Durbach

Neuwahl wird zur Hängepartie

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 3 Minuten
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04. April 2017
Hatte eigentlich seinen Abschied angekündigt, hilft aber noch mal für ein Jahr: Musikerchef Jürgen Männle.

Hatte eigentlich seinen Abschied angekündigt, hilft aber noch mal für ein Jahr: Musikerchef Jürgen Männle. ©Archivfoto

Das Problem, Führungspositionen in einem Verein zu besetzten, ist auch bei der Trachtenkapelle Durbach angekommen. Trotz mehrmonatigem Suchlauf konnte bei den Vorstandswahlen kein Nachfolger für Jürgen Männle gefunden werden. Letzterer bleibt ein weiteres Jahr im Amt.

Die Trachtenkapelle Durbach ist ein kerngesunder Verein, in dem nicht nur das »Musikmachen« im Vordergrund steht, sondern auch die Pflege der Kameradschaft. 14 Jahre führte Jürgen Männle als Vorsitzender die Geschicke des 481 Mitglieder großen Vereins. Vor einem halben Jahr informierte der 50-Jährige sein Vorstands­team sowie die aktiven Musiker, dass er bei den turnusmäßigen Vorstandwahlen sein Amt zur Verfügung stellen werde. 

»Sechs Monate müssten für einen Suchlauf und der Findung eines Nachfolgers eigentlich reichen«, äußerte Männle am Sonntagabend in der Jahreshauptversammlung der Trachtenkapelle im Pfarrzentrum. Doch zu den anstehenden Vorstandswahlen konnte der Verein den anwesenden Mitgliedern keinen Nachfolger präsentieren. Auch ein von Wahlleiter Bürgermeister Andreas König in der Versammlung gestarteter Aufruf mit zehnminütiger Bedenkzeit half da wenig. Am späteren Abend vorgeschlagene Kandidaten wie Ehrenvorsitzender Hermann Eckenfels sowie die Musiker Markus Bruder, Verena Männle und Benjamin Dorn sagten aus zeitlichen, familiären oder altersmäßigen Gründen ab. Allerdings konnte sich Verena Männle die Übernahme von mehr Verantwortung im Verein vorstellen, allerdings nicht in Form einer Vorsitzenden, sondern mit einem Vorstandsteam. 

»Kein Verständnis«
»Ich kenne den Verein schon mehrere Jahrzehnte und ich habe wirklich kein Verständnis, was hier heute passiert«, äußerte Eckenfels sichtlich verärgert. Mehr als eine Stunde Suchlauf reichten jedenfalls im Rahmen der über dreistündigen Hauptversammlung nicht aus, einen neuen Vorsitzenden zu finden. Auf Verena Männles Frage an den bisherigen Vorsitzenden Jürgen Männle, ob er sich bei dieser prekären Situation nicht vorstellen kann, mindestens so lange weiterzumachen, bis ein Nachfolger gefunden werde, sagte er: »Ich habe nächtelang nicht geschlafen. Auch wurde mir diese Frage bisher auch noch nicht gestellt«, gab er mit emotionalem Unterton zu Gehör. »Auch will ich den wiedergewählten zweiten Vorsitzenden Franz Doll nicht im Stich lassen«, so Männle weiter, der danach zusagte, bis zur nächsten Hauptversammlung in einem Jahr weiterzumachen. 

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Erleichtert stimmten die Mitglieder diesem Vorschlag zu. Bei den regulären Vorstandwahlen wurde Franz Doll für weitere zwei Jahre als zweiter Vorsitzender bestätigt und Marie-Claire Latt bleibt Schatzmeisterin. Joe Wörner stellte nach 18 Jahren sein Amt als Schriftführer zur Verfügung, zukünftig wird Sarah Hetzel diese Position bekleiden. Als Beisitzer wurden Alexander Benz, Martin Eckenfels, Philipp Glanz, Fabio Kornmeier, Katharina Müller, Christoph Wörner, Markus Bruder, Thomas Busam und Karin Fey gewählt. Neue Jugendleiterin wurde Jana Männle. Die bisherigen Beisitzer Marco Männle und Lucas Person stellten sich wegen Wohnortswechsel nicht mehr zur Wahl. 

Neben den derzeit 46-aktiven Musikern hat der Verein 47 Zöglinge in Ausbildung und 18 Ehrenmitglieder. Dirigent Günter Arbogast lobte das musikalische Auftreten seines Vereins, besonders das Kirchenkonzert in Kehl-Kork war neben dem Adventskonzert für den musikalischen Leiter im vorangegangenen Jahr ein Höhepunkt. Zu den 41 Auftritten gehörten im vergangenen Jahr allein sechs Unterhaltungskonzerte, 15 Ständchen und die musikalische Gestaltung von fünf kirchlichen Veranstaltungen. Finanziell waren das Hoffest Vino Musica sowie das Waldfest der Bläserjugend laut Kassiererin Marie-Claire Latt ein voller Erfolg. 

»Kameradschaft stimmt«
Der mehrtägige Vereinsausflug führte die Musiker nach Innsbruck zu einem Platzkonzert auf über 2000 Metern Höhe. »In diesem Verein stimmen musikalisches Können und die Kameradschaft«, lobte Dirigent Arbogast, der mit seinen Musikern allein 53 Gesamtproben absolvierte.

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