkkonzepts für die Ortsmitte vor. Demnach sollen nur auf den drei Parkplätzen »Ortsmitte-West 1« (Friedhof: 25 Plätze), Bärenparkplatz (zwischen »Lädele« und ehemaligem Gasthaus: 16 Plätze) und entlang der Talstraße zwischen Praxis Dr. Reiche und Kindergartenbrücke (fünf Plätze) eine Parkscheibenregelung eingeführt werden. 

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Zwei-Stunden-Takt

Da in unmittelbarer Nähe dieser Parkplätze ebenfalls Parkräume vorhanden sind, werden keine Berechtigungsscheine ausgegeben. Zukünftig darf auf diesen drei Plätzen von Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr nur im Zwei-Stunden-Takt geparkt werden. 
Gemeinderat Hubertus Gernoth kritisierte die Parkscheibenregelung in der Talstraße direkt vor seinem Anwesen. »Das Konzept ist nicht gut durchdacht. In der Laubengasse gibt es schließlich auch einen Arzt, und vor dessen Praxis soll es keine Parkscheibenregelung geben. Wo bleibt hier der Gleichbehandlungsgrundsatz?« König konnte diesen Einwand nur bedingt nachvollziehen, da die Arztpraxis in der Laubengasse für ihre Patienten gleich drei Parkplätze direkt vor der Tür  auf privatem Grund bereithält. 
 

Gernoth beantragte darüber hinaus für die drei Parkflächen jeweils eine separate Abstimmung, was von König bei der nachfolgenden Abstimmung auch gewährt wurde. Einstimmig votierte der Rat deshalb für die Einrichtung einer Parkscheibenregelung auf den Parkplätzen beim ehemaligen Gasthaus Bären sowie »Ortsmitte-West 1«. 

Mit einer Gegenstimme gab der Rat auch die Zustimmung für die Parkscheibenpflicht auch in der Talstraße zwischen Arztpraxis und Kindergartenbrücke. Die beiden Fraktionssprecherinnen Sabine Dogor-Franz (Freie Wähler) sowie Lucia Person (CDU) bedauerten, dass das Landratsamt es nicht zulassen würde, dass die Gemeinde die Oberhand über die Ausgabe von Berechtigungsscheinen besitzt und die Gebühren ausschließlich der Kreiskasse zufließen würden. 

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