Besuch des Landtagsabgeordneten Thomas Marwein

Neurieder Firma Paradiso klagt über französisches Arbeitsrecht

Autor: 
Dieter Fink
Lesezeit 2 Minuten
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08. Februar 2018

Landtagsabgeordneter Thomas Marwein (links) versprach Paradiso-Chef Boris Fels, sich einzusetzen. ©Dieter Fink

Beim Neuried-Besuch des Landtagsabgeordneten Thomas Marwein am Montag hat dieser mit Bürgermeister Jochen Fischer die Firma Paradiso besucht, die seit 25 Jahren in Altenheim Poolüberdachungen auf 6000 Quadratmetern überdachter Betriebsfläche herstellt und europaweit vertreibt.

Seniorchef Karl-Heinz Fels und die beiden Geschäftsführer Boris und Carsten Fels stellten die Firma und ihre Probleme bei der grenzüberschreitenden Arbeit vor, die immer bürokratischer werde. Man sei Marktführer in Europa bei den schienenlosen Poolüberdachungen in Echtglas und bei deren Weiterentwicklung, auf die man fünf Patente habe.

Chancen und Probleme

Vor 50 Jahren hat Seniorchef Karl-Heinz Fels den Betrieb als Landmaschinenhandel gegründet und vor 25 Jahren auf Poolüberdachungen umgestellt. Boris Fels erläuterte, der Standort in unmittelbarer Nähe zu Frankreich berge Chancen aber auch Probleme. Zum Beispiel beim Grenzübertritt von Mitarbeitern durch unterschiedliches Arbeitsrecht. Das französische bezeichnete Fels als »nationalen Kindergarten«.

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2500 Euro Strafe

Ein Handwerker aus dem Ortenaukreis habe wegen nicht genauer Beachtung der Formalitäten 2500 Euro Strafe bezahlen musste. Es könne nicht sein, so Fels, dass Deutsche im Binnenmarkt schlechter gestellt werden. Dies sei Marktbeeinflussung und führe eher von Europa weg, als dass es anrege, europäisch zu denken.

Thomas Marwein versprach, dass er Europaminister Guido Wolf berichten werde. Dieser solle dem Europaausschuss berichten sowie das Thema bei der Ministerkonferenz zur Sprache bringen und klar machen, dass eine Abschottung Frankreichs nicht fair und auch nicht sinnvoll sei.

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