Ziel: für ökologische Zusammenhänge sensibilisieren

Neues Projekt: Junge Kunstschüler schaffen eigene Welten

Autor: 
red/flo
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07. Dezember 2018
Zum Auftakt eines neuen Projekts an der Kunstschule Offenburg haben die Teilnehmer fantasievolle Spielbretter gebastelt.

Zum Auftakt eines neuen Projekts an der Kunstschule Offenburg haben die Teilnehmer fantasievolle Spielbretter gebastelt. ©Kunstschule Offenburg

Unter dem Titel »Mirakel – geben, nehmen, teilen, tauschen« hat ein dreijähriges Kunstprojekt der Kunstschule Offenburg zum Thema »Nachhaltigkeit lernen – Kinder gestalten Zukunft« begonnen. Zum Start haben die jungen Teilnehmer mobile Spielbretter gebastelt.

Nach dem mehrjährigen Ökologie- und Kunstprojekt »Natürlich- würzig, rauschend, süß«, das es bis auf die Vorschlagsliste für den Bundespreis »Kinder zum Olymp« 2017 geschafft hat, kann die Kunstschule Offenburg nun die  Reihe ihrer engagierter Kunst- und Ökologieprojekte  mit einer neuen Idee bis 2021 fortsetzen.

Jeweils 40 Kinder 

Seit dem Herbst fördert die Baden-Württemberg-Stiftung im Rahmen ihrer Ausschreibung »Nachhaltigkeit lernen – Kinder gestalten Zukunft« das hierfür von der Kunstschule Offenburg entwickelte Projekt  »Mirakel – geben, nehmen, teilen, tauschen« mit einer Gesamtsumme von 35 000 Euro. Damit wollen das Team der Kunstschule und die Kooperationspartner in drei Schuljahren jeweils 40 Kindern im Alter von fünf bis neun Jahren den Zusammenhang der sozialen, ökologischen und ökonomischen Verantwortung gegenüber unserer Erde und unseren Mitmenschen über die Künste begreifbar machen. 

Für Projektleiterin Almut von Koenen geht es in dem Projekt darum, »das wunderbare und faszinierende Prinzip« von »Geben, nehmen, teilen und tauschen« auf allen Ebenen spielerisch zu erforschen, sinnlich erfahrbar zu machen und mit den Mitteln der Künste umzusetzen. »Stellen wir uns vor, die Erde ist ein Raumschiff im unendlich großen Universum und wir, die Menschen, sind die Besatzung, die das Raumschiff steuert«, so Almut von Koenen. »Tiere und Pflanzen, die Natur und alle Elemente sind die Ressourcen, die den Kraftstoff für die Besatzung und das Raumschiff bereitstellen. Es kann weder was hinzugefügt, noch ausgetauscht werden.«

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An dem Projekt beteiligen sich jeweils eine Gruppe beziehungsweise Klasse aus dem Kindergarten des Stadtteil- und Familienzentrums Oststadt, der Astrid-Lindgren-Schule Willstätt-Hesselhurst sowie der  Astrid-Lindgren-Schule Offenburg. 
Als Startobjekte haben die Kinder in einer Projektwoche Anfang November in vier Ateliergruppen 40 individuell gestaltete, mobile Spielbretter mit Tauschflächen, Stauräumen, Kommunikationsfeldern und Tischfunktion gebaut. Aneinandergereiht werden sie zu einem riesigen Gesellschaftsspiel: Lustige Spielfiguren wandern durchs Weltall, über Inseln und durch Fantasiewelten. Aktionsfelder fordern auf, Mitgebrachtes einem Mitspieler zu geben, zu nehmen, mit ihm zu teilen oder zu tauschen.

Idee ist aufgegangen

Die Idee von Almut von Koenen und den Dozentinnen Ruth Birkenfeld, Eva Glasemann, Gina Karàdi und Carmen Hülsmann, mit selbsterfundenen »Spielräumen« in einen gemeinsamen Prozess und Austausch auf gleicher Augenhöhe zu kommen, ging auf: »Es war ein sehr berührender und magischer Moment, als auf einmal alle Kinder, Lehrer und Dozenten auf dem Boden um die Spielbretter saßen und ins Spielen vertieft waren«, berichtet Almut von Koenen. 

Im Dezember sind auch die Eltern der Kinder dabei. An einem Projektsonntag werden gemeinsam und generationsübergreifend Ideen für ein gutes Leben auf unserem »Raumschiff Erde« kreativ und künstlerisch umgesetzt. 

Hintergrund

Besondere Auszeichnung

Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung wird der Kunstschule Offenburg am Montag, 10. Dezember, 18 Uhr, in der Reithalle der »Innovationspreis Soziokultur« vom Fonds Sozialkultur verliehen. Die Kunstschule ist damit eine von drei Kultur-
einrichtungen, die in diesem Jahr den mit insgesamt 18 000 Euro dotierten Preis für ihre beispielhafte Kulturarbeit zum Thema »Flucht und Flüchtlinge« erhalten. Mit dem Hauptpreis (10 000 Euro) gewürdigt wird das Projekt »Korrespondanse 2.0«

Die ausgezeichneten Projekte – bei den anderen beiden handelt es sich um den Kulturbahnhof Hitzacker im Wendland und die Arbeitsgemeinschaft Soziokultur Leipzig – sind laut Jury »ein gutes Beispiel dafür, wie die Integration von Geflüchteten in unsere Gesellschaft befördert werden kann, indem man beide Dimensionen zusammendenkt und künstlerisch umsetzt.«  

Zur Verleihung gibt es ein Programm mit Tanzvorführungen, Grußworten und Festvortrag. Wer teilnehmen möchte, sollte sich anmelden, und zwar über den Online-Fragebogen: www.fonds-soziokultur.de/foerderung/innovationspreis-soziokultur/anmeldu...

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