Schützenverein Durbach freut sich über neue sportliche Heimat

Neues Schützenhaus ist ein Volltreffer

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 4 Minuten
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06. August 2020

Der Zweite Vorsitzende Jürgen Klaus (am Luftgewehr) und Vorsitzender Walter Serrer freuen sich über die neue Schießanlage, Teil der neuen Vereinsheimat. ©Volker Gegg

Der Kleinkaliber-Schützenverein Durbach hat seine Vereinsheimat neu gebaut und erweitert. Mitglieder und Helfer leisteten über 5500 ehrenamtliche Arbeitsstunden am neuen Schmuckstück.

Fast unbemerkt arbeiteten über drei Jahre hinweg die Mitglieder des KK-Schützenvereins Durbach an Neubau und Erweiterung ihres Schützenhauses. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Nicht jeder Durbacher weiß wohl auf Anhieb, wo das Schützenhaus im Ort zu finden ist. Es liegt versteckt im Seitental Hespengrund und ist nur durch einen privaten Zugangsweg zu erreichen. Auch ein Hinweisschild im Ort sucht man vergeblich. 
Zudem ist es still geworden um den Durbacher Schützenverein in den letzten Jahren. Weder Vereinsschiessen noch sonstige Aktivitätenstanden auf dem Programm. Allerdings waren die Vereinsmitglieder keinesfalls untätig. Im Gegenteil.  Der Verein war sogar besonders aktiv und hat es innerhalb von drei Jahren mit großem ehrenamtlichem Engagement geschafft, aus dem einst maroden Schützenhaus ein schmuckes Sport- und Freizeitgelände für Schützen zu erschaffen. 

„Die Abnahme unserer Schießstände stand an und wir hätten die Genehmigung für einen weiteren Betrieb wohl nicht verlängert bekommen“, erklärt Vorsitzender Walter Serrer. Über ein Jahrzehnt hinweg haben die Schützen jedenfalls eifrig gespart und natürlich Pläne entworfen. „Wir hatten keine andere Wahl, denn wir standen vor der Entscheidung, unseren Verein aufzulösen, weil eine unglaubliche Investition ansteht, oder weiterzumachen und gemeinsam anzupacken“, so Serrer weiter. Die über 100 Vereinsmitglieder entschieden sich für die zweite Option, fürs Anpacken. 

Im Spätjahr 2017 erfolgte der Abriss des alten Schützenhauses. Nur die Luftgewehr-Schießanlage blieb stehen und die Schießstände für die Kleinkaliber-Schützen.  Ab Januar 2018 starteten die Rohbauarbeiten fürs neue Schützenhaus und im Dezember desselben Jahres konnte bereits das Richtfest gefeiert werden.  Danach gingen die Vereinsmitglieder an den Innenausbau und die Neugestaltung der Luftgewehr-Schießanlage. 

Neueste Technik

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„Wenn wir was machen, dann aber richtig“, bemerkt der 2. Vorsitzende Jürgen Klaus. Die Halle für die Luftgewehr-Schützen sieht jetzt aus wie neu gebaut, bietet Platz für zehn Schützen und ist mit der neuesten Technik ausgestattet. So sehen die Schützen ihre Ergebnisse direkt auf einem Tablet neben ihrem Schießplatz und auf einem Großbildschirm können die Gäste im Schützenhaus das Ganze mitverfolgen. 

Ab dieser Woche können die Vereinsmitglieder wieder in ihrer eigenen Schießanlage trainieren, in der vergangene Woche wurde die Luftgewehr-Halle samt Technik von einem Sachverständigen abgenommen und freigegeben. In den nächsten Wochen wird darüber hinaus auch der 50-Meter-Schießstand für die Kleinkaliber-Schützen fertiggestellt und abgenommen, so dass spätestens im Herbst der ganz normale Schieß- und Trainingsbetrieb wieder starten kann. 
Bis dato hat der Verein in seine neue Anlage rekordverdächtige 5550 Stunden investiert, die von 38 Vereinsmitgliedern und Helfern ehrenamtlich geleistet wurden. Die meisten Stunden auf der Baustelle verbrachte allerdings Vorsitzender Walter Serrer. Wie viele genau, will er ganz bescheiden nicht sagen.

Eigentlich wollte der Verein die Eröffnung ihrer Luftgewehr-Halle zünftig mit einem Fest einweihen. „Allerdings kam ja auch bei uns Corona dazwischen. Wenn wir wieder ganz normal feiern dürfen, machen wir hier auch was“, verspricht Jürgen Klaus. Die Einrichtungen fürs Feiern sind jedenfalls schon vorhanden, einschließlich komplett eingerichteter Küche. 

Bald auch Bogenschießen

„Der Schießsport hat in Durbach schon eine sehr lange Tradition“, erklärt Jürgen Klaus, „und die wird jetzt durch den Neubau weiterbestehen“. Nach der Eröffnung haben die Schützen bereits schon weitere Pläne. So soll auch das Bogenschießen in den Verein integriert werden. „Das würde auch neue Interessenten zu uns bringen“, hofft Serrer. 

Ohne die Hilfe der Gemeinde, der Regionalstiftung der Sparkasse und der Förderung des Deutschen Sportbundes hätte der Verein sein Bauvorhaben nicht auf den Weg gebracht. „Dafür sind unheimlich dankbar“, betont Jürgen Klaus.

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