Themen: Schule und Hort

OB-Rundgang in Offenburgs größtem Ortsteil Zell-Weierbach

Autor: 
Thorsten Mühl
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12. Oktober 2017

©Thorsten Mühl

Gut anderthalb Stunden war der Zell-Weierbacher Ortschaftsrat bei einer gemeinsamen Begehung mit Offenburgs OB Edith Schreiner unterwegs. Ein Schwerpunktthema bildete die Besichtigung der neu gestalteten Horträume.

Weingartenschule und Hort bilden bekanntlich derzeit einen Themenschwerpunkt im größten Ortsteil. Vor diesem Hintergrund verstand es sich, dass am Mittwochabend der gemeinsame Dorfrundgang des Ortschaftsrats mit OB Edith Schreiner dort Station machte. Gemeinsam mit Hortleiterin Melanie Sämann und Schulleiter Dirk Röstermundt nahmen die Besucher die neu gestalteten Räume der ehemaligen Hausmeisterwohnung näher in Augenschein. 

Das Ergebnis stieß auf kollektive Begeisterung. Sämann führte aus, dass der Hort mit 50 Kindern zwischen sechs und elf Jahren voll belegt sei. Das Angebot der verlässlichen Grundschule werde von 84 Kindern genutzt. Der Großteil der so betreuten Kinder komme aus Zell-Weierbach. Man könnte also sagen, die Betreuungsangebote­ »boomen«. 

Angebote bis 17.15 Uhr

Die verlässliche Grundschule ist an Schultagen von 7.30 bis 13 Uhr im Einsatz. Der Ablauf der Nachmittagsbetreuung beginnt um 13 Uhr, in zwei Gruppen wird zu Mittag gegessen. Ab 14 Uhr starten dann montags bis donnerstags die Elemente Hausaufgabenbetreuung (14 bis 15 Uhr) und verschiedene pädagogische Angebote (15 bis 17.15 Uhr). Freitags ist der Hort bis 16.45 Uhr geöffnet, dazu kommen 30 Betreuungstage während der Ferien (Öffnungszeit: 7 bis 16.30 Uhr). Das Team setzt sich zusammen aus vier Fachkräften, einer FSJ-Kraft, einem Praktikanten sowie drei Kräften des Teams der verlässlichen Grundschule.

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Im Dialog mit der OB zeigte sich diese für kleinteilige Lösungen offen, sollte der Betreuungsbedarf weiter steigen. Ein Anbau oder Ähnliches sei nicht leistbar momentan, »wir müssen zunächst unsere geplante Konzeption abarbeiten«, so Schreiner. Doch gegen die Mitnutzung weiterer Räumlichkeiten der Schule sei nichts einzuwenden. Ein wichtiger Aspekt, denn der Bedarf an Hortbetreuung habe in ganz Offenburg weiter an Bedeutung gewonnen. 

Fast wie in Kernstadt

Stefan Berndt (Sachgebietsleiter) berichtete von einer Auslastung, die sich stadtweit »derzeit bei fast 100 Prozent bewegt«. Dabei bestehe praktisch kein Unterschied mehr zwischen Kernstadt und den Ortsteilen, führte Schreiner aus. Dirk Röstermundt äußerte sich lobend über die kurzen Wege sowie die enge Kooperation. 

Zuvor waren beim gut einstündigen Rundgang noch andere Themen besprochen worden. Die OB konnte sich vom derzeit in Sanierung befindlichen Taglöhnerhaus über die Planungen rund um das Feuerwehrhaus, von den örtlichen Spielplätzen (Burgunderweg, Drehersacker) über die »Verkehrs-Schlagader« (Wunsch) Weingarten-/Weinstraße bis hin zur sanierten Treppe im Leimental und den Planungen rund um die Abtsberghallensanierung einige Einblicke verschaffen. 

Im größten Ortsteil, so wurde deutlich, ist derzeit manches Projekt in Vorbereitung, sodass auch 2018 wieder genügend Arbeit auf die lokalpolitischen Gremien wartet.

Info

Ziel: Realschule

Beim Gang über das Gelände hatte Ortsvorsteher Willi Wunsch nochmals ausgeführt, dass an der Weingartenschule (aktuell: 149 Schüler, davon 132 Grundschüler) »die Hardware, aber auch die Software in Form von Lehrern und Betreuern stimmt«. 
Daher gelte es, sich mit allem Engagement dafür einzusetzen, nach dem Auslaufen der Werk­realschule zum Ende des Schuljahrs den Standort nicht allein als Grundschule zu nutzen. Ein Wunschmodell könnte in der Nutzung als Realschul-Standort für Fünft-, vielleicht auch Sechstklässler bestehen. 

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